des Hrn. Ioh. George Pfotenhauer. 167
aber bald hernach selbst seine Unterweisung auf sich;und da er, wie in der Dichtkunst, also auch in al-len immanioribus , sich sehr wohl umgesehen hatte,brachte er seinen Sohn so weit, daß er, bereits imeilften Jahre seines Alters, auf die Rathsschule zuNaumburg gehen konnte, und in derselben auf diezweyte Classe gesehet wurde.
Hier genoß er des getreuen und geschickten Un-terrichtes des Herrn Rectors Bloße, und Conre-ctorö Sch-chcp. Insbesondre schwebet ihm nochdie väterliche Liebe und Geneigtheit des erstem, vonwelchem er vieles, und vornehmlich das Hebräische,privatissime und unentgeltich gelernet, beständigin dankbarem Gedächtnisse. Die Mühe, welchedieser selige Mann an ihn wandte, gerieth so wohl,daß sein Vater, welcher damals noch am Leben war,sich nicht nur entschloß, ihn im Jahre 1729. aufdie Universität zu senden, sondern auch das Vor-nehmen faßte, ihn, wenn es Gott gefällig seynmöchte, dem akademischen Leben ganz zu widmen.Doch, es hat dem allerhöchsten Regierer der Sterb-lichkeit anders gefallen; welcher seinen Vater ausdiesem zeitlichen Leben wegrückte, und den Auö-schlag solches Vornehmens hemmte. Es fehlte ihm,durch dieses Absterben, an denen zur Ausführungerforderlichen Unkosten.
Mußte Herr Pforenhauep nun zwar dieHoffnung, beständig auf der Akademie zu bleiben,aufgeben, so ward doch der Entschluß, dieselbe zubeziehen, nicht verändert; sondern er gieng im Ge.gentheil zu der bereits vorher dazu bestimmten Zeit
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