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* Saal (Jsaak), zu dem Art. dieses Künstlersim Lex. gehört die Citation: 6a»fle//mr. Derselbehieß vielleicht Saul , und dürfte auch mit demI. Zaal des Lex. Eine Person seyn. Mit Saalbezeichnet kennt man indessen auch von ihm einPaar Bildnisse, des Rechtsgelehrten Bodeckius,und David Mahls (Lonsul. 6eäan.), ohne andernNamen als den seinigen.
Saalborn (Johann Gottfried), ward umiM. als Herzogl. Weimarischer Hofzimmermeisterund Mühlenbau-Inspektor angenommen, und er-scheint noch in diesen Bestallungen 178b. Mrc.
Saale (Caspar). Ein solcher erscheint inisyo. als Münzmeister in den Sächsischen Landen.Hirsch D- Münzarch. i. 162.
Saavedra (Anton delCastello y), s. Eastelloin den künftigen Zusätzen. -
* Sabadius oder Sabbarini (Hora-tius). Nach einem der Carracci kannte man vonihm: Eine Madonna, welche zwey Greisen mitihrem Mantel deckt, und eine andere auf demHalbmond sitzend.
* -(Loren;). S. gleich unten Sabbatino.
Sab stellt (Ludwig). So heißt in derSchrift: winkelmann und sein Jahrh, ein vonFlorenz gebürtiger Künstler, der in dem letztenViertheil des XVlil. Jahrhunderts, als ein marlerschcr Jmprovisatore, wie er dort betitelt wird,zu Rom viel Aufsehen machte. Aus dem Stegreifentwarf derselbe schnell einen Gegenstand, der ihmaufgegeben wurde. Um zur Andeutung des Gradesseiner Kunstfertigkeit kurz zu seyn, stand er nurwenig unter la Fage, besaß, wie dieser, rechtgründliche anatomische Kenntnisse, und zeichneteseine Figuren mit der Feder beynahe in eben sogutem Styl und zugleich reinlicher. In der Eilehatte er sogar manchmal gute Gedanken erhäscht,und nicht selten bemerkt man Geist und Kraft imAusdrucke. Dieses leistete er am frühesten imJünglingsalter, und äusserte in der That ein höchstmerkwürdiges, viel versprechendes Talent; alleindie Schwingen seines Geistes, von jener Gaukel-kunst vielmehr gelahmt, konnten ihn nicht höhererheben. Ja als er nachher in Venedig das Coloritstudiren sollte, und große Bilder zu malen unter-nahm, war er ins riesenhaft - karikarurmaßigegefallen, und hierauf sein ehemaliger Ruf größten-theils verschollen. I. c. S. 025 —24. — Seinerwird auch aus einem Briefe des Caval. Tomasof)uccini (Tüb. lMorgenbl. i8»g. S. 5«5 —6.)gedacht, und er dort nämlich unter die Jünglingegezählt, die bey der von dem Großhcrzog Leopoldneugestifteten Akademie der Künste zu Florenz zuerstvorzügliches Aufsehen erregten. Zugleich mit P.Benvenuti wurde er nach Rom gesandt, wo sichsein Talent mit rastloser Schnelligkeit entwickelte.»>Dort wandle er" (heißt es auch hier) «vorzüg-lichen Fleiß auf das Studium der Anatomie, undward so sehr mit ihr vertraut, daß er nie mehrängstlicher Nachahmer einer Schule oder Stylswerden konnte; ihm schwebte die lebendige Naturin allen ihren Bewegungen vor, und er blieb,
ungeachtet des tiefsten Studiums der ältern Meister-werken, in seinen wunderschönen Federzeichnungenimmer Original. Alsdann gieng er nach Venedig ,wo er" (wird hier ganz anders als oben — wirfürchten mjgder unbefangen, geurtheilt) »sichnunauch als Maler auszeichnete. Sein eigenes Bild-niß, und der colossale Kopf des wüthe,wen Radamiffwurden den beßten Werken des Tintoret an dieSeite gesetzt. Bey seiner Rückkehr nach Florenz erhielt er den Auftrag, in einem großen Saale besKöniglichen Pallastes die Thaten des AmericoVespucci darzustellen." Er lebte noch 1810.
* Sabatlni oder Sabbarinr ( ).
Nach MlilZl'a (T6. terx.) ll. 026. arbeitete dieserBaumeister auch, nach den Angaben von I. B.Sacchetti, an den Aussenwcrken des Pallastes delPardo.
— — ( ). Einen ArchitektdielesNamens,
der, gleich demjenigen des Lex. in Spanien mitRuhm arbeitete, zahlt Fionllo IV HZ 5 . noch(1806.) unter die Lebenden, und dürfte derselbedes erstem Sohn seyn.
* Sabbarini (Horatlus), s. oben Sabadius.
* Sabbarino (Andreas), genannt von Sa-lerno. Eine Himmelfahrt der H. Jungfrau vonP. Perugino im Dohme zu Neapel hatte ihn sobezaubert, daß er schon zu diesem Meister nachPerugia ziehen wollte, als er auf der Straße vonRaphael hörte, nach Rom eilte, und in dessenSchule doch nur eine kurze Zeit blieb, da nämlichder Tod seines Vaters ihn wieder nach Haus rief,wohin er i 5 i 3 . (aber schon als ein ganz neuerMensch) zurückkehrle. Alia Pace und im Vatikan soll er sogar gemeinschaftlich mit seinem großenMeister gearbeitet, so wie überhaupt dessen Maniergut nachgeahmt, und seine Werke trefflich cvpirthaben. Mit seinen Mitschülern verglicchen, er-reichte er zwar Giulio Pipi nicht, wohl aber über-traf er einen Raphael da Colle u. a. aus dieserSphäre. Lanzi (X. 0 . il. 202 ) nennt ihn einenguten Zeichner, auserlesen in Formen und Stel-lungen, vielleicht allzu stark in den Schatten, sowie im Angeben der Muskeln, breit (esteso) inder Drapperic, und ein Coloriste, dessen Färbungsich noch bis auf heute erhalt. In Neapel siehetman Vieles von ihm, und zahlt unter sein Beßteseinige Altartafeln in St. Maria delle Grazie, sowie mehrere al Frcoco's bort und anderwerts, welcheman für Wunder der Kunst hielr, die aber meistzugrundgegangen sind. Auch seine Vaterstadt,dann Gaeta u. a. Orte des Königreichs besitzenManches von seiner Arbeit in Kirchen und Galle-rten; in diesen letzter» besonders wunderschöneMadonnen. NachFiorillo II. 771-72.) wäre erdenn doch bey Raphael an die sieben Jahre ge-blieben, und häkle Verschiedenes nach dessen Car-tons, namentlich in Torre di Borgja ausgeführt.Nach dem Urtheil mehrerer Schriftsteller befand sichunter seinem Vorzüglichsten ein Besuch der H. Elisa-beth in St. Potitus zu Salcrno, worin alle Fi-guren, nach damaligem Gebrauch, Bildnisse waren.Aus unbekannten GewissenSscrupeln eines Erz-bischofes soll dieses Bild der gedachten Kirche ent-zogen worden seyn; doch vermuthet man, daß es
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