A. Kennzeichen der Mineralien. 87
n n
IV. Werden chemische Verbindungen von säurefähigen und basefähigen Urstoffen durch Zutritt des Sauerstoffes oxydirt, so reicht bei der Mehr-zahl dieser Verbindungen die Menge der entstandenen Säure genau hin, die zugleich erhaltene oxydirte Base zu sättigen. So bestehen:
Magnetkies oderSchwefeleisen im Minimo
Oxydirt als-;
l
100,00 !Eisen.
58,73 Schwefel.158,73
)
. . Eisenvitriol oder
schwefelsaures Eisenoxydul:
Gemeiner Bleijjlanz oder Schwefelblei :
Oxydirt als:
259,4- Blei.
40,0 Schwefel.299^4
l
r
i
Eisenoxydnl
Schwefelsäure
. 129,500147,500
277,000
. Bleivitriol oderschwefeisa irres Bleioxyd :
1
)
welcheenthalten :
100,00 Eisen.59,00 Schwefel.
159,00
Bleioxyd (gelbes) 279Schwefelsäure 100
1
welcheenthalten •
f
259,05 Blei.40,0.0 Schwefel.
. 299,05
die Masse des Sauerstoffs in dem am
1
J
)
379 /
V. Treten zwei und mehrere oxydirte Urstoffe in chemische Verbindung nach festen .Verhältnissen, .so istWenigsten oxydirten Urstoffe die Einheit, aus welcher der Gehalt an Sauerstoff in den stärker oxydirten Urstoffen, nach der Progressionsreihe 1, 2, 3,4, 5 etc., zusarnmengesezt erscheint. Wie in den Salzen:
1) Neutralsalze. Der Sauerstoff der Säure in den Neutralsalzen ist ein Vielfaches von dem Sauerstoffe der darin vorkömmenden Base.
a) In den neutralen salzsauren, phosphorsauren, kohlensaurer! und arseniksauren Salzen enthält die Säure zweimal so viel Sauerstoff als die Base. So bestehen :Salzsaures Bleioxyd aiis: Salzsaures Silberoxvd aus : ' Salzsaures Natrc
Salzsäure
Bleioxyd
100,00
409,06
58,90-=29,24 =
2 .
1.
Co
C
509,06
Phosphorsaures Bleioxyd aus :
1
J!
Salzsäure
Silberoxyd
Salzsaures Silberoxyd aus :
100,00
425,35
525,35
Phosphorsaurcr
58,90
29,43
Baryt aus:
1.
u
Salzsäure
Natron
100,000
114,778
58,902 9', 45
“Nv
2 .
1.
214,773
Kohlensaures Bleioxyd aus :
Phosphorsäure
Bleioxyd
20.809 — 11,32
79,191
100,000
5,66
2 .
1.
Co
p,
SS
Phosphorsäure
Baryt
27,8
72,2
100,0
15,1.3
7,56
2 .
1.
ca
P»
P
| c h
1 O
ff »-o
/ rr 5
Kohlensäure
Bleioxyd
16,5
83,$
100,0
11,98
5,97
2 .
1.
Jj
1
Kohlensäure
Kalk
43,6
56,4
31,66
15,79
2 .
1.
\\ Ca
I
I 2
Kohlensäure
Baryt
Kohlensaurer Baryt aus':
22,1 — 16,05 2.
77,9 — 8,15 = 1.
(
100,0
Arsenik saures Bleioxyd.
100,0
)
Ca
SJ
C
Arseniksäure
Bleioxyd
100,0
237.5
337.5
33,96 = 2.
16,98 = 1.
)
01
Pi
p
aus: |
Arsenigsaures Bleioxyd.
-ci —
(Ausnahme.)
Ar6etiige Säure 100,000Bleioxyd 118,977
25,52
8,50
3.
1.
ca
Ju
P
218,97.7
J
b) In den Schwefelsäuren Neutralsalzen enthält die Säure dreimal so viel Sauerstoff als die Base. In den schwefeligsauren Neutralsalzen zweimal so vielals die Base. Wie:
■f” (
Schwefelsaurer Baryt.
Schwefelsaures Eisenoxyd.
Schwefelsäure
Baryt
100 — r— —
190 — — —
290
Schwefelsaures Kali.
■ -—»-
60,00
19,95
CO
Ml
I *-*>
/ r>
^ -
Schwefelsäure 100,000 —Kali 116,385 —
""216,385'
60,00
19,78
3.
1.
CO
;»
p
1
■ ,y. aus
J h
Schwefeligsanrer Baryt.
(
(
Schwefelsäure 100,0 -Eisenoxyd 65,5
60 «= 3.20 — 1 .
165,5
Schwefelsaures Bleioxyd.
Schwefelsäure 100Bleioxyd 279
60,00
19,96
379
')
1
€fj
P
1
Schwefelig e r Säure
28,84 — —
14,42 = 2.
1 s
Baryt ....
69,74 — —
7,3o = 1.
! s
Wasser
1,42 — —
1,25
fl
100,00
I ^
0 den ‘ neutralen sauerkleesauren Salzen enthalt die Säure dreimal so viel Sauerstoff als die Base.
aus:
(
l
Sauerkleesaures Bleioxvd.
Sauerkleesäure 100,00Bleioxyd 310,00
66,53
22,17
’ | nach
1
CO
sa
P
Sauerkleesaurer Kalk (wasserfrei).
(' ™'" 1 '
| Sauerkleesäure 100,00
Kalk . • • 77,77
Nach Vooex. und Woleastow.
410,00
{
65,70
21,9.0
d) In den neutralen salpetrigsauren Salzen enthält die Säure viermalso viel Sauerstoff als die au sie gebundene Base.
e) In den neutralen weinsteinsauren Salzen enthält die Säure jedesmal das Fünffache des Sauerstoffs der Base. So:
Weinsteinsaures Kali. ‘ Weinsteinsaures Bleioxyd.
cn > ————— 1 1
f
l
177,77
Salpetrigsaures Bleioxyd.
*«V ?
1 5I H
Jl
Salpetrige Säure 23,925 ■Bleioxyd (gelbes) 70,375 ■Wasser . . 5,700 ■
100,000
20, 12 = 4.1
5,03 = l./nachBsRZEEius.5,03 == 1.1
\
: 1
Weinsteiusäuve 100,0Kali . . . 70,4
59,882 = 5. i 1
11,968 = 1. I S
) PS
Weinsteinsäure 100,00Bleioxyd 167,41
59,88
11,97
5.
1.
f/5
Jk»
P
J
170,4 . / R 267,41
f) In den neutralen antimonsauren Salzen besizt die Saure sechsmal so viel Sauerstoff als die Base. (Ein Beispiel der als Säure auftretenden Base.) Dieneutralen Verbindungen der antimonigen Säure zeigen das Verhältnifs des Sauerstoffes dieser Säure zu jenem der Base = 4: !• Als:
Y 2
I