r4§6 Saut er.
* Saurer (Thaddaus), st. 1726. 71. I. alt.ssL-c.
— — ( ) ein Steinmetzmeister zu Dres-
den , um 1878. Kiengel brauchte ihn daher beyverschiedenen Bauten, wie eine alte Handschrift will.
Säurn er (Ioh.). So heißt in Mensel'sA. B. L. ein um 1809. noch lebender Bildhauer,Mitglied der Kunstakademie zu Wien , gebürtigvon Breitenbrunn in der Herrschaft Mindelheim ,von welchem dort ein Kinderbacchanal, in Bas-relief von Alabaster angeführt wird.
Sauroire-Varenne ( ). Von einem
sonst wenig bekannten Französischen Künstler die-ses Namens sah man auf dem Pariser-Salon1806. die Scizze einer Marine mit Schiffbruch,welche, nach dem Urtheil des (strengen) pausauisspranqais p. 427. das Talent verrieth, solche imKroßen noch schöner auszuführeu. Vorgrund undFiguren waren sehr glücklich componirt; die Toc-cirung ungemein geistreich, und uur die Luft (eineder gewohnten Klippen der Landschaftsmaler) etwasschwerfällig.
Sauvage (Ä.>, le Mste zugenannt, gab»Anfang des laufenden Jahrhunderts eine: Lol-ection «les Netes cl'expression. S. oben auchle Mste, und vermuthen wir jetzt, daß solchermit dem dort enthaltenen Mitstecher der Blätterzu Gaults de St. Germain: Des passlonser <le leur Expression Einer und Derselbe sey.
* — — (Johann), s. Savage.
* — — (I. B.). Nach ihm kennt man auchdas Vildniß des Schauspielers la Rive, von A.de St. Aubin. Dasjenige des Dichters Rousseauvon Schmidt, ist denn doch nur ein ganz kleinesaus Odieuvres Verlag.
— — ( ) So heißt auch ein Maler und
Mitglied der Akademien zu Paris und Toulouse um 1780-87. damals erster Maler des Prinzen vonConde, der in seinen Bildern Basreliefs in größ-ter Vollkommenheit nachzuahmen wußte; ohneZweifel noch der nämliche, der im Hlmsnacb desUeaux-^rts 180Z. ohne Weiteres, unter der Ru-brik der damals zu Paris lebenden Blumen- Or-naments- Gattungs- und Stilllebens-Maler an-geführt wird, und von dem wir weiter bey Fio-rillo III. 555 . als von einem wenigstens nochvor Kurzem Lebenden lesen: Derselbe habe sichdurch seine nachgeahmten Cameen und Basreliefseinen großen Namen durch ganz Europa gemacht.Ein Meisterstück von ihm sey der große gemalteSaal des Pallastes von Dellevue, wo übrigensgegenwärtig ein — Restaurateur sein Wesen treibe.Jetzt (180Z.) beschäftige er sich vorzüglich, por-zellanene Gefässe mit seinem Pinsel zu zieren (?),und wisse auch, wie gesagt, Cameen und Aehn-liches so tauschend nachzubilden!?), daß er Alles,was man je in dieser Art bewundert hak, hintersich lasse. Auf dem Pariser-Salon von 1804. sahman dergleichen von der pikantesten Täuschung.)VorM. tsts I V. 62. Seine Produkte waren
aber außerordentlich theuer; ein kleiner Tisch miteinigen Ornamenten von ihm kostete 20,000. Livr.und manche von ihm verzierte (?) Meublen ver,kaufte man für 40—60,000. Livr. (So eben fin-den wir, daß der Hlmsnsck <is Lommerce <lsParis von 1811. unsern Sauvage noch unter denzu Paris Lebenden nennt). S. auch die beydengleich folgenden Artikel.
— — ( ) zeichnete n. a. Künstlern mehr,
Pflanzen zu venrenat's: vescription des plan-te» nouvelles et pen connues cultivees dsns!o zsrdin de IVI. Lels (Paris ^n. VIII. pol.)Dann spälherhin (An. XI.) für die Zonales duILIusenm d'plistoire naturelle. Wahrscheinlichist dieser mit dem gleich Vorhergehnden, und demgleich Nachfolgenden Einer und Derselbe.
— — ( ) ein Feuermaler zu Paris um
i7yb. Derselbe hatte mit neuen von Dihl erfun-
S a w i u k 0 w.
denen Farben ein Gemälde von der Breite einesMette auf Porzellan gefertigt; was Dibl, »mdaraus die Feuerbestandigkeit, die Schönheit undden Glanz seiner Farben zu erweisen, nebst einemandern von le Guay oder Leguay gemalten,der physischen Klasse zu Paris überreichte. S.auch die zwey vorhergehnden Art.
Sauvage( ). So heißt auch irgendwo einum 1806. blühender Maler der FlammändischenSchule, der aber wahrscheinlich wieder mit demgleich Vorhergehnden Einer und Derselbe ist.
— — ( ), einer der größten Schreibe-
meister des XVIII. Jahrh, in Frankreich . Breit-kopf (Gösch, der Schreibet, herausgeg. vonRoch S. 4 ä.) führt ihn nebst Andern an.
* Sauve, Sauve od. Suave (Ioh.).Sauve ist wohl sein richtiger Name. BasanLd. sec. giebt seine Geburt (zu frühe) in 1660.zu Senlis an, und nennt von ihm dann im All-gemeinen mehrere Madonnen nach Guido, P. vonCortona u. a. Gandellini hienächst namentlicheine sehr zartgestochene, schön drappirte nachGuido, die das nackte Kind deckt, das gegen ihrdie Aermchen emporhebt, mit exc. sig-
nier, nach einer Zeichnung , die einst Fr. Molafür 20. Doppien von Sirani gekauft, und nachFrankreich geschickt habe. Dann führt ein Ver-zeichniß meines sel. Vaters von einem JohannSauve (und wahrscheinlich von keinem Andernals dem mistigen) mehrere Bildnisse aus dem Zeit-alter Ludwig XIV. an. Ferners ein Blakt: kn-tree du Oardinsl Liii^i, pe^st a Paris i68q.Alles ohne Namen des Malers. Eine andre un-srer Nolitzen nennt vollends ohne Namen, wederdes Malers noch des Stechers, die Bildnisse desKardinals Colbert, und des i» 1661. geborenenDauphins, beyde mit: paltlias. IVIoncornet etAea» ä'rmueexc. svec priv. du sto)' an. Sauveder Stecher blühete um 1670. und lebte noch 168t.
S. auch den gleich folgenden Art.
— Nach einem, denn doch eherandern Künstler dieses Namens, von gleichemZeitalter, hat G. Edelink die Bildnisse der Köni-gin Maria Theresia von Frankreich und des Dau-phins gestochen. S. den vorhergehnden Art.
Sauveur (I. G> S.), vielleicht Sainr«Gauveur. Nach einem uns sonst ganz unbekann-ten Künstler dieses Namens hat Mixel im Jahrder Republik VI. u. VII. fünf Blatter gestochen,welche die vornehmsten Völker der vier Wclttheile,und die Entdeckungen von Eook und la Peyrousevorstellen, und zusammen 2/,. Fr., kolorirt das Dop-pelte kosteten. Dazu erschien, zu >6. Fr. ein Textfür die Jugend. OatsIoZue des ksksrnpes etc.du konds lle sondert et Sance. Paris 806.
S***aup (Charlotte Antoinette Marquisevon), eine Französische Emigrirte, die, von ihrerunglücklichen Lage angereizt, durch den Dresd-ner polst. Anzeiger, Jahrg. 1798. N°. 48 . u.a.Blätter dem Publikum eröffnete, wie sie gesonnensey: »Eine Parthie geschmackvoller und ausge-suchter Musterzeichnungen, nach ihren eignen Ent-würfen, und vorzüglich Blumen herauszugeben".Die Kupfer würde ein Franzose stechen, und siedas Ausmalen dieses Werkes besorgen, was beyder Buch- und Oekonomiehandlung zu Penig inCommission erscheinen sollte. Nach einer wetternAnzeige letztgedachker Handlung hatte denn auchdie Verfasserin dem Ganzen noch eine Anweisungzum Sticken und Zeichnen, und ein Anderer dieNaturgeschichte der zu den Musterzeichnungen ge-wählten Pflanzen beyfügt. Das erste Heft erschiennoch 1798. (Preiß 18. Gr.). Veffenrl. rZachr.
Sarvinkorv (Alexander) , Kupferstecherbeym Kartendcpot zu St. Petersburg . Derselbegab in 1804. einen neuen Plan dieser Hauptstadt(in sehrgr. Fol. Pr. 4.Rubel), der an Richtigkeitund Feinheit des Stiches alle andern noch vor-