Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1588
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1588 Screta.

führt gegen 20. hauptsächlich von B. und Ph.Kilian, und Matth . und Melchior Küssel nachihm gestochene Theses, wahrscheinlich bald immermit Bildnissen begleitet, an. Dann einen Chri-stus am Kreuz. , ein großes Blatt von C. Dooms;einen Mannskopf in Profil von W. Hollar (schon1627.) und eine Stadt Prag von dem erwähntenWeißhuhn. Auch G. Bouttats und Dankerts hat-ten nach ihm gearbeitet. Lauf M-rL/e»-. Dortwird auch ein sehr großes Blatt in zwey Blät-tern, allegorischen Inhalts genannt, das zugleichdie Genealogie und Großthaten der Familie Lob-kowitz, mit einer Menge Bildnissen und Statuenaus derselben vorstelle, und ausdrücklich mit: Car.screta /ec. 1666. bezeichnet sey. Auch Malpesagt, daß er einige Blätter theils geetzt, theilsmit dem Grabstichel geliefert, und solche meistmit 0. 8. 6 (obemu8) signier habe. In neuernTagen (180).) wird wieder nach einem Altarblattvon ihm: Die Enthauptung von St. Barbara,ein großes 29" hohes und 19 breites Blatt,nach I. Berglers Zeichnung von Wenzel Schuld-hes zu Prag in Aquatinta gestochen, angezeigt,gerühmt, und zu 4. Thlr. zu Kauf ausgeboten.Mensel Auch. j. (2)

Screra od. Screro (Michael), ein Maler,der in der letzter» Hälfte des XVII. Jahrhun-derts, vermuthlich in Sachsen lebte, vielleicht einSohn von Carl. Das Bildniß Johann GeorgII. Churfürsten von Sachsen hat I. Dürr in kl.Fol. nach ihm in Kupfer gebracht.

Scrivano (Peter Ludwig), ein in der Bür-gerlichen und Kriegsbaukunst so erfahrener Mal-theser- Ritter, daß er von Carl V. i 534 - jumCommissar bey Erbauung des neuen Castells zuAquila bestellt wurde, was man damals für einWunder von Bevestigung hielt, jetzt aber für sehrunbedeutend zu achten ist. Mi-xua (Lll. terr:.)II. Ü 3 - 64 .

Scriven (Eduard), historischer Kupferstecherdes Prinzen von Wales, arbeitete für die bekanntePrachtausgabe von Shakespear ein Blatt nachR. Westall: Casar's Geist erscheint dem Brutus.Geffenrl. (Jachr. Dann um i 8 o 3 . nach Eben-demselben Sappho (3 fl. 3 o kr.) und die ländlicheRächerin (5 fl. 3 o kr.) Allgem. RunstzeirungE. 207. u. 20g.

* Scuarz (Christoph). So verstümmeltselbst ein Lanzi unsern berühmten deutschen Chri-stoph Schwarz.

Scudery ( ). Nach der Zeichnung eines

Ingenieurs dieses Namens hat Cl. Goyrand:Vuss et Cerspectives äe i'^oguelluc: ü'^rcueilgestochen.

Scuole (Johann Baptist delle). Don einemsolchen uns sonst ganz unbekannten Maler siehtman in dem Saale des päbstlichen Collegii zuPavia eine große Tafel, worauf die Schlacht beyLepanteabgebildet ist. Beyßler Briefe XXXVII.

Sculreeus (Bartholomaus), ein Mathema-tiker und Zeichner, der auf Verlangen des Chur-fürsten August von Sachsen eine Karte von Meis-sen, und auf das der Oberlausitzischen Ständeeine solche von der Oberlausitz ausfertigte, welchebeyde in Holz geschnitten vorhanden sind. Jeneseine Originalzeichnungen, und dann einen Abrißden er von dem zu Görlitz erbauten HeiligenGrabe genommen hat, findet man noch auf deröffentlichen Rathsbibliothek zu Görlitz . Bartho-mäus, geboren i 54 v> zu Görlitz , hielt anfangszu Leipzig mathemathische Vorlesungen (damalsbefand sich Tycho de Brahe unter seinen Zuhörern),war aber schon 1570. in seiner Vaterstandt in An-stellung und starb auch dort 1614. als Bürger-meister. Er stand in solcher Liebe bey seinen Mit-bürgern daß g/so. Mannspersonen seine Leiche zuGrabe brachten; und in solchem Ansehen bey Für-

Scymnu s.

