Schildbach.
Ein schönes Bildniß von dem Arabischen PrinzenScidid Saiff Habai'sci, von ihm 172/. gemalt,befindet sich auf der Kunstkammer zu Gotha . Hel-ler'« zehn Sammlungen sonderbarer Merk-würdigkeiten aus Thüringen (Jena und Leipzig «731. 4 °.) S. 35 /. Dann in der Sakristei) derHofkirche zum Friedenstein, ebenfalls in Gotha ,in Lebensgroße diejenigen der OberhofpredigerG. Rosenthal und H. Feustking. Gorha, scherLirchen- und Schutstaar l. (Z.) 193 Gestochennach ihm hat Lh. G. M. Preißler dasjenige vonE. S. Cyprian.
Schildbach, Schilbach, Schielbach(Christian Friedrich Heinrich, gewöhnlich Hein-rich), nicht unwahrscheinlich des Obigen Sohn.So heißt im Gorhaischen Hofkalendervon 1770. ein damaliger Herzog!. Hoftapeten-maler zu Altenburg . Derselbe bekleidete überdiesdas Amt eines Brunneninspektors bey dem mine-ralischen Wasser zu Ronneburg , und war noch1801. am Leben. Nach ihm gestochen hat Tyroffeine ziemlich magere Aussicht gedachter StadtRonneburg , in gr. Fol. Dann G. L. Crusiusein i/Hg. zu Eisenberg im Altenburgischen gefal-lenes monströses Fohlen mit vier Augen; und1792. Capieux einiges an Vögeln für den drittenTheil von Bechstein's Naturgeschichte Deutsch-lands nach allen drey Reichen.
— — (Heinrich), ein Glasmaler zu Ober-Jugcl im Königl. Sächsischen Erzgebirge . Erlebte um den Anfang und bis gegen Ende desvorhergehenden Jahrhunderts, und wird gelegent-lich erwähnt in T. G. weise'« : Etwas von demCatechet-Georgischen Geschlechte in Budissin (das. 1773. 4°) S. 8 .
— . — (Johann Christian), Maler, standin Diensten des Herzogs von Gotha , früher alsPagenhofmeister, spater als Herzog!. Eekretairund Aufseher über die Kunstkammer. In letzterenBestallungen mag er auch zu Gotha um 1760.gestorben seyn. Nach ihm gestochen hat I. G.Winkler zu Nürnberg 17 ,2. das Bildniß der vcr-wittweten Herzogin von Sachsen-Golha, Magdarlcna Augusta.
— — ( ) hatte anfangs zu Cassel das
Amt, die zahmen und reißenden Thiere zu füttern,wurde dadurch zur Naturgeschichte und überhauptzu den Wissenschaften angereizt, und erhob sichso in kurzer Zeit, mittelst seines ausgezeichnetenGenies und ungeheuern Eifers, zu einem dergrößten Naturhistoriker Deutschlands . Ungeachteter nie Unterricht im Zeichnen oder Malen genoß,so war er doch ein guter Gemaldekenner; eben sohatte er von sich selbst erlernt, Früchte jeder Artauf eine unvergleichliche Art in Wachs zu bilden,und besaß eine herrliche selbst verfertigte Samm-lung dieser Art. Zu Cassel lebte er noch um 1796.wie wir in einer Reisebeschreibung lesen, elend unddürftig, und wandte, was er erübrigen konnte,auf die Vervollständigung seiner verschiedenen aus-gezeichneten Sammlungen, die er jedermann mitder größten Dienstfertigkeit zeigte. Unter diesenSchätzen befanden sich die Hessischen Hölzer, unddie besonders instruktive Anordnung derselben;dann ein Band in gr. Fol. mit 60. ausgemaltenFederzeichnungen der Sibilla Merian, zur Natur-geschichte von Surinam gehörig, besonders merk-würdig. Hirsching'« iJachr. von Kunst-sammlungen V. 281 erinnern, daß Schildbachnicht genug in Wachs possiren könne, um alle Be-stellungen, die sogar von Frankreich aus (wohinihn Büffon vergebens zu ziehen suchte) an ihngeschehen, befriedigen zu können.
Schilde (Christian Gottlob ) und JohannGocrlob Hempel waren 179b. als Amtswerk-meister zu Mügeln in Sachsen angestellt.
Schildhorn (Johann). So heißt in Flor.l! eip ; 1 g ohne Weiteres ein dortiger Bildhauer imvierten Jahrzehnd des XVIII. Jahrhunderts.
