r§i8 Schmidtleith.
Gchmidtleirh (Andreas). Ein solcher hattemit und neben Albinus Gerber Antheil an Ver-fertigung der vielen Bildhauerarbeit an der in 1680.zu Frankfurt am Main neu erbauten St. Catha-rinenkirche. Hüsgen zJ. A. 2Z7. Berichtigehienach auch oben den Art. von Gerber.
Schmtdtner ( ). Einen Künstler dieses
Namens nennt der Katalog der L. WülffeldschenZeichnungen. S. auch unten Schmimer.
— — s. unten Schmimer.
Schmidtz, s. bald unten Schmichs oderSchmitz.
Schmied (Caspar), ein Baumeister und Zim-mermann, welcher i 654 - das abgebrannte Rath-haus zu Züllichau in der Neumark wieder auf-erbauete. S. Wilcke zshronik der jOreußis.Sradt Züllichau , (das. 1753.4°) S. 1, 8 .
— — — — ein berühmter Schreibemeisterzu Nürnberg , welcher die Wittwe von JohannGrabner'n, teutschen Schul - und Schreibmeisterneben daselbst, heirathete. Letzterer war in gleicherKunst berühmt, so daß er hierin einem alten Nü-renberger-Künstler, Guldenschreiber (vielleichtein Vorfahr von Andreas Gulden in gegenwärti-gen Ausätzen) genannt, noch vorgezogen wird.(Grabner blieb in der Affalterbacher - oder Nürn-berger-Schlacht i5»2 ) Auch Alexius Birnbaum,Bnrtholomaus Zolcher und Conrad Glaser thatensich zu Anfange des XVI. Jahrhunderts zu Nürn-berg in der Schreiberey hervor. will Aürn-bergische Münzbelustig. IV. 270.
Schmied (Johann), Bürger und Steinmetzzu Dresden , um die Mitte oder gegen der IctzternHälfte des XVI. Jahrhunderts. Seiner erwähnendie Personalien der, von I. welker gehaltenen,Leichenpredigt des Georg March (Dresd . 1654.4°.)
— — (Johann Martins, ein Maler von Linz .In der Klosterkirche zu Aspach in Nieoerbayern,sieht man von seiner Hand das Chorblakt (mit demEvangelisten Matthäus), die drey Heiligen auf derEvangelien-und drey andere auf der Epistel-Seite,so wie das alte Blatt in der Todtenkapelle. DieSt. Michaelskirche an eben diesem Orte ist vonFranz Anron Rauscher in Fresko gemahlt undvon Modler mit Stuccatur geziert, der hier vor-züglich vier Altare von Gipsmarmor verfertigte.Von einem Franz Rauscher (gewiß mit obigemEine Person) findet sich auch in der prächtigenKlosterkirche der Abtey Ober-Altaich, rückwärtsdes Hochaltars, ein H. Benedikt. HirschingsbZachrichr. v. Runstsamml. V. Ob übrigensunser Künstler mit dem oben angeführten MartinJohann Schmidt nicht Eine Person sey, ist nochdie Frage?
* — — s. auch Schmid, Schmidt,Schmit, Schmiths und Schmitt.
Schmiedecke (Friedrich August), ein Mi-niaturmaler zu Leipzig , wo er 1784. gebohrenwurde und 1810. noch lebte. Derselbe hatte seineStudien auf der Akademie zu Dresden unter Schoe-nau, und auf der zu Leipzig unter Schnorr gemacht.Nach dem Grade der Bezahlung verfertigte erleidliche Bildnisse (nie ganz im Profil gesteht,meist mit den Anfangsbuchstaben seines Namensbezeichnet), auf welche Kunst er auch bisweilenAusflüge nach Berlin, Dresden u. a. unfern ge-legnen Oertern unternahm.
Schmieder (Dr. Carl Christoph ). Ein sol-cher gab: Handwörterbuch der gekämmten Münz-kunde, für Münzliebhaber und Geschäftsleute. 8°.Halle und Berlin 811. Waisenhaus. 1. Th. 16. Gr.
— — ( ), ein Steinschneider zu Dresden ,
welcher dort um der Mitte des XVIII. Jahrhun-derts arbeitete.
Schmredlein oder Schmiedelein (Be-nedict); ein Goldschmied zu Leipzig um 1662. ik/Lp.
Schmiths.
