Salze. Tnßammabilien. Metalle. Künstliche Oxyde.
A. Kennzeichen der Mineralien
B. Die Phosphoreszenz.
I
)
Farbe derselben an
Farbe derselben an, in
Mineralkörper.
Dauer der
gröfseren, auf glühender
Dauer der
Pulverform auf die sehr
Phosphoreszenz.
Unterlage erhizten,
Phosphoreszenz.
heifse Unterlage gestreuten,
Stücken.
Mineralkörpern.
/
Gemeines Natron'.
Salpeter .
Kochsalz . # , . ,
Steinsalz, iveifses .
— rothes . • *
Eisenvitriol. * •
Kupfervitriol.
Bittersalz .
^Glaubersalz . . .
( Bernstein ^.
Stelnkolil et (eigentliches V'erbrej G r a p h i t J.
»)
lange
kurz
nicht sehr langekurz
kurz
lange
kurz
lange
heller Scheinnur Funken gehendweijslichmattweifswenige Funkenwenige Funkenebensoebensoweijslich .feurig , goldgelbFunken gehendhell - grünlich
Dauer der
Farbe derselben an,
Mineralkörper.
auf der sehrhpifsenUnterlage erhizten ,
zenz.
Mineralkörpern.
/
Gediegen - Platin, in
Körnern .....
kurz
schwachgelb
Gediegen-Gold, Feil-
spähne . .
kurz
schimmernd
Zinnober, in KornernGediegen-Silber, teil-
. • • •
gelb
spähne .
kurz
matte Funken
Gediegen-Kupfer, in
Stücken .
lange
weijslich
■— W i s m u t-h . (
. . . .
schioach
Malachit, gräßliches Pul-
n. s. lange
glänzend - pomeranzen-
ver ......
färben
Kupfergrün, ebenso
■ - •
starkes Feuchten
Eisen-1‘ eilsp ä'ii n e •
n. s. lange
schwach - weijslich
Schwefelkies,!« KörnernMagnet- Eisenstein,
n m s. lange .
purpurroth ,\ grünlich
in Kornern .
n. s. lange
iveifslich , Funken
Krystailisirter Eisen-
i * * »
strahlende Funken
Rot'li-Eisen stein, fase-
riger . . . ...
ebenso
Spatli- Eisenstein .
. . . •
lange Funken
B o h n e r z , in kl. KornernGrau-Braun Steinerz,
kurz
Funken gebend
in Kornern ....
kurz
hellgelb
Wad.
kurz
rothglühend
Bleiglanz, in ganzen
Stücken .
. . . .
gelb , weifs , grün
Z i n n s p ä h n e . . ,
kurz
Funken gebend , weifs
Z i n k s p ä li n e
kurz
schwaches Ficht
Braune Blende .
längs
weifslichy hletulicli } goldg.
Erdiger Galmei, in
'
Körnern • . • . .
• • . .
kurzer Glanz
Erdkobalt.
n % s • langeo
gelblich
Wismuthglanz, in Kör -,
Starker ins Grüne spielen-
der I arben Wechsel mit
nern .
....
r lamme
v Grauspiesglanzerz •
n. s . lange
iveifslich
dilberoxyd . . . •
n* s. lange
useifs
Eisenoxyd (dunkelgelber
rothes glühendes Licht
Ocker) . .
n. s. lange
-—■ braunes . .
. . . .
Funken sprühend
Bleioxyd, rothes .
n. s. lange
weijslich
ebenso
ebenso
Zin koxyd, weifses . .
. kurz
sehr schwach
' V i s,m u t h o x y d .
kurz
Funken , mattweifs
3. Theorien über Phosphoreszenz.
Mau hat folgende Theorien der Phosphoreszenz :
NewtoiN , das Licht als körperlichen Stoff betrachtend, erklärt diephosphorischen Erscheinungen an Mineralkörpern für ein Absezzeu des, frü-her eingesogenen, oder iutegrirendeu, Lichtes im Dunkeln.
Das Verl ).alten vieler Min eralkörper, in welchen, nachdem sie aufder heifsen Unterlage die Phosphoreszenz verloren haben, diesedurch Einwirkung des Sonnenlichts nicht wieder zu bewerten ist,steht mit Newtos 1 ) Erklarungsweise im offenbaren Widerspruche.
Euler, dein das Licht als etwas Unkörperliches gilt, glaubt dasselbeerrege, indem es auf Mineralkörper wirkt, gewisse Schwingungen in den-selben, die, im Dunkeln noch einige Zeit fortdauernd, sich als Phospho-reszenz zu äufseru vermöaren.
ö
Macquer hält das phosphorisclie Leuchten für einen äufserst schwachenGrad von Verbrennung.
Da der gröfsere Theil der leuchtenden Mineralkörper keinenGehatt an brennbaren Stoffen zteigt, so könnten unter dieser An-nahme nur diejenigen Fossilien begriffen werden, welche entwederInilammabilien selbst sind, oder deren in ihrer Mischung enthalten.
Gren glaubt die Phosphoreszenz in dem Brennstoffe begründet zu fin-den, welcfier , früher durch Zersezzung des Lichtes von den Körpern aufge-nommen, ihnen gleichsam nur anhängend, durch Temperaturerhöhung mitdem Wärmestoffe sich wieder zu Licht verbindet. Chemisch gebundenerBrennstoff werde hingegen nur dann als Licht ausgeschieden, wenn dieMischung der Körper durch Temperaturerhöhung eine Veränderung erleide.So bei dem Löschen des Kalkes.
Die fünfte Theorie sezt voraus , dafs der Wärmestofü, durch Kompres-sion oder Temperaturerhöhung, sich in Licht verwandle, und führt zuBegründung der ersten Annahme, die Beobachtung Deluc’s auf, nach wel-cher, bei gewöhnlicher Temperatur, eine Eisenstange durch wiedej holte Ham-merschläge Phosphoreszenz zu zeigen im Stande ist.
Obgleich durch die e Beobachtung einiges Licht über die Phos-phoreszenz durch mechanische Erschütterung verbreitet wird , indemsie die Phosphoreszenz mit dem Magnetismus in Verbindung bringt,so läfst sie dennoch die anderen phosphorischen Erscheinungenunerklärt.
Die sechste Theorie endlich, diese Erscheinungen aus elektrischen Ge-sezzen ableitend, hat die Beobachtungen Beromak’s gegen sich, nach wel-chen die Blenden auch unter Wasser zu leuchten fortfahren.
Auch späthiger Flufs zeigt fortwährende Phosphoreszenz unterWasser. Dessaiökes ist der Meinung : dafs, da so viele Thatsa-chen zu Gunsten dieser Theorie sprächen, dieser Einwurf nichtvon so grofsem Gewichte sei, als dafs die Naturforscher sich ab-Lalteu lassen sollten weitere Untersuchungen in dieser Hinsicht an-zustellen , um dieselben zu lieben. Schon der Gehalt der gelbenBlende an Flufssäure (nach JBergman ) führt zn einer Annähe-rung in diesen Erscheinungen , zumal da nach Dessaiojnes die flufs-sauren Metalloxyde die eigentlichen Vermittler der Phosphoreszenzin den Arten der Flufs - Ordnung seyu müssen, indem künstlicherflufssaurer Kalk im trocknen Zustande auf keine Weise plios-phoreszirt.
4. Ansichten über die Natur der Phosphoreszenz.
Die Phosphoreszenz der Mineralkörpsr (die der Inilammabilien ausge-nommen ) unterscheidet sich von der Phosphoreszenz der organischen