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Gradmessung in Ostpreussen und ihre Verbindung mit preussischen und russischen Dreiecksketten / ausgeführt von F. W. Bessel, ... Baeyer ...
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Sechster Abschnitt.

Astronomische Beobachtungen.

JDie Vielfältigkeit der Mittel, welche man bei dem jetzigen Zustande desmechanischen Theils der beobachtenden Astronomie anwenden kann, dieBestimmungen zu erhalten, welche wir für die beiden Endpunkte des vonuns auf der Obeifläche der Erde gemessenen Bogens suchten, nämlich dieBestimmungen der Polhöhe und der Richtung des Meridians, sowohl fürTrunz als für Memel , macht eine Wahl unter denselben nothwendig. Wirhaben uns für das Passageninstrument entschieden und daher die'Polhöhen,durch die Beobachtung der Durchgangszeiten von Sternen durch einen aufden Meridian senkrechten, oder beinahe senkrechten Verticalkreis bestimmt.Die Richtungen der Meridiane beider Punkte haben wir durch dasselbe In-strument erhalten wollen, indem wir den Verticalkreis, welchen es beschrieb,in den Meridian oder in die Nähe desselben verlegten. Es traten aber Um-stände ein, welche uns veranlafsten, dieser Bestimmung der Richtungen derMeridiane noch eine andere hinzuzufügen, welche auf der Beobachtung derAzimuthaiunterschiede zwischen dem Polarsterne und festen irdischen Punk-ten beruhet, zu welcher Beobachtung der nach Herrn Etatsrath SchumachersEntwürfe, von Herrn Ertel verfertigte, zu den Winkelbeobachtungen ange-wandte 15 Zöllige Theodolit, wie wir schon im zweiten Abschnitte bemerkthaben, vollkommen geeignet war.

Dem Passageninstrumente haben wir vor Instrumenten, welche Ze-nithdistanzen messen, den Vorzug gegeben, weil man durch dasselbe denUnterschied zweier Polhöhen bestimmen kann, ohne etwanige Abweichun-gen des Instruments von seiner mathematischen Idee, in die Bestimmung zuübertragen, Wenn es richtig angewandt wird, so verschwinden eine Un-