Band 
Zweyter Theil [3].
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44
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«iovs Larsorilievo in KronÄ) 6» DorrateFo , nsklnLtiie8L 6el 8snto. 63 .

s. Edle einfache Architektur, mit Bogengewöl-ben, wie eine Kirche. Acht sitzende Männer, zumTheil im Gespräch. Einer argumentirt mit geho-bener Hand. Die Figuren bedeutend, doch ebennicht ansgeführt. Auf blau Papier getuscht. 33.

3 . Flüchtige, aber ungemein geistvolle Federzeich-nung. Todter auf einer Bahre, ein Mann mit ei-nem Buche dahinter stehend; andere Figuren ste-hend; sitzend, liegend, in heftiger Bewegung. 34 .

4. Schwadron Reuter mit Schildern und Mü-tzen, mit seltner Leichtigkeit behandelt. Voran tragteiner eine Fahne mit dem Mediceischcn Schilde .Geistreiche Zeichnung mit Bister, schwarzer Kreideund weiß gehöht. Darunter geschrieben: 8! -trove»He stÄNipe äi bruneo. 85 -

Z. Große Federzeichnung. Vier Figuren aufheransprengenden Rossen, und ein Laufender miteinem Schilde (Aus Constantin's Schlacht ist'swohl nicht. 3°).

6. Geistreiche Federzeichnung aus einer histori-schen Compvsition. Drey Männer stehn im Hin-tergrund redend; eine vcrschleyerte Figur kehrt denRucken; eine weibliche trägt Holzbündel auf demKopf. Anbetende in der Ferne. 29.

7. n. Drey Männer stehend; sehr einfach, aberherrlich gruppirt. Federzeichnung. 9.

7. d. Zwey Engel, auch ein sitzender , halbeFigur u. s. s. Rothsteinzeichnung, sehr geistreichbehandelt. 73. Meyer nennt es ein vortrefflichesBlatt, rubrizirt es aber ganz anders, und wohlrichtiger:Studien zu schwebenden Kindern, undHalbfigur eines Jünglings, der auf einer Tafelschreibt."

8. Federzeichnung mit sehr dreister Hand schraf-fier (vielleicht Alexander und Rvxane?) Liebesgöt-ter fehlen nicht, u. s. f. 19. Meyer beurtheiltsie gleicher Weise.

9. Zwey Stücke aus Einem Blatt. Das eine,Federzeichnung mit bräunlichem Tusch: Stehender,bekleideter, graziöser Jüngling; das andere eingeigender Engel, braun auf grauem Papier, weißgehöht. Don dem Erstem sagt der Sammler:

()ue8to älseßno e Primi rullimenti äi /?«/-/ae/Zo sotto kietro?eru§ino. (B- LLXXXH. 22.)

10. Ein Geistlicher, stchnde Figur, getuscht undmit der Feder. Darunter geschrieben: äs! yuuäro

clei ?itti (?) 20.

11. Männlicher Kopf in Lebensgröße. Rothstein-zeichnung, weiß gehöht; bestimmt ausgeführt, mitSchraffirung; meisterhaft. 81. Meyer zählt esz» dem Schönsten:Athmender und wahrhafter"(sagt er)ist menschliche Gestalt kaum je darge-stellt worden; es scheint wirkliches Fleisch und festeKnochen, mit Haut überzogen. Die Augen zeich-nen sich als Meisterstücke eines reinen Contoursaus."

12. Weibliche Figur, die Hände haltend wie dieMedicäische Venus, niedersehend, mit langem Haar;der linke Fuß etwas tiefer. Sie scheint auf Wol-ken zu stehn. Daneben links (unabhängig vonjener) eine stehnde bekleidete Figur; vielleicht einEngel oder ein Johannes? 31.

13. Eine hohe weibliche Gestalt, edel kniend,in langem Gewand und Schieyer, das Gewandüber dem rechten Arm haltend, das in großen,schönen Falten von ihr herabfließt. Im Hinter-gründe Madonna mit dem Kind im Schooß, dasdie Mutter umhalset. Auf grau Papier mit Bley-stift, weiß gehöht. 45.

14. Weibliche halbe Figur, bekleidet, etwasniedersehend. Nicht gerade schon, aber so na-türlich! 12.

iz. Ein niedcrsehender weiblicher Kopf, mit:RnffneUo 6lovinetto bezeichnet, einer Iciner ge-müthlichen Madonnen-Köpfe, in schwarzer Kreide,

weiß gehöht, die Umrisse leider durchstoppt (B.ccxxxn. 20.)

