A. Kennzeichen der Mineralien
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C h
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he Kennzeichen.
dasselbe durch hinreichenden salzsauren Baryt zerlegt wird) entstehen. Erfolgerte daraus, dafs 113, 88 Gewiohtstheile schwefelsaures Kali zusam-«lengesezt seien aus 52, 63 Gewichtstheilen Schwefelsäure und 61, 25 rei-nem Kali, Auf ähnliche Weise suchte Berzelius die Äquivalente für 100Theile reinen Baryt in mehreren schwefelsauren neutralen Verbindungen
auf und da sie sehr gut mit den, durch chemische Analyse gefundenen, Men-gen übereinkamen, so fand sich weiter kein Anstand sie als die genauerenaufzustelleu. Weitere Untersuchungen lieferten auch für andere Säuren annä-hernde Resultate, die in folgender Tafel mit denjenigen für Schwefelsäure undfür Basen zusamnienge-fafst worden sind.
Nachstehende Gewichts theile von Säuren gehen neutrale Verbindungen
Basen:
123,66
arsenige
Saure.
87,11
Wein-
steinsäure.
73,55
Zitronen-
säure.
71,72
Salpeter-
säure.
61,95
Arseuik-
i
säure.
52,63
Schwefel-
säure.
50,0
salpetrige
Säure.
49,60
Sauerklee-
Säure.
38,66Phosplior-, säure.
35,96
Salzsäure.
28,90
Kohlen-
säure.
Baryt .
-
.
100
100
•
100
100
100
Kali.........
.61,25 .
.
•
' .
■■61,25
■
61,68
-
Natron .
.
•
.
40,89
•
*
.
40,81
40,4
36,68
Kalk . . . . . . . . .
.
.
.
•
.
37,76
37,19
Talkerde.
.
.
■- •
26,35
.
•
•
T ii o n e r d e..
-
-
•
22,48.
.
.
•
Ammoniak . . , . . . *
•
•
22,47
22,40
•
22,4
22,33
22,47
Bleioxyd .
147,1
143,44
147,1
146,12
147,1
146,84
147,1
146,7
146,51
145,35 ■
1 ,3.23
Z i n k o x y d .
•
•
■
55,38
.
.
• ‘ -
. -
Silber oxyd .
•
.
-
—--—
•
.
.
150,88
' •
Kupferoxydul. . . . .
•
•
-
.
98,78
•
K u p f e r o ix y d .
•
.
.
•
53,42,
•
■
52,87
•
Eisenoxyd ..
• - •
•
-34,47
. •
•
•
Von diesen Thatsachen ausgehend suchte Berzelius das durch sie wei-ter begründete Gesez der Neutralitätsreihen auch auf die Metalle und aufihrö Verbindungen mit dem Sauerstoffe und dem Schwefel auszudehnön. Bbhsmashatte hierüber schon frühere Erfahrungen aufgezeichnet, die er aber nichtverfolgte. iiicHrün beschäftigte sich ebenfalls eine geraume Zeit damit, bisGAjr-Lussac durch entscheidende Versuche das Vorhandeirseyn des Gesezzes derfesten Verhältnisse bei den metallischen Urstoffen ebenso nacliwiefs , wie e*früher die einfachen festen Verhältnisse, in welchen sich die Gasarten che-misch verbinden, dargethan hatte. 11. Dati’s 1 gvofse Entdeckungen, dafsdie kalien und Erden Oxyde metallischer Urstoffe seien, kamen Berzelius’s '•Abrichten' liier auf halbem Wege entgegen und nun erst war es möglichsich mit Erfolg des Gegenstandes zu bem'eistern. Die neuesten Analysen''Vurden zu Hülfe gezogen und, wo deren Genauigkeit zweifelhaft War, durchneu angestellte Forschungen verbessert.' Ber.zei.ius stellte nun, mit Zuziehungder elektro - chemischen Ansichten , folgende Gesezze auf:
I. Die Urstoffe und ihre Verbindungen, sowohl unter einander alsmit dem Sauerstoffe, theilen sich, nach ihrem elektro-chemischen gegenseiti-gen Verhalten und nach demjenigen gegen die Pole der VoLTA’schen Säule,in zwei entgegengesezte Reihen; in die positiv- und in die negativ - elektrische.
a) Positiv - elektrische , Körper sind alle, . welche in dem Kreise derVoLTA’schen Säule nach dem negativen Pole ziehen.
So die brennbaren Urstoffe, der Schwefel , der Phosphor etc.die Grundlagen der Kalien und Erden , die Metalle, die Salz-Basen.
b) Negativ - elektrische Körper, welche sich an dem positiven Pole der
VoLTA’schen Säule sammeln. *
Hierher der Sauerstoff, alle Säuren und viele Metalloxyde.
c) Abwechselnd - elektrische Körper , die sich in ihren Verbindungenmit Sauerstoff gegen jene bei a) negativ - elektrisch und gegen diebei b) positiv - elektrisch' verhalten.
Wie die Urstoffe, welche auf einer niedern Oxydations - StufeBasen und auf einer höheren Säuren zu bilden im Stande sind.Das Tellurium , das Zinn, das Spiesglanz , das Chromium.
d) Indifferent- elektrische Körper. Deren Verbindungen mit Sauer-stoff weder Säuren noch Basen sind und die im Allgemeinenschwache Verwandtschaften äufsern.
