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Texts- Worte/ ufque ad finem lucis cum tenebris, und verstehet durchdas Ende des Liechts/ das höchste Liecht des Monds/ namlich denVollmond/ das End der Dunkelheit oder Finsternuß/ den Neumond/wiewol man auch sagen kan/ das End des Liechts seye der Neu unddas Ende der Finasterheit der Vollmond. Anlas zu diesen Gedankengiebt Coccejo die gemeine Erfahrung/ weilen namlich die Ebbe undFluth gleichsam steiget und fallet/ und am stärksten ist in dem Vollsund Neumond. Über diese Materi wurde mich in mehrerem herausslaffen/ wann ich wußte/ daß Job in vorhabender Stelle auf die Ebbeund Fluth gedeutet hatte/ welches mir noch ziemlich problematisch vorskommet.Pineda in Job. P. II. p. 362.Coccej. in Job. p. 170.
Job. XXVI. 11.
Columnæ coeli concutiuntur,& ftupefiunt ab illiusincrepatione.
Die Säulen der Himmlen erbeben/ und zitterenab seinem beschelten.
Jer kommen wiederum zum Vorschein seltsame Redensarten:Oy, Saulen der Himmlen. Wann diese SäulenAtlantes find/ so ist gewiß/ daß weder Philofophi noch Aftronomi, weder Gelehrte noch Ungelehrte etwas von ihnen wissen: wann sie inbuchstäblichem Verstand das Himmel- Gebau/ oder endlich nur unsesren Erden- Himmel tragen/ so konten wir sie wol suchen in jenemLichts/ an welches die Erde gehentet ist/ XXVI. 7. meischen wir von dem buchstäblichen Sinn gänzlich ab auf den verblum-ten/ so konten wir leicht mit jenen alten Heydnischen Scholafticis verstehen durch die Himmels- Säulen jene Untergötter oder Genios, desren Bemühung dahin gehet/ daß die einem jeden anvertrauten Sphæ-ren der Planeten umgetrieben werden/ oder wenigstens mit jenen ChrisStenlichen Schul- Lehreren/ einem Gregorio, Philippo, D. Thoma, dieEngel/ welche auch von Origene, Chryfoftomo, Theophylacto versstanden werden durch die Kräffte der Himmlen/ duvapes Tav
κρανών,