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Jobi physica sacra, oder, Hiobs Natur-Wissenschafft vergliechen mit der heutigen / durch Joh. Jacob Scheuchzer
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403
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3( 403)

25.( Sonder) so bald das Horn erschallet/ wirdes noch frecher/ dann es schmecket den Krieg vonFehrnuß/ das Getümmel der Haubtleuthen/ und denLermen.

He ich in die Erklärung des Jobischen Texts/ und der dem Pferdgebürenden generofen Qualiteten hineinkomme/ finde ich nohtgeinen kleinen Vortrab zumachen von einem gewissen merklichen Umsstand in welchem des Pferds Hirn mit der Menschen Hirn überein-kommet. Bey dem Eingang der sogenanten Carotidum, oder Schlaffpulsaderen in das Hirn/ wird von deroselben vielfaltigen in einandergewickelten Alesten formiert ein Strickwerk oder Neße/ deßnahen auchvon den Anatomicis genennet rete mirabile, das wunderbare Nege/welches insonderheit schon zusehen bey denen túmmesten Thieren/ alsOchsen/ Schaffen/ 2c. Bey denen Menschen und Pferden sind nuretwelche wenige efte/ so überzwerch gehen/ und zur Communicationbender Schlaffpulsaderen nohtig sind. Wann ich der endlichen Ursfach/ oder dem Zweck/ welchen bey diesem Mechanifmo der Schöpfermag gehabt haben/ nachdenke/ so gerahte in folgende Gedanken; zuAussprüßung des Geblüts aus dem Herzen in alle Theil des Leibeseines Obsen gehöret eine groffe Macht der Mußkuln des Herzens/und hatte bey fast horizontaler/ oder noch tiefferen Situation desHaubts ein Ochsengehirn leichter Dingen mögen von dem anlauf-fenden Geblüt überschwemmet werden/ welches bey dem erhabenerenPferdskopf und noch geraderen senkelrecht auf dem Leib stehendenMenschenkopf nicht zubefahren/ so daß dort der Lauff des Geblüts hatmüssen in dem wunderbaren Netz/ gleich ein strenger Fluß durch vielefeitwerts gegrabene Canale gehemmet werden. Eben dieß aber lauffetauch hinein in die Paflionen der Menschen und Thieren/ dann auchdiefe ihre/ aber Thierische/ mechanische/ unvernünfftige Paflionen hasben. Wann bey dem Menschen eine in dem Gemüht erzegte Pafliondem Herzen communiciert wird/ so spielet dieses durch geschwindereoder gemächere Aussprüßung des Geblüts alsobald den Ballon zuruckin das Gehirn. Kaum mag der Mensch in einen zornigen Jaft gerabaten/ so ist das Feuer im Dach/ das Angesicht erzohtet/ die Augen funk-len/ die Leffzen zitteren/ der Mund redet zornige Wort. Nun ist ausallen Thieren/ so uns bekant sind/ dießfahls kein Thier dem Menschengleicher/ als ein Pferd/ und aus dieser Quell herzuleiten dessen Thieri-

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