Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1497
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Schilsky.

bild. Rünste III. i. S2. heißt es von dem Ur-bild« Das Schauerliche der Gegend, die Stilleund Einsamkeit, Alles charakterisirl einen Lieblings-ort des fein fühlenden Denkers".

Schilsky ( ). Nach einem uns sonst

unbekannten Künstler dieses Namens hat D. Ber-ger die katholische Kirche zu Berlin gestochen.

Schrlson (Freyher von), Kaiser!. Königl.Kämmerer und Rath bey der Ungarischen Hof-kammer in 1782. In dem Ungarischen Magazin,B. II. St. i. (Preßburg 1782. 8°.) S- 2. heißt es,daß derselbe, der schon so manche Proben seinervorzüglichen Einsichk in den schönen Wissenschaf-ten und freyen Künste» ablegte, auf das Abster-ben der Kaiserin Maria Theresia eine Zeichnunggefertigt, die Schmutzer in gr. Fol. gestochen habe.

* Schlltknechr od. Schildknecht (Jo-hann Reinhard), wahrscheinlicherJoh. Reinhold.So heißt er wenigstens auf dem Bildnisse desRcchtsgelchrten B. Carpzov des jüngern, welcheser, so wie andre ähnliche, ohne wettern Namenals den (einigen gestochen hat. Andre Bildnissevon ihm kennt man, z. B. der Margaretha Re-strum nach tz. Spetner sehr mittelmäßig; danndes Churfürsten Joh. Georg I. von Sachsen (frey-lich Copie nach I. Sandrart) Xic. Müller exe.noch eines von seinen Beßten.

— — (Niclaus), ein uns übrigens unbe-kannter Architekt dieses Namens baute 17 . . dieschöne H. Geistskirche zu Bern .

— — s. oben auch Schildknecht.

Schiniek (Maximilian), Mitglied des Or-dens der frommen Schulen zu Wienerisch-Neu-stadt, dann seit 1787. Abbö (so. Abt) daselbst,endlich Pfarrer zu Rabenspurg in Niederöstreich;ein Landkartenausfertiger. Sein Oestreich-Rus-sisch-Türkischer Kriegsatlas (Wien bey Schrambl1788. Pr. 6. fl.) wurde von Sachkundigen ebennicht günstig beurtheilt. In dem großen Schtambl-schen Atlas findet sich von ihm (1788 entworfenund vielleicht aus obigem Kriegsatlas) das König-reich Bosnien und die Herzegovina. Schiniekwar zu Neudau in Steyermark 1748. geb., undst. 1798. Meusei's gel. Deutsch!, u. a. O.

Schimmel (Joh. Ludwig), ein sogenannterBriefmaler und Formschneider zu Frankfurt amMain um 161h. Man findet von ihm zwey histo-rische Holzschnitte, welche einen dort verübtengroßen Diebstahl zum Gegenstand haben. Hüs-gen N. A. S.

Schimpfermann (C. G.), ein Maler,welcher, ungefähr um 1760. zu Naumburg geboren,sich auch um 1795. daselbst noch aufhielt. Thorsnett hat »ach ihm eine Ansicht der Schulpforte inqu. Fol. radirt. Auch er selbst soll die Nadel ge-führt und eine kleine Landkarte zu dem Gesang-buchs der Stadt Freybucg in dieser Art gelieferthaben. Alle hier genannte Ortschaften liegen inThüringen .

Schinbain (lat. ?rör'anm) (Joh. Georg),von Freyburg in Brisgau gebürtig, war lareins-scher Schulmeister zu Diberach, und gab 1678.eine ziemlich saubere und genaue Charte vom Do-densee aus Licht-

Schinck, s. unten Schink.

* Schindel (Joh. Wolfgang), st. 1774.85 . I. alt. M>c.

* — — richtiger Schindler (Rosina, od.Rosina Elisabeth). Sie war eine geborne Kär-ner aus Leipzig , ^rc.

* — — ( ) In Rlyber's Specifikation

der Schildereykammer zu Weimar (das. 1729. 4°S. 27.) findet man von diesem Maler, der viel-leicht mit dem Bernb. Schendel des Lex. nureine Person ist, rubrizirt: Zwey sehr lustige und

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volkreiche holländische BauerM-Collationes, sehrwohl gemalt. Gedachte Gemäldesammlung istaber schon längst in Flammen aufgegangen.