16. Anatomische Studien von Rüphael, mitder Feder (B. ceXXXII. Z8.)

Noch sah endlich Morgenstern im 6XLII.Bande der Florentlnischen Sammlung Nr. 27.eine Zeichnung, von welcher Meyer in den Pro-pyläen (B. I. 1. S. 109.) sagt: »Von Ra-phaels Studienzeichnungen nach den Gemäldendes Masäccio in der Capelle Brancacci al Car-mine zu Florenz ist, aller Wahrscheinlichkeit nach,uns noch eine übrig geblieben. Sie ist in deSMeisters gewohnter Manier behandelt, und daranzu erkennen. Dieselbe stellt die ganze Gruppe vonChristus und den Aposteln aus dem Gemälde vor,wo der Zöllner Tribut fodert." Morgensternhinwieder glaubt, hieran zweifeln zu müssen, fin-det die Behandlung weder frey noch bestimmt ge-nug, u. s. f. Wogegen wir hinwieder wenigstensso viel bemerken müssen: Daß, was die Freiheitder Behandlung betrifft, solche gerade von einerArbeit aus Raphaels frühester Jugendzeit, undnach einem Urbilde von Mafaccio nicht zu erwar-ten stand, und somit H. Morgensterns Vcr-gleichung dieser Zeichnung mit dem oben angeführ-ten Entwürfe zur Wasserträgerin im Jncendio delBorgo kaum paffen kann.

Hinwieder nennt Meyer 12. Blätter, die er(Morgenstern hingegen nicht so) zu dem Vor-züglichen im IXXXII. Bande zählt. Es sind:

1. Jakobs Söhne, die ihren Bruder in denBrunnen stecken wollen, leicht behandelte Feder-zeichnung. Morgenstern rubriziert aus Verse-hen: Leeres Grab. Eilf Figuren schauen, klagendund trauernd herab; ein Paar Kinder naiv neu-gierig. 52.

2. Mit der Feder gezeichneter Entwurf zu ei-nem Theil des Bildes, wo Moses dem Volke dieGesetztafeln ügergiebt. 27.

3 - Zeichnung zum Gemälde vom goldenen Kalb,leicht und geistreich behandelt, auf grau Prpiergetuscht, weiß gehöht. Morgenstern sagt, dasBlatt habe gelitten, und scheint es für zweifelhaftzu halten. 91.

4. H. Familie, wo die knieende Madonna dasan der Erde liegende Kind aufdeckt. Zurück sitztSt. Joseph. Herrliche kleine Zeichnung, al§Baust durchstochen, auf grau Papier, weiß gehöht.Morgenstern bemerkt noch: Durchsicht nach demOchst» der Krippe. 49.

5. Ein anderes liebliches Madonnenbild, nurmit wenig Federstrichen ungemein geistreich gezeich-net. Auch Morgenstern sagt:Sie sitzt mitGrazie, sinnig." 53.

6 . Sehr leicht mit der Feder entworfne undgetuschte Zeichnung für einen Theil des Cartonsvom Tode Ananias .Ein Apostel predigend, einanderer auch declamirend", fügt Morgensternhinzu.

7. Stück einer Steinigung Stephani, leichtmit der Feder umrissen und braun getuscht. Mor-genstern heißt es:Ein Heiliger, nebst mehrernFiguren, halb erloschen." 75.

8 . St. Georg; Umriß mit der Feder, hat alsBaust gedient. Morgenstern fügt hinzu:Demkleinen Gemälde Raphaels im Musec Napoleonähnlich; doch mit einiger Verschiedenheit. 17.

9 ^ Einer von den Päpsten, die im Saal < 5 on-stannns gemalt sind, die sonst von Iuk. Roma-nus erfunden seyn sollen. Immerhin aber scheintdieser leicht ausgetuschte Fedcrumriß von Raphaelselbst herzurühren. Morgenstern nennt sie halbverloschen. 69.

10. Dädalns, welcher der Pasiphae die Kuhschnitzt. Nach Meyer von Jul. Romanus;übrigens schön. Morgensterns Urtheil ist das-selbe. 90.

n. Weibliches Köpfchen mit Rothsiein gereicht