6S Fünftes Capitel. CasteldelPiano,
Sommer die Wiesen und die Kastanien, geben demOrte ein angenehmes Ansehen, und machen den Neidderjenigen rege, die gewöhnlich auf trocknem Bodenleben. Allein diese Vortheile verlieren bei den sehrschlechten und beschwerlichen Straßen, besondersin der schlimmen Jahres-Zeit, wodurch auch di'eThätigkeit und der Fleiß der dortigen Bewohner ei-nigermaaßen geschwächt werden.
In verschiedenen benachbarten Gegenden, be-sonders in dem Strich leMazzärelle genannt, anderAbendseite des Castells, findet man beim Nachgrabenunter der Dammerde eine mehr oder weniger hoheSchicht einer etwas klebrigen Erde, die, wenn siefrisch ist, eine schöne gelbe Farbe hat. Grabt man tie-fer, so trifft man unter jener Erdschicht eine Bolar-erde an, die klebriger ist, und eine sehr braune Le-berfarbe hat, so lange sie in Erdschollen oder Klum-pen ist, die aber eine gelbbraune Farbe annimmt,wenn matt sie zerreibt. Die erstere nennt man diegelbe Bolarerde, und die andere, llmbth.
Wenn man diese beide Erden am Feuer cas-ci'nirt, so nimmt die gelbe eine rothe, fafranar-artige, und die braune einenden Marronen ähnlicheFarbe an, die sehr schön und dauerhaft ist. DieSäuren lösen mehr als die Hälfte ohne Brauseir !auf.
Der Magnet zeigt auf sie keine Wirkung, er^ieht aber von der Umber, wenn man sie dem Feueraussetzt, viele Theilchen an. ,
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