Salstroem.
Erziehung übergeben wird, ist eine der schönstenArbeiten dieser Art, und wurde in neuern La-gen aus der Kathedrale von Gaeta , wo sie vonAlters her zum Laufsteins diente, ins KöniglicheMuseum zu Neapel gebracht. -l/sc. J„ dem Ka-binet zu London soll sich ein Basrelief mit ähnli-cher (unähnlicher?) Darstellung befinden, das zuGabia gefunden wurde; nämlich eine von einemMystes geführte Bacchantin.
Salstroem (Johann Christian), aus Mitten-berg gebürtig, zeichnete mit der Feder, wenn gleichnicht ganz geschmackvoll in eine Vignette ineinen geschriebenen Catalog der dortigen Univer-sitäts-Bibiiothek. Mrc.
Sale( ). Ein Englischer Künstler, be-gleitete als Secretär und geschickter Zeichner inden I. 1802 6 den Vicomte Georg Valentin (En-kel des berühmten Lord Lyttleton) auf dessen merk-würdigen Reisen durch Arabien, Abyssinien (-». b.wahrscheinlich irrig Indien) und Aegypten . Salrselbst nämlich machte für sich einen sehr bedeuten-den Abstecher nach Abyssinien u. s. f. und gab,nach seiner Rückkehr in England zuerst um 1810.eine eigene Sammlung von 24 großen, brei-ten und i?" hohe» colorirlen Ansichten von dieserReise in Atlasformat, welche nach seiner Zeich-nung gestochen wurden, und 26. Guineen kosteten.Dann eben so die Zeichnungen zu dg. Kupfern undKarten, die den vierten Theil des Reisejournalsdes Lord Valeutia ausmachen. Tüb. Morgen-klarr r8ro. Extrabcyl S. 28. ck-n.
Salramacchi (Placidus), ein guter Ge-schichtsnialer, aus Messina gebürtig, Schüler desG. S. Cumandeo und Nachahmer des Alonzv Ro-driguez. so daß ihre Arbeiten oft verwechselt wur-den. Man findet Altarblätter von ihm, die mit1616. dalirt sind. Er brachte sein Alter nicht hoch.äAsimro vits cle ?ittc>ri blessiuesi.
* Salrarello (Lukas). Derselbe starb jungzu Rom ; aber sein Hauptwerk, St. Benedikt inSt. Stefan zu Genua , welcher den Sohn einesLandmanns von Todten erweckt, zeigt in demsanften harmonischen Kolorite, im Ausdrucke, undder Einsicht die dieses ganze Bild verräth, daßder Künstler schon in frühern Jahren zur Reifegediehen war, und, bey längerm Leben, Epochein seiner Schule gemacht hatte. Während seinemAufenthalte zu Rom fügte er seinen bereits beses-senen Kenntmssen noch diejenigen des gelehrtenAlterthums bey, die er aus den Statüen undBasreliefs zog. R. X. V. Zrti. Als vor-
züglich nennt noch Fiorillo II. 89,3. von ihm eineDreyeinigkeit mit den Engeln Michael und Gab-riel, das sich gegenwärtig in Lissabon befindensoll; dann im Bethause St. Andreas (zu Genua ?)die Marter dieses Heiligen, von viel Würde inder Anordnung, einer ungemein kräftigen Dar-stellung , und Freyheit (?) im Koloriren.
Salro (Fra Diego de). So nennt FiorilloIV. 9<>. einen Spanischen Augustinermönch desXVI. Jahrhunderts, dessen Minialurarbcitcn vonPacheco sehr gerühmt werden.
Salrre ( ). So heißt im Almanach
Oammercs l8ti. ohne Weiteres ein damals zuParis lebender Maler.
Salbungen (Hans von), bauete in der ander Verre liegenden Stadt Creuzburg , die hoheSpitze des Thurms der Hauptkirche St. Nicolai auf.S. paulllni Beschreibung dieser Stadt1690. in Handschrift.
