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— Einige Vorkenntnisse ans der Physik. —
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löslieh zu werden, — überzog nun eine silberplattierte Kupfertafel mit einerLösung von Asphalt in Lavendelöl und erwärmte sie, bis mir noch ein dünnerweisser Überzug übrig blieb, — führte sodann, was nicht zu übersehen ist,als der Erste diese Tafel in eine Camera obscura ein, — tauchte sie nachlängerer Aussetzung in ein Gemisch von Lavendelöl und Steinöl, wobei sichdie vom Lichte nicht influierten Stellen vollständig lüsten, die übrigen aberum so weniger, je kräftiger das Licht auf sie eingewirkt hatte, — und erhieltso, nach Abspiilung mit Wasser, ein Bild, in welchem die nur unvollständiggelösten Stellen graulich nuanciert, die wieder blank gewordenen aber beirichtig auffallendem Lichte dunkel erschienen. — Allerdings liess nun dieseerste Methode, welche trotz mehrstündiger Expositionszeit nur unscharfe Bilderergab, noch viel zu wünschen übrig, und erst als sich Niepce etwa 1826 vor-läufig und 1829 sodann durch gerichtlichen Akt definitiv mit Louis-Jacques-MandeDaguerre (Cormeille in Seine-et-Oise 1787— Bry-sur-Marne 1851; Dekorations-maler in Paris ) verband, der sich auch schon einige Zeit mit ähnlichen Ver-suchen befasst hatte, ging sie nach und nach in das oben beschriebene bessereVerfahren über; aber dennoch ist zu beklagen, dass es ersterem nicht vergönntwar, den 19. August 1839 zu erleben, wo Arago der Pariser Akademie inglänzendem Vortrage die neue Erfindung bekannt gab, somit Ruhm undNationalbelohnung dem zweiten allein zufielen, — der Geschichte anheim-gebend, für das Andenken an den ersten Erfinder zu sorgen. — c. Langebevor die erwähnte, gewöhnlich als Daguerreotypie bezeichnete Kunst publikgeworden war, hatte sich auch William Henry Pox Talbot (Lacock Abbey inWiltshire 1800 geb.; reicher Privatmann) vielfach mit derselben Aufgabe be-schäftigt und war etwa 1834 auf einem wesentlich andern, ebenfalls schonoben angedeuteten Wege zu demselben Ziele gelangt. Er gab aber erst inder Schrift „Some account of the art of photogenic drawing. London 1839in 4.“ Nachricht von seiner Erfindung, d. h. in demselben Jahre, wo auchDaguerre seine Schrift „Historique et description des procedes du Daguerreotypet du Diorama. Paris 1839 in 8.“ erscheinen liess. — Nachdem sodann mehrereJahre diese Talbotypie mit der Daguerreotypie konkurriert hatte, gewann erstereden Vorsprung, — namentlich als bei ihr das Negativ, nach dem Vorschlägevon Legray, auf einer mit jodkalihaltigem Collodiuin überzogenen Glastafelerzeugt und dadurch viel schärfer wurde, so dass es sogar Vergrösserung er-laubte, — ja gegenwärtig ist sie als Photographie Alleinherrscherin gewordenund hat sich dabei so ausgebildet, dass sozusagen Augenblicksbilder auf-genommen werden können. — d. Letzterer Timstand hatte die Folge, dassman nunmehr die Photographie auch auf Himmelskörper mit Erfolg anzu-wenden hoffen konnte, — sei es, um diese wirklich abzubilden, sei es, um ge-wisse Lagenverhältnisse festzustellen, — und in der That gelang es in ersterer.Richtung schon 1845 IV 2 Fizeau und Foucault, in '/so* ein 8' allz nettes Bildder Sonnenoberfläche zu erhalten, sowie in zweiter Richtung 1857 IV 27G. P. Bond, in 8“ den Doppelstern i; Ursse majoris so scharf darzustellen, dassman Distanz und Position des Begleiters sicher erheben konnte. Seither hatsich die Photographie, wie uns die spätem Abschnitte vielfach zeigen werden,immer mehr in der Astronomie eingebürgert, ja ist bereits zu einem ihrerwichtigsten Hilfsmittel geworden. — Für den Detail der successiven Verbesse-rungen in den Apparaten und Manipulationen mag zum Schlüsse auf dieSpecialschriften „Adam Georg Martin (Wien 1812 geb.; Bibliothekar Wien ),Repertorium (später Handbuch) der Photographie. Wien 1846 in 8. (6. A. 1865),