S.
Seale (F. R.), ein Kupferstecher, der, ver-muthlich um die Mitte des XVIII. Jahrhunderts,zu London lebte. Adelungs verzeichniß d.Landkarren u. topographischen Blatter derSächsischen Lande S. 29. nennt ihn als denStecher einer Karte von Sachsen .
Seamar (Jacob), «in Schreibemeister undKupferstecher zu London . Von ihm kennt manein Werk unter dem Titel: ^rts Master-Piere;or, tke pens 6lorz- - - Hlso » keclpt korInle, anä kovv to vrltte >vitk 60I6. Inventeä»vritten. anä en^raven bzr L'ea,»«»-.
Toncl. 1676. 40. s. Beughem's krblioZr. Mariie-wstlcs. ^mstel. 1688. 12°. p. 263 .,
Geason ( ), Demoikelle. eine Schülerin
von Pechwell zu Dresden . Von ihr sah man aufder dasigen Kunstausstellung 1807. (damals nurerst Jahr all), zwey Zeichnungen: Das Bild-niß einer Mutter uns ihres Kindes; und eineMadonna.
*Searon( ), welcher im Lex. unter demArt. seines Lehrmeisters Reisen erscheint. AuchFiorillo V. 56 ». urtheilt von Meister und Schü-ler gerade wie das Lexikon.
Sebald (I. P.). So heißt irgendwo einKünstler, der ein Bildniß von Joh. Wolff Schilt,in Octavform gestochen habe.
Sebastian ( ), ein Maler von Heldburg .
In 1678. bemalte er die Stadtkirche zu Königs berg (welche im dreyßigjahrigen Kriege zu Grundging) mit der Passion, dem Abendmale u. s. f.Beyde Städte liegen im Hildburghausischen.Lrauß Beytr. zur Hiidburghäuf. Kirchen -Schul- u. Landeshistorie Lh. IV. S. 8t.
— — — oder Sebastians ( ). So
hieß ein Kondukteur, der dem Cajet. Chiareri, beydem Baue der katholischen Kirche zu Dresden ,1737. beygegeben war; auch, wahrend der Ab-wesenheit des letztem, eine Zeitlang diesen Baufortführte. A-n.
* Sebastian von Venedig. Unter die-sem Namen ist Sebastian dei Diombo gewöhn-lich bey den Franzosen rubrizirt. So bey Wa-ttier, de Fonrenai, Lands», u. s. f.
* Sebastians (Lazarus). Derselbe (heißt
es bey Lanzi L<l. terri. III. si—§2.) folgte sei-nes Meisters Scarpaccio Manier, und gehörtezu denjenigen Künstlern, die zwar an das gül-dene Zeitalter der neuern Kunst reichten, abersich denn doch wenig von dem alten einförmigenStyl entfernten, so daß die Arbeiten des Einenhäufig für die des Andern genommen werden.Viel Gutes fand sich denn immer bey ihnen, be-sonders schöne Architektur Und wenn man ihrColorit hart und matt für ihre Schule nennenwill, so würde man es in jeder andern diesesZeitalters mürbe und kräftig heißen. Von demunsrigen findet sich manches ^ild in Venedig ; einesin der Kirche Corpus Domini mit: öa-
?t,an»r pinx. unterzeichnet, was von dem schonw» Lex. gerügten Irrthume vasari's den beßtenBeweis giebt.
* Sebastianspiombo.
Sebastian.
* Sebenzanus (Valentin). Diesen Na-men, als eines alten Kupferstechers, will Hei, ^necke (Aachr. II.. 4 it.) bey Grlandi gefun-den haben, und fügt wirklich ein Monogrammbey, das einen solchen bezeichnen könnte, undsich nämlich auf einem Blatte befindet, das dieVerlobung der H. Jungfrau nach Raphael dar,stellt; da hingegen das Lex. wohl auch nicht ohn«Grund, Sebenzanus für einen Beynamen vonM. Rora hält.
Seber, s. Seeber.
Seberr «N ). Nach einem solchen, uns ganzunbekannten Künstler hat Thomassin der Sohn daSBildniß des Bischöfen Cherubim Ludwig le Be!in Quarto gestochen.
* Sebees. Derselbe lebte noch 1377. InVerona sah man Verschiedenes von ihm. Er gingnoch, gleich Mchrern seiner Zeit, auf der Spurdes Giotto. Einige glauben übrigens, daß erein Nonens sey, und von Vasari das Vaterland(Zevio-Sebero) eines Aidigieri» der in dernämlichen Kirche gearbeitet habe, für den Na-men eines zweyten Künstlers g.halten werde.La»ri Lll. terr. II l. 9. S. unten auch den Art.Stefano von Verona .
* Gebkzius (M.). Von ihm kennt manein Bildniß Johann Sturms, ohne weitern Na-men, als den semigen.
Sebold (Conrad). Ein solcher malte ijöi.um 6. fl. die Bilder unter dem neuen Drücken-thurm zu Frankfurt am Main ; rechter Hand dieKreutzigung Christi, linker die bekannte Tödtungdes Trienlischen Kindes, beydes zu der damalsbeliebten Schmach der Jude» — daher mit Bey-fügung des fchmutzigen Gedankens der Sau, aufwelcher ein Jude verkehrt sitzt, und den Schwanzzum Zaum hält, mittlerweile ein andrer ihren Unsrath mit dem Maul auffängt. Späterhin wurdees mehrmals ausgebessert, so daß sich wenige mehrvon den Originalzügen daran finden dürften. Se-dold lebte noch 1^76. Hüsgen lJ. U. S. 11.bis 12. S. unten s, v. Schrveitzer.
— — ( ), Bildhauer zu Hannover in
1800. Wir kennen seinen Namen nur aus einemgelegentlichen Avertissement in den HannöverfchenAnzeigen, Jahrg. 1800. N°. 35 . S. i»66.
* Secan 0 (Hieronymus). Von ihm heißt esbey Fiorillo IV. 3,9. „Derselbe mag wohl fürden beßten Künstler gelten, der in dem unergie-bigen Zeitraume (der zweyten Hälfte des XVII.Jahrh ) zu Saragossa blühete. Er hatte einenguten Grund gelegt, und vervollkommnete sichzu Madrid durch das Studium der Meisterstückein den Königlichen Pallästen und den Besuch derAkademien in den Wohnungen der Künstler.Nach seiner Rückkehr machte er sich durch ver-schiedene Bilder in St. Pablo und St. MichaelRrrrrrrre