Schilling.
Schildknecht (Wendest»), Fürst!. Pvm-merscher Ingenieur und Zeugmeister, zugleich auchOberland - und Feldmesser zu Stettin um die Mittedes XVII. Jahrhunderts. Derselbe hatte früher-hin, unter König Gustav Adolph, in den deutschen Feldzügcn, seine vornehmsten Erfahrungen undAusübungen gemacht; deswegen ist auch ein vonihm herausgegebenes Werk über die Kriegsbau-kunst: Harmonia in b'ortaliküs construenüis,Neksnäenstis et oppu^nanclis durch rc. (Alten-Stettin 1662. Fol. 3 . Lhl. mit Kupf.) besondersmerkwürdig. Scheid els mathemar. Bücher-kenntniß, Band I.
* — — s. auch Schiltknecht.
Schlier oder Schilles (Michael An-gela) nicht Schell« , wie er im Register des Ka-talogs von Salzrhaluin durch Druckfehler heißt.Von ihm sah man einst in gedachter Galerie einenackte Venus, von Cupido hinter ihrem Bette be-lauscht; und eben so eine nackte Diana auf demBette, Pendants von 4^ 8 " Breite und 5 ^ ü"Höhe.
Schille (Hans van) wird in Scheibe!'«marhemar. Bücherkennrniß, Band l. S. 12Z.als Berfasser folgenden Werkes angeführt: kormon<l Weis baxven, Zimmern machen onäsuss rivv richten, mit kloclrkeusern, Orsbenon <1 Wellen null auch sonsten stercllenallerley xvekrlicüs Vestunß, 8chlc>sser, stür-ben onll 8tellt. lVIaniere, cie bien bsstir etc.-zntvverpise (az>. (1er. äe )olle) 1H80. Nr.r-a-r.Vc/ri//e Ingenieur et OeoArsphe, inventor,mit Kupfern.
* Schiller oder Schilling (Lorenz).Schilling scheint der richtigere Name vielesStahl- und Stempelschneiders in der ersten Hälftedes XVII. Jahrh, zu Frankfurt am Main gewe-sen zu seyn. Von Ihm nennt Hüsgen (N. A.142—43.) verschiedene Schaupfenninge von 1611—26. So z. B. neben dem mit dem Grundrisseder Stadt (161,.), für dessen Stempel ihm >g 3 . fl.bezahlt wurde, zwey andre auf den in 16 r8. er-schienenen Kometen. Seine Arbeiten bezeichneteer bald mit seinem Namen, bald mit den einzel-nen Buchstaben H. 8. Nach seiner Zeichnungdann hat Sebastian Furk einen Prospekt der StadtFrankfurt gestochen, der (nach Hüsgen'« Urtheil)wegen seiner Pünktlichkeit und nette» Stiches nachW. Hofmanns seinem den ersten Platz verdiene.Er lebte noch 1(126. Tl^c.
— — (Michael) von Breßlau , bemalte imI. 1679. die Decke der Stadtkirche zu Meranaim Schönburgischen. Man zahlte ihm 58 . fi.dafür. Jac. Ränffr's Lurzer Bericht vonMerana 1621. in Handschrift.
— — ( ). So hieß ein Baukondukteur
— — ( ) ein Zeichenmeister zu Zelle im
Braunschweigischen um i6öj Er war der ersteLehrer des berühmten Manyoki. Da« Neuesteaus der anmurhigen Gelehrsamkeit. Christ-monat 1767. (Leipzig 8".) S. 669.
Schlllersheinr ( von). So heißt imTüb. Morgenbl. 1810. Extrabeyl. S. 16. bey-läufig ein,wahrscheinlich noch lebender (Wo?) vorzüg-licher deutscher DUettante von Medaillen u. Gemmen.
Schtllimans (Franz). Der Laralog derBibliothek von I. F. Christ ?. II. S. 205.N°. 7184. nennt so (wäre Gillemans nicht rich-tiger?) einen Kupferstecher, der nach der Zeich-nung von Adr. van der Denne, zu: Aar. t 7 atr:ir8ilcnus ^lciviacles, seu prcrteus etc. (be>A.Ist. et Aall.) Amsceloä. 1718. und zu: HnLii. No-nita Amoris virßinei (bel^. et Ist.) ibill. (beydesin 40.) gestochen habe.
Schilling.(Felix Nepomuck), zweyter Sohndes unten folgenden Josephs, geb. zu München