Z. B. Tantaluni, Osmium etc.
Dieser Klassißkatiori, welche zuerst von Davv aufgestellt, undnachher von Berzelius weiter ausgeführt wurde, steht entgegen:
1) Dafs sie die elektrische Natur des Sauerstoffes, sein Ver-lfältnifs zu andern Urstoffen und zur VoLTA’schen Säuleaus entgegengeseztem Gesichtspunkte betrachtet.
2) Dafs die brennbaren Urstoffe nach derselben alle positiv-elektrisch erscheinen, während die negativ-elek-trischen fehlen und an deren Steile nur oxyäirte
' j Körper auftreten ; — und dennoch herrscht zwischen brenn-
. - baren Urstoffen ein elektro - chemischer Unterschied!
Soll der Sauerstoff als elektro.-p ositiver Urstoff gelten,wie er allgemein angenommen wird, dann kann er sich nicht an dempositiven Pole der Volt A’schen Säule zeigen, oder ist er negativ-
■elektris cheir Natur, dann kann er nicht p o 3 i ti v-elek t r i s c hgenannt werden. BikzeliuV. nannte ihn aber früher positiv-elektrisch und zwar in Uebereinstiminu-ng mit eien neueren -Che-mikern. Da nach elektrischen Gesezzen nur -+> E und — E zu einan-der Anziehung besizzen, so Folgt, dafs der bis jezt als positiv -elektrisch angenommene Pol der Säule der eigentliche negativ-elektrische Pol seyn müsse, um den p o s i t i v - e I c k tri s-ch enSauerstoff anziehen zu können. Es folgt weiter hieraus, dafs derbisherige negativ-belekt rische Pol der Säule der wahre p.o-■sitiv-elcktrische -Pol sei, und dafs man, anstatt die Namender Pole an der VoLTA’sehen Sattle nmznkehren, die, den Urstoffenin elektrischer Hinsicht zukommenden, Benennungen ver-wechselte. Der Schwefel Und Phosphor sind negativ-elektrische Urstoffe, wie können sie sich an dem negativ-■elektrischen Pole der Volt Absehen Säule ansammeln? Nenntman aber diesen Pol positiv-elektrisch , dann harmonirt dasVerhältnis? der Urstoffe mit den Erscheinungen an der VoLTA’schenSäule, und diese wieder mit elektrischen Gesezzen.
In folgender, auf diesen Ansichten beruhender, Darstellung wirdder Zink-Pol der Volt Aachen Säule: n e g a t i-v- e lek t r i s ch erBol, der Silber- oder Kupfer - Pol: p o s i t i v - e 1 ek t r i s c N h e r Polgenannt.
Der Sauerstoff ist ab s o I ut po-si t i v - e 1 e k t r i s c h. Gegen ihnsind alle andere Urstoffe negati v -elektrisch. Gegen sich selbst-sind sie p o si ti v - oder negativ-elektrisch. So Schwefelund Kupfer- Sie verbinden sich chemisch mit ernenn, dem elektri-schen Funken ähnlichen, Eichte.
Die stete Gegenwart des Sauerstoffs an dem >n j?ga ti v.eui Poleder Säule verhindert das unmittelbare Anhäufen der plus-elektri-schen brennbaren Körper an demselben.
Nur durch Verbindung mit Sauerstoff werden die säurefähj-§ en ( + elektrischen) Urstoffe in den Stand gesezt, sich an dem nega-tiv en Pole der VoLTA’schen Säule zu sammeln.
Urstoffe mit Sauerstoff zu wahren Basen verbunden sind stets andem positiven 'Pole der Säule zu treffen. Jene, welche, wiemanche oxydirte Metalle, bald die Funktionen einer Säure, balddie einer Baie ausüben, erscheinen bald an dem negativen, bald
dem positiven Pole.
Nach Davy zeigt <ei»e, in Berührung mit einem Alkali stehende,Säure n e g a t i v e Elektrizität, wahrend das Kali p osUi ve Elek-trizität bemerken iäfsr. Diese Beobachtung .thut dar, dafs bei solchenVereinigungen genau dieselben Gesezze obwalten, welche im Elek-trophore die’ elektrische Vertheiltwg bedingen. Während das~h E der Säure das — E des Kalis auszugleichen strebt, mufs inderselben ein n eg a t i v - elektrischer und in dem Kali ein po-sitiv-elektrischer Zustand eintreten, welche nach erfolgterVeibindung sich in den i n d i f f eir e n t - e 1 e ktT i s c h e n Zustandauflösen.
Miniheilung ^er Urstoffe nach vorstehenden Daten.
a) Absolut e le ktr o - p o-si t i v. Der Sauerstoff. Erfindet, sich stets an dem negativen Zink-Pole derVoLTA’schen Säule. In Beziehung auf denselben sind:
b) Elektro-negativ; alle brennbare Urstoffe, undunter diesen das Ammoniui^t am elektro - negativsten. Siezeigen sich stets an dem positiven Kup £ e r- Pole derVoLTA’schen Säule.
v -c) Elektrisch- indifferent;' alle Urstoffe* die mit dem
, , Sauerstoffe in schwache oder in gar keine Verbindung treten.
Die brennbaren Urstoffe sind in Beizug auf sich :
£U) Plus - elektrisch. So der $ cli w-e f-e 1, -derPhosphor, Die Reihe der, dem Sauerstoffe naheverwandten, Metalle»