flen und Gelehrten, daß Kaiser und Pabst seinGutachten über die vorzunehmende Kalenderver-änderung verlangten. Unter dem Namen Scholzvon Schollenftern, erhob ihn Kaiser RudolphII. in den Adelstand; aber nur Er machte ausDemuth keinen Gebrauch davon, und überließseinen Nachkommen diese Ehre. Man kennt einin Holz geschnittenes Bildniß von ihm in 4^Drro's Lex. der Gberlausiizischen Schrift-steller und Rünstler B. > 11 . Beyde obgedach«ten Landkarten sind äußerst selten. Die erstere,welche Meisten und einen Theil der Lausitz enthält,erschien zu Gvrlitz 1269.; Kopien davon findetman in des Drrelius: Nüeatrum ordis terra-rum (in allen Ausgaben von 1H78—1612.), indes Cellgrius 8pLculo (T^nt'.vsrp. 157Z.), jnDuad's geographischen Schriften u. s. f. Dieandere von der Oberlausitz, trat zu Görlitz 1693.aus einem großen Bogen ans Licht, und wurdevielmals kopirt. Auf der Milichischen öffentlichenBibliothek zu Görlitz wird die Holzplatte davonaufbewahrt. Mehr hierüber, sagt Adelungs Verzeichnis der Landkarren u. topographi-schen Blätter der Sächsischen Lande.

Sculretus (I.). 'Ein solcher soll eine Land-karte von dem Gebiete von Grotkau und Reiß inSchlesien gezeichnet und ans Licht gestellt haben.

* Scurellari (Andreas), lebte wenigstensnoch i 588 . Jn der Kirche St. Quirido und Ju-lita zu Cremona steht man von ihm eine Anbe-tung der Hirten; und in der dortigen Collegiats-kirche St. Agatha eine Verkündigung des Engels;ein Bild (sagt Zaist II. 29.), das (wie es scheint,mehr als erstgenanntes) » schon ins Große giebt."

* — — (Franz), der im Lex. unter dem Art.des Obigen erscheint, und ebenfalls im XVI.Jahrh, (schon um i 54 o-) blühete. Zaist (II. 28.)nennt von ihm ein Bild in der Abteykirche Sr.Pietro al Po zu Cremona , welches St. Joachimim Gespräche mit St. Anna darstellt.

* Scxlax. Den Satyr-Kopf, dessen dasLex. gedenkt, nennt von Murr einen Pans-Kopf;derselbe befand sich im Kabinett Strozzi zu Rom ;und, neben dem Herkules dem Musagete, auch einAdler auf einem Carniol im Kabinett Tiepolo zuRom . Ueberdies ein Riese, der einen Raubvogelaus einer Höhle zieht, sowohl auf einem Sardo-nyx im Kais. Kabinet zu St. Petersburg , als aufeinem Carniol im Kabinett Townley; endlich derNiese Lyphon, der mit einer in einen Hirschenverwandelten Diana kämpft, auf einem Sardonyxim Kabinet Stosch. cie Mirr, s. v. 8'cr/a.v.

* Scxllis und Dipoenus, die Bildhauervon Crera. Nach Einigen lebten sie gleich beyAnfang der Olympiaden. Ob sie Söhne oderSchüler des Dädalus von Sicyon , oder desjeni-gen von Athen waren, ist ungewiß, wahrschein-licher aber des letzter», da OIrnius sagt: DerRuf, worin Sicyon wegen seinen Metallarbeilenstand, habe sie dahin gezogen; so wie hingegen,vornehmlich ihrer wegen, die gedachte Stadt beyden Alten die Mutter der Künste hieß. Dort ver-fertigten sie die Statüen des Apoll, der Diana,des Herkules und der Minerva . Zu Argos, Cleoneu. s f. fanden sich ebenfalls viele ihrer Arbeiten,meist in Parischem Marmor; zu Argos auch meh-rere (Anapas, Mnanisous, Hilaria n. Phoebe)von Ebenholz im Tempel des Castor und Pollux(an den Pferden war auch Elfenbein angebracht).Diese beyden Bruder waren die Meister einer zahl-reichen Schule, was schon für ihre Vorzüge zubürgen scheint. S. auch den Art. Dipoenus imLex. und oben in den Zusätzen.

* Scymnus, der Griechische Maler, von

welchem Hipokrates das Bildniß einer Sklavinanführt, blühete zwischen der n«. und i 5 o. Olym-piade. a. Kam 1810.