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Gradmessung in Ostpreussen und ihre Verbindung mit preussischen und russischen Dreiecksketten / ausgeführt von F. W. Bessel, ... Baeyer ...
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VII. §. 84. Azimuth von Nid den, in Memel .

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Setzt man, wie bei den früheren Rechnungen, bei welchen der Orta Ursae minoris in Betracht gekommen ist, Aa = 4 - 22 * 5 , Ab = o"25, soerhält man, aus den, auf dem Dreieckspunkte Memel , mit dem Theodolitengemachten Beobachtungen, das Azimuth des Zeichens TS = 359 0 26 ' 43 "697und, indem man i7i° 36' 4o"o9i (§. 60.) davon abzieht, das

Azimuth von Nidden 1 S 7 ° 50' 3"606

Im 60 sten §. sind die sich auf den Dreieckspunkt beziehenden geodäti-schen Bestimmungen, auf den astronomisch bestimmten Punkt übertragen:auf den letzteren mufs also auch das auf dem ersteren bestimmte Azimuthvon Nidden übertragen werden. Man mufs demselben also sowohl den Un-terschied der Winkel hinzufügen, in welchen die, beide Punkte verbindendeLinie von den Richtungen von beiden Punkten nach Nidden geschnittenwird, als auch den Unterschied der Winkel, in welchen der die Scheitel-punkte beider Punkte verbindende gröfste Kreis von beiden Meridianengeschnitten wird. Der erste Unterschied ist schon §. 60. = 1 ' 5"98i2 an-gegeben; der andere findet sieb aus den, am Anfänge des gegenwärtigen §sangeführten Polhöhen und dem Mittagsunterschiede beider Punkte = o",5As.Man erhält daher, auf den astronomisch bestimmten Punkt bezogen, das

Azimuth von Nidden = 187° As' 57 "077

Fügt man dieser Bestimmung den Winkel zwischen Nidden und demMeridianzeichen, welcher (§. 60.) = 172 0 11 ' io" 2 ii gefunden ist, hinzu, soerhält man das Azimuth des Meridianzeichens = 4 - 7 " 2 ss. Die im 82 sle ° §.berechneten Meridianbeobachtungen haben dasselbe = 4 - 8 "959 ergeben, sodafs der Unterschied beider Bestimmungen = i"67i ist. Die gegenwärtigeBestimmung verdient aber den Vorzug; nicht nur weil die vorige nur aufeinseitigen Culminationen der Sterne a und b Ursae min. beruhet, sondernvorzüglich, weil sie das Azimuth einer Dreiecksseite unmittelbar ergiebt,während die Übertragung der vorigen in das Dreiecksnetz, ganz von derGenauigkeit des auf dem Meridianzeichen gemessenen Winkels zwischendem Dreieckspunkte auf der Gallerie des Leuchtethurms und dem astrono-misch bestimmten Punkte abhängt. Dieser Winkel ist (§. 60.) 18 Mal beob-