420
§. 86. Azimuth des Meridianzeichens der Königsberger Sternwarte.
Dieses Zeichen ist südlich von der Sternwarte, in einer Entfernungvon 2133 r , im Jahre 1823 errichtet und seit dieser Zeit für den Meridian-kreis benutzt worden. Indem die Richtung des Meridians aus der Verbin-dung der Beobachtungen eines Polarsterns, welche sowohl vor als nacheiner Umlegung des Instruments gemacht werden, hervorgeht, haben diefortlaufenden Beobachtungen häufige Bestimmungen derselben herbeige-führt, welche immer mit der Richtung des Zeichens verglichen werdenkonnten, indem dieses so eingerichtet ist, dafs man Abweichungen des mitt-leren Fadens des Instruments nicht nur erkennen, sondern auch ihrer Gröfsenach messen kann. Von diesen Bestimmungen haben wir diejenigen aus-gewählt, welche auf Beobachtungen der entgegengesetzten Durchgänge einesPolarsterns durch den Meridian, sowohl kurz vor einer Umlegung, als auchbald nach derselben, gegründet werden konnten. Wenn eine Umlegungdiese Vollständigkeit der Beobachtungen nicht gewährte, haben wir sie nichtbenutzt; wenn dagegen zwei oder mehrere vollständige Beobachtungen einesPolarsterns kurz vor und nach einer Umlegung vorhanden, auch die Nei-gung der Axe des Instruments gegen den Hoi’izont und die Abweichung sei-nes mittleren Fadens von dem Zeichen, mit Sicherheit bekannt waren, sohaben wir der darauf gegründeten Bestimmung doppelten Werth beigelegt.Auf diese Art haben wir das Azimuth des Meridianzeichens folgendermafsenerhalten: