S ch e l l h a a s.
Blatter , Baumstudien, in Folioformak, schöngenannt.
Schellhaas, s. oben auch Schalbas.
ScheUhor.'i (Andreas), ein künstlicher Uhr-macher zu Schnecbcrg in Sachsen , der im Jahre>674. ein Planetenwerk für den Kurfürsten vonSachsen verfertigte. C. Melizers erneuerteChronik von Schneeberg (das. 1716.4. S.kiäg.
Schell ig (C. ), ju Dresden , Schüler derdasigen Akademie. Auf der Dresdner -Kunstaus-stellung 1808. sah mau von ihm den Pferdemarkt,eine Zeichnung in Sepia nach Wouvermanus.
Schelling (Arend von der). Ferner HansDroß, Marx Grüfte, und Edward Moor, allesBaumeister, durch welche der Rath zu Danzig einenneuen Bau in der Festung Weichselmünde von1017-19- vollziehen ließ. «furi'ct'ens Beschreib,v. Danzig (Amsterdam u. Danzig 1687.Fol.S- 5 o.
— — (Friedrich Wilhelm I. ), General-
Sekretair und Condirektor der Akademie der Bilden den Künste zu München . Mir schweigen, umsBeßren willen, naher über dasjenige einzutreten,was dieser in 1812. noch in seiner ganzen heftigenKraft lebende berühmte Weltweise über die Kunstgeschrieben hat. S. z. B. in MeuseI' s LF. Miec.Xlll. 499-009. Damals erschien derselbe auchunter den neu proklamieren Ehren- und Kunstmit-gliedcrn der KK. Akademie der Vereinigten Bil-denden Künste zu Wien .
* Schellinks (Daniel), der im Lex. unterdem Art. seines Bruders Wilhelm erscheint. EineLandschaft von ihm besaß (179).) der H. KaufmannFischer in Potsdam . Die Beschreibung davons in Meusel's M Mus. 87—88.
* — — (Wilhelm). Eine Landschaft von ihmbefand sich in vorgemeldtem Kabinet. Nach ihmhat P. Nolpe den Durchbruch eures Dammesgeetzt. Derselbe st. 1678. nicht -778. wie das Lex.durch Druckfehler sagt.
Schell schlaget (Peter Caspar), kommt1770. und dann auch 1782. als Landbaumeistecund Hauptmann, in dem Dienste des Fürsten vonSchwarzburg - Rudolstadt , vor. Rudolst. Hof-und Adreßkal.
Scheiter <J. G), ein Graveur und Stem-pclschneider zu Leipzig in 1811. Leipziger-Adreß- Post- u.^etsekalender auf 1811. S. 129.
Schenrel (Jeremias), ein Maler zu Augsburg um 1H70. Die Kaiserl. Hofbibliothek zu Wien besitzt von ihm ein Heft gemalter Blatter, welchesverschiedene, unter Kaiser Maximilian l. gehalteneTurniere darstellt. Spalarrs versuch überdasCostum, zrvepre Abrh. dritt. Th. S. 472.
Schemerl ("Joseph), K. K. Landingenieurzu Laybach in Krain , wo er 1707. geb. wurde. Erhat mchreres geschrieben; so: Abhandlung überdie vorzüglichste Art, an Flüssen und Strömen zubauen (Wien 1782. 8°. mit Kupf.); Abhandlungüber die Schiffbarmachung der Ströme (ibid 1788.gr. 8. m. Kupf. Pr. i.Rthlr. 8. Gr.); ausführlicheAnweisung zur Entwerfung, Erbauung und Er-haltung dauerhafter und bequemer Straßen (ibid.1807. gr. 8. 3 Thle. in. 28 Kupf. Pr. 3 Rthlr. 12 Gr.).In den Schriften der Berliner-Gesellschaft natur-forschender Freunde B. I. (Berlin 1780. 8°.) findetman nach seiner Zeichnung eine perspektivische An-sicht des bekannten Glöckners in Tyrol, von I. W.Schlcuen radirt, und eine Tafel mit naturhistorischenGegenständen Ohne Zweifel ist er der nämlicheIos. Schemerl, der in spätern Tagen als Kaiser!.Oestreichischer tzofbauraths Direktor und Verfassereines geschätzten Werkes über Vcrbindungskanalein der Oestreichischen Monarchie erscheint, auch erstnoch ,812. in den Adelsstand erhoben warb. (hftc.
Schenau. -483
Schemmel (Paul), von Würzburg ; einEisenschneider, Possirer und Bildhauer zu Augs burg ; schnitt die Stempel zu den dasigen Münzenum 1670. von Stenen S. öoo.
Gchenanr (Johann). So heißt in einerunsrer handschriftlichen Quellen, ganz kurz, einMaler zu München , der in i 6 u 3 . neben PeterCandido an dem dortigen Hof gearbeitet hatte, wo-für ihm ein Jahrsgehalt angewiesen war.
* Schenau oder eher Schoenau (Elea-zar, auch Johann Eleazar ), geb. aufder Dammastsfabrik zu Groß-Schönau bey Zittau (von welchemOrte er den Namen, statt seines eigentlichen Fami-liennamens Zeisig annahm, den man zu Paris oftseltfam genug verstümmelt hatte) 1734. (nachGrr 0' s Oberlauf.Schrffrst. u. Lünstl. der solcheDaten meist aus Kirchenbüchern entlehnt), nachAndern indessen 1737. 40. u. 41. Wie so mancherandere Künstler wußte — er es wohl selbst nicht. Vonseiner Jugendgeschichte liest man bey Meusel k.»Aus Trieb zu der Malerey entlief er seinem Vaternach Dresden ; weil aber niemand ihn ohne Lehr-geld annehmen wollte, mußte er weinend nach Hauskehren. Dort fand er kein Bleibens, so daß ihnder Vater ebenfalls nach Dresden — aber zu einemDoktor Juris that, in Hoffnung er würde den Pinselmit der Feder vertauschen. Allein, umsonst! desTags ward geschrieben, und des Nachts gezeichnet.Ein Maler, mit Namen Beßler, Schüler vonMengs, lehnte ihm Originale (?), »nd verschaffteihm durch Hülfe des H. von Silvestre, damaligemAkademie-Direktors, Zutritt zu der Akademie, woer so schnelle Schritte that, daß letztrer bewogenward, denselben (1766.) der Kriegsgefahr zu ent-reißen, und ihn mit sich nach Paris zu nehmen.Dort arbeitete er unter vielen UngemachlichkeitenTag und Nacht, und genoß die Bekanntschaft großerKünstler, vornehmlich Wille'S. Endlich war er soglücklich, durch einige gut gerathene Copien dieGnade der damaligen Dauphine, als KuriachsischecPrinzessin, zu erwerben, und dadurch seinem Kum-mer ein Ende zu machen. Sein Haupttrieb gingauf eigentliche Geschichte; weil aber s^ine großenBilder schlecht bezahlt wurden, und der FranzösischeGeschmack der Zeit mehr auf Kabinetstücke fiel, soergriff er die Gattung von Grenze, war glücklich,und verdiente viel Geld. Dann aber änderte erseine Manier, um Original zu werden, und malteäusserst fleißig in Mischers Art Französische Trachtenund Sitten. Durch Vermittelung des H. vonHagedorn ward er hierauf 1770. in sein Vaterland,als Mitglied der Dresdner-Akademie, mit einigemGehalt berufen, erhielt Beyfall, und war äusserstbemüht, eine so gute Aufnahme zu verdiene». Um1772. wurde er bey der Meißner-Porzcllanfabrikals Qbermalcr-Vorstchcr und Dirckror der dasigenZeichenschule angestellt, wo er sich durch einen neueingeführre» Geschmack vielen Ruhm erwarb. (Dortwar I. D. Schubert sein Nachfolger). In 1774.erhielt er die Stelle eines Professors an der Aka-demie, und bildete in dieser Eigenschaft manchenguten Schüler In 1777. ward er, neben Casanova,zum alternircnden Direktor der Akademie ernannt.Späterhin hatte er neuerdings im historischen Fachegearbeitet, aber, nach dem Urtheil der Kunstl ichter,mit weniger Erfolge. Von seinen Gemälden undZeichnungen (die meistens in Kupfer gestochen sind,obgleich selten zu seiner Zufriedenheit) führt Mensell. 0. die Menge, aber bey Weitem nicht Alles an,was bis um 1778. aus der Hand dieses uncrmüdetenKünstlers kam, der besser, wie sonst kein andrerbiederer Deutscher, dem Genius seiner Zeit zuhuldigen wußte. Vördcrst seine Arbeiten zu Paris ;wie z. B. das historische und allegorische Bildnißdes Dauphins, und diejenigen der Frau von Pom-padvur und der Madmois. Clairon . Dann Gat-tungsstücke (über 80.), eine Jo und Jupiter, undviele Zeichnungen für die Encyklopedie. Hierauf,nach seiner Rückkehr gen Dresden (neben zwey vor-züglichen historirten Bildern, das eine auf die Ge-nesung der verwittweten Frau Kurfürstin, welchesCcccccccc 3