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— Die Spektroskopie. —
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Licht vor seinem Eintritte ins Prisma durch Dämpfe einzelnerStrahlen beraubt wird r .
Zu 147: a. Die ersten Entdeckungen sind in „Wollaston, A method ofexamining refraction and dispersiv powers by prismatic reflection (Pli. Tr. 1802),
— und: Fraunhofer, Bestimmung des Breclmngs- und des Farbenzerstreuungs-vennögens verschiedener Glasarten (Miinchn. Denksehr. 1814 — 15; franz. in
Sciminaciier Astr. Abli. II)“ beschrieben. Von den an G00Linien, welche letzterer nach ihrer Lage bestimmte, zeigtdie beistehende Figur die mitABCDEFGHbezeichneten acht hauptsächlichsten, welchen nach Cornu dieWellenlängen
700,40 686,71 656,21 589,21 526,91 480,07 430,73 396,81
entsprechen, wobei ein Millionstels-Millimeter als Einheit ge-wählt ist. Schon Fraunhofer hatte diese Wellenlängen an-nähernd so bestimmt, — während dagegen Kirchhoff zurFestlegung der sog. „Fraunhofer’schen Linien“ eine arbiträreScale benutzte, welche ihm für A: 404,0, und für G: 2854,3ergab. Die Neuern sind meistens zu Fraunhofers Verfahrenzurückgekehrt. — ft. Gustav Adolf Kirchhoff (Königsberg1824 — Berlin 1887) war folgeweise Prof. phys. Breslau ,Heidelberg und Berlin. — Robert Wilhelm Bunsen (Göttingen 1811 geh.) ist Prof, cliem. Heidelberg . — Für die Ansprüchevon Julius Plücker vgl. Dronke in 69 : f. — c. Schon Brewster und Karl Kuhn(Cnnrenth in Oberfranken 1816 geh.; Prof. math. et phys. München ) sahennoch viel mehr Linien als Fraunhofer, und Thollon zählte nur von A bis etwasüber E hinaus volle 3200 derselben auf, wies jedoch zugleich durch Ver-gleichung von Spektren, welche er bei hoher und tiefer Sonne aufnahm, mit,ziemlicher Sicherheit den terrestrischen Ursprung von mehr als 900 dieserLinien nach. Dagegen sind allerdings andere ebenso sicher nicht durch dieErdatmosphäre bedingt, denn sonst hätte z. B. nicht schon ans den Be-obachtungen von Fraunhofer hervorgehen können, dass die im Sonnenspektrnmsich anszeichnende D in den Spektren von Sirius und Castor nicht zu sehenist. — Wollaston hatte 1808 den folgewichtigen Gedanken, die früher zur Er-zeugung des Spektrums angewandte runde Öffnung durch eine zur brechendenKante des Prismas parallele, enge Spalte zu ersetzen. Auch Fraunhofer be-nutzte eine solche Spalte, auf welche er ein Fernrohr ajustierte und sodannein Prisma vor dessen Objektiv setzte. Seither wendet man eigens konstruierteSpektroskope an, von welchen z. B. das beliebte Taschenspektroskop von Hof-mann in Paris folgende Einrichtung hat: Das Prisma ist nach dem Vorgängevon Giovanni Battista Amici (Modena 1786 — Florenz 1863; Prof. math. Modena und Florenz ; vgl. Boneompagni 1870), dessen Namen es auch trägt, ent-sprechend beistehender Figur, aus fünf Prismen zu-/V JAT 7\ sammengesetzt, von denen das 2. und 4. ans Flint-/ \ / \/ \ glas, die übrigen ans Crownglas bestehen und deren
Winkel so gewählt sind, dass die austretenden farbigendie Richtung der einfallenden Strahlen haben; es sitzt mitten in einem Rohr,
— hat vor sich eine Sammellinse und, um die Brennweite letzterer weiter ent-fernt, die Spalte, so dass die divergierend einfallenden Strahlen parallel werden,