Schindel mayer (Carl oder Conrad), eindeutscher Kupferstecher zu Wien . Von ihm kenntman drey Landkarten mit türkischen Namen undCharakteren, welche der Pros Chabert an der orien-talischen Akademie zu Wien besorgt hatte, und derdortige türkische Geschäftsträger Const. von Libaldkin 1804. von unserm Künstler stechen ließ. Auchin dem großen Schrämblschcn Atlas trift manBlatter von ihm an. Dann das Titelblatt zudes Grafen von Batthyany Reise nach Constan-tinopel (8°. Pesth , 8io. bey Hartleben), welchesdie Aussicht des Kiosk's zu Bedeck darstellt.

Schindler (Anton), geb. zu Warschau 1775.lernte die Zeichenkunst in der dasigen Akademie beyBazzarelli, und die Gchrift-Kupfcrstecherkunst un-ter Leitung des Professors Kellerhover. Bald aber(1785.) widmete er sich der Tanz- und Schauspie-lerkunst auf französischen und deutschen Theatern,durchreifte Rußland, Pohlen, Deutschland unddie Schweiz , und wurde endlich (1792 ) als Chur-fürst!. Hofschauspicler zu München angestellt. In1799. verließ er, nach einer getroffenen Vortheil-haften Heurath auch diesen Beruf, und widmetesich dem. Handelsstand. Mehrere von ihm gesto-chene Schriften beweisen übrigens, wie gut erdiese Kunst auszuüben verstand. Lipowsky.

— — (Carl August ), ein Zeichenmeister zuDresden , wird in dem Dresd ner - Adreß-kalender auf 1810. S. i8Z. angeführt.

— — (Jacob), von Luzern in der Schweiz ,Chorherr zu Münster in dortigem Canton, einKunstliebhaber Von ihm kennt man ein geetztesBildniß des Luzeruischen Schultheißen ChristophPfyffers (st. 1674.). Hinwieder- hat C. Meyervon Zürich etwas uns Unbekanntes nach ihm ge-«tzt. Mrc.

*— (Johann). Derselbe malte in 1674.auf Befehl Kaiser Ferdinand III. die Ansicht vonCarlsbad , was F. Hcnricus in einem großen Blattenach ihm gestochen hat.

— — (Philipp Ernst), Director der Malereybey der Kaiser! Konigl. Porzellanfabrike zu Wien ,geb. zu Dresden 1720. Nach Wien kam er 1760.und erhielt gemeldtes Directorat 1770. In hohemGrade besaß cr die Kunst, die Farben durch Schmel-zen auf Gold zu kragen. Meusel's rI. A. L.setzt ihn (doch zweifelhaft) um 1809. noch unterdie Lebenden.

— (Rosina Elisabeth). S. dieselbe obenund im Lex. unter dein irrigen Namen Schindel.

Schink oder Schinck ( ) malte das

trefliche Choraltarblatt der Stadtpfarrkirche zuBurghausen in Oberbayern. Es enthält die Him-melfahrt Mariä . Auch in einigen andern Kirchendieser Stadt finden sich hier anzuführende Bilder.So z. B. in der Kapuzinerkirche der H. Antonvon Padua nebst dem H. Fidel; und der H. Felixnebst Sankt Joseph a Leonissa, beyde von de laLroce zu Burghausen . In der Kirche der engli-schen Fräuleins das Choraltarblatt, die H. Schutz-engel, von Lorenzonl aus Salzburg . In der Kirchezum H. Kreuz oder St. Alban, außer der Stadt, dasChoraltarblatt von Job. Anton Adler rc. Hir-sch in g's zslachr. v. Lunstsamml. V. ic»8. 10g.

Schinkel ( ), Baumeister, Decoratlons-

und Landschaftsmaler in Berlin , Schüler des vor-züglichen Landschafiszeichners Nösel. Nach seinenZeichnungen finden sich in Bußler's Verzie-rungen aus dem Alterthum (.0. Berlin 806.)3 . Tafeln (XV.. XXIII. ». XXXV.) Borde vongothischen Gebäuden zu Rovigno in Jstrien, zuPavia und zu Magdeburg , welche zu dem Schön-sten dieser Art gehören. In 1808. stellte er einPanorama von Palermo aus, welches im Tüb.Eeeeeeeee