Salvage (Galbert), Arzt von Montpellier ,gab i. I. 1804. damals <u Paris , eine Anatomiedes kämpfenden Fechters und des Kopfs des Apollovon Belvedere in colorirten Blättern, welche dasNational-Justikuk zu Paris durch einige der vor-züglichsten Künstler untersuchen ließ, und für dasStudium von Malern und Bildhauern sehr vor-
Salver. 1425
züglich fand. Dieses Werk erschien, gestochen vonBosq, in vier Lieferungen, welche 36 . Fr. (aufVelin das Doppelte) kosteten. Noch wurde einfünftes verheißen, welches den ganzen Apoll, dieMedizaische Venus, und die Figur eines Kinds,auf ähnliche Weise bearbeitet, zum Gegenstand ha-ben sollte. Zugleich verkaufte er eine Figur desgeschundene» Fechters in Gyps für 600 Fr. undeine Büste des Apollo mit dem Beingerüste desKopfs für /,o. Fr. Mehreres über alle dies s. inden Xauvelles lles e^rts IV. 43 . / 3 —80. (vor-nämlich), 139. 182. 029.
* Salvarerra (Johann Peter), st. 55 . I.alt, i/4ä. äVsc.
— — (Valerius). So heißt im Almanachaus Rom t8io. ganz ohne Weiteres, ein damalsdort lebender italienischer Bildhauer.
* Salvaror od. Galvarer (Daniel), derim gedruckten Anhange des Lex. erscheint. Unterdiesem Namen führt Christ S. l68 das Mono-gram eines Kupferstechers an. Von ihm findenwir irgendwo ein Blatt: Der reiche Mann undder arme Lazarus. (Oam>/ HA/uator ksc. i 55 g>)quer Oktav angeführt. Oous. oben Conr. Sal-vörffer.
Galvat 0 r von Arrschia. So hieß ein Bild-hauer des XVI. Jahrhunderts, der, gemeinschaf-lich mit Silvester von Aquila, um i 5 o 5 . in derSt. Bernards-Kirche zu Aquila zwey Grabmälermeißelte, von denen das eine den Leichnam vonSt. Bernard enthielt, und, auf Privatkosten desdortigen Notars Jacob Nanni, mit 9000. Duka-ten bezahlt wurde; das zweyte aber ein Denkmalfür die Gräfin Maria Parenka Noronia (aus Kö-nigl. Spanischen Geblütc, Gattin des Grafen vonMontvrio, mütterlichen Großvaters Pabst PaulIV.) war. Beyde diese Künstler wurden für ge-schickte Meister geachtet. Von ihrer Arbeiten wa-ren auch der Porticus von Castell nuovo zu Nea-pel , und jener schöne — Teufel am Frontespitz desDomes zu Orvicto. ck/i/rÄa! (Rä. ter?.) II.5 /- 58 .
Salvarore (di Antonio), ein geschickter Ge-schichcsmaler von Messina , wo man noch verschie-dene Bilder in Kirchen und Klöstern findet, dieman bisweilen, da dieser Künstler wenig bekanntist, für Raphaels Arbeit ausgiebt. Nach authen-tischen Schriften im Notariatsarchive seiner Va-terstadt blüheke er um i 5 >i. und that in seinerJugend eine Reise »ach den Niederlanden. Dereinzige Placidus Samperi nennt eines seiner Ge-mälde. V n § / -r» 0 /Vts eie Sr'tto»
/VMrm'V -724.
— — ( ), ein Frescomaler von Pieve di
Sacco, malte an der Kirche St. Leo zu Venedig das Bildniß dieses Heiligen. p. 207.
* Salvaro.roze, verdorbener Name vonSalvaror Rosa.
Salvelder (David), s. oben Conr. Sal-dörffer.
"Salver (Johann), der im gedruckten Zusätzedes Lex. erscheint, ein Kupferstecher zu Würzburg ,der, ob er gleich nicht ganz unerfahren in der me-chanischen Behandlung des Stichels war, dochnur unter die mittelmäßigen Künstler gerechnetwerden kann. Man trifft unter seinen Bildnissenwelche, wo das Gesicht, auf die bekannte Art Cl.Melans, ohne Schrassirung einzig mit einer run-den Zuglinie gestochen ist. Er hat einige großeFolgen von Bildnisse» in Kupfer gebracht; so z. B.Impsrialis Rcclvsia Rambui^eiisis in iconibusRpiscoporum suorurn 8. R. i'rincipuni (Her-dipoli t'vl.); eben so um 1710. die Bildnisse ver-schiedener Bischöfe von Würzburg ; dann die Groß-und Landmeister des deutschen Ordens auf 5 o. Ku-pfertafeln u. s. f- Alles ohne uns bekannten wei-tem Namen als den seinigcn. Johann
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