Schmied lein (Gottfried Benedict), einArzt zu Leipzig , dort.geb. 1739. und Mitglied derdasigen ökonomischen Gesellschaft. Zu seinen Na-turhistorischen Schriften verfertigte er selbst dieZeichnungen. So z. B. zu seiner: Einleitung indie Insecrenlebre, (Leipz. 1786. 8° ); die Blattersind von H. Müller gestochen; Lehrbegrif derEntomologie. I. Th. (Leipz. 795. 8°) gestochenvon Hoppe., In 1801. war er noch am Leben.
— — (Johann Gottfried), Architekt zu Leip-zig , der daselbst mehrere der schönsten Gebäudeaufgeführt hat, die sich durch edle Form, Bequem-lichkeit und Festigkeit auszeichnen. Sein Haupt-werk ist das Gewandhaus von 1740.; nächst die-sem der Thurm der Johanniskirche von 2749.,Kochs-Hof, Haugk'sHaus, das sogenannte Klo-ster u. s. f. Dieser geschickte Mann st. 1755. 6 ». I.alt, als des Rathes Obervvigt zu Leipzig . Ge-schichte u. Beschreib.»'. Leipzig f. Fremde».Reisende (das. 8°.) S. 22.; Leipziger-Annaliste Jahrg. i/ 55 . S. 8 c> 5 . Von Kochs-Hofehat Sysang, nach seiner Zeichnung 5 . Blätter An-sichten und Durchschnitte in gr. fol. geliefert. Seineignes Bildniß in 8°. stach, nach Hausmann, Berrnigeroth 1756 .
Schmiedler, s. oben Schmeidler.
Schmilh (M-), s. Schmitt.
* Schmißen, s. Smißen.
Schmit (C.). Von einem uns sonst ganz un-bekannten Stecher dieses Namens wird irgendwoein St. Victor, ohne weircrn Namen, alö denseinigen, angeführt.
— — (Martin), s oben Schmidt (MartinJohann), und Schmied (Joh. Martin).
* — — s. auch Schmid, Schmidt,
Schmied, Schmiths und Schmitt.
Schmiths od. Schmirtz (H. N.), Zeichner,Kupferstecher und Kupferetzer, geb. zu Kaisers-woerl bey Düsseldorf 1758. und Mitglied der dor-tigen Kunst-Akademie. Er war eines armen Flei-schers Sobn, und zu dessen Berufe bestimmt.Durch Zufall wurden seine Talente schon frühedem damaligen Aufseher über die Düsseldorfer-Gallerie, Krähe, bekannt, und von ihm und anderngroßmüthigen Kunstfreunden unterstützt. Sogleichverließ er sein Handwerk, fieng das Zeichnen nachGrundregeln an, lernte Geometrie, und studirresteißig Geschichte. Nach zwey Jahren sandte manihn nact> Paris , wo er sich vier Jahre lang unterWille mir »»ermüdetem Eifer im Kupferstechen übte, und alsdann nach Düsseldorf zurückkam,wo ihn Krähe bey der Gallerie anstellte, auf seineKosten arbeiten ließ, und ihn endlich, durch einZusammentreffen romanhafter Umstände, welcheRost ( II- 356 — 59 .), der Frau von la Röche( S. Armbrusters Schrv. Mus I. 29. ff.) nach-erzählt, i. I. 1782. mit seiner Tochter auf eineWeise vermahlte, welche dem Herzen dreyer Men-schen gleich große Ehre machte, nachdem Schmithszu gleicher Zeit durch die Großinukh des damali-gen Churfürsten von Bayern ein Jahrgehalt von600. fl. erhalten hatte. Dieser merkwürdige Künst-ler soll aber in der Blüthe seiner Jahre, bald nachseinem Schwiegervater (st. 1790.) ebenfalls ver-storben seyn. So heißt es bey Rost l. 0. Inzwi-schen setzt ihn Mensel, der zuerst von ihm 1789.spricht, im iJ. R- L- noch unter die Lebenden,ohne jedoch von ihm spatere Daten, als diejeni-gen bey Rost zu geben. Unter seine vorzüglichstenArbeiten gehören: Eine Kindergruppe nach Ru-bens; Jesus und Johannes als Kinder, nachGarcellmo; und Christus welcher der Magdalcnaerscheint, nach Daroccio: Alle drey aus der Düs-seldorfer Gallerie; dann eine: Vus äs la psrirsl)our supsrieure äs ls msison äs äs
pomysF,, nach Despre's Zeichnung von Bertholctgeetzt, und von S- mit dem Grabstichel beendigt,für die: Vo^SAe pittoresqus äs diiixles P. I.