L Zoolithen.
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2. Antilope.
3. B o s- Vom Auerochsen, gemeinen Ochsen, einer eige-nen Art Büffel, Bisamstiere.
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4. Cervus„ Vom Riesen-Elenn, Dammhirsche, Hirsche,Rehe.
Nähere Bestimmmiing.
Von unbekannten nicht mehr vorhandenen Arten.
Vorzüglich Köpfe mit den Hörnern, auch Knochen etc.
Das Riesen-Elenn. (Cervusgiganteus BlbmeNbAch.Alce gigantea .) Mit einem Geweihe von ausgezeichnet mäch-tiger Gröfse; nämlich vom Kopfe bis an das Ende oft acht Engl .Fufs lang und von einer Spizze zur andern vierzehn Fufs ab-stehend, auch zuweilen dreihundert Pfund schwer.
Im aufgeschwemmten Lande. Besonders in Irland (Drunmore,Besborough), doch auch in England , vielleicht auch in Deutsch land und Frankreich .
Zwei Hirsch- Arten.
Im aufgeschwemmten Lande. Etampes . Schonen.
Eine ungeheure Büffel-Art.
Im aufgeschwemmten Lande. Siberien. 'Die Büffel - Knochenkommen hier oft mit den Resten des fossilen Eleplianten und Rhi-nozeros vor.
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Von bekannten noch lebenden Arten.
Hörner, Köpfe, Knochen vom Auer-, Bisam-, gemeinenOchsen, vom Hirsche, Dammhirsche, Rehe, Schafe.
Im Oeninger Kalkschiefer. In den Kalk - Brekzien an den Kü-sten des Mittelmeeres , bei Cerigo , Cette , Nizza , Antibes , Gi braltar , Dalmatien . Ferner in den Brekzien ' von Arragonien(Concud), des Veronesischen und Vizentinischen. Im aufge-schwemmte.n Lande. Burg Tonna . Am Rheine . Paris . Thal dela Somme. Siberien. Nordamerika . i
In den Brekzien von Gibraltar und Dalmatien auch Knochenvon A n til o p e n-Arten.
Die Knochen in den ßrekzien 'des Mittelländischen Meeres, unddie , welche ebenso in Arragonien , im Veronesischen und Vizentim-schen Vorkommen , stammen von Thieren , die von Vegetabilien leben.Sie gehören meist bekannten und selbst solchen Thieren an , die nochin der Gegen d' leben, wo die fossilen Knochen gefunden werden,i Diese 1 Brekzien sind von einer sehr jungen Formation.
h. Saugthiere mit. mehr als zwei Klauen. ( Pachydermen .)
1. Elephant der Vor weit. ( Mammut, Mammont, Cbemung-Mam-mut,; Cb emung - Elephant , Elephas mammonteus Cuvier , Elephasprimigenius BjluMeNbACH, die Fliesenknochen ,der Alten.) Dem Asia tischen Eleplianten ähnlicher als dem Afrikanischen , aber als eigneArt bestimmt charaktexisirt durch weit längere Alveolen der Stofs-zähne, durch eine eigene, von der des lebenden Eleplianten abwei-chende, Struktur der Backenzähne, durch die Form der mit ei n Kinnla-de, durch eine, die von jenem übersteigende, Gröfse und durch meh-rere andere Verschiedenheiten.
Im aiifgescliwemmten Lande, im Ufersande der Flüsse, Kalk-tuffe, Mergel, in Lehmlagern. Siberien , Kamtschatka , Deutsch land (Burg Tonna , Nägelstädt und Ballstädt , Herzberg und Oste rode , Wolfenbüttel , Kannstadt), Frankreich (Dauphine, Paris ,Ourcq-Kanal, Bondy), Spanien (Madrit) , Italien (Verona , MontsPulgnasco bei Piacenza , Rom , Neapel , Kalabrien , Sizilien u. s. w.),Holland , England , ■ Schweden > Nordamerika und an vielen an-dern Orten.
Die Backenzähne ohne Zacken auf der Krone, sondern auf ih-rer Fläche mit geschlängelten, bandförmigen, an beiden Endenpaarweise zusammen laufenden , wellenförmigen Linien. Sie be-stehen aus Vertikal liegenden, abwechselnden Schichten vonEmail und Knochen - Substanz. Die Stofszähne oft weit ge-krümmter als beim lebenden.
Die Knochen selten als ganze Gerippe, meist zerstreut in ge-ringer Tiefe verkommend; selten allein, in den häufigeren Fäl-len mit fossilen Rhinozeros-, Büffel-, Pferde - u. s. w. Kno-chen,
In Siberien finden sich die Reste von Eleplianten uud andern•Säugthieren öfters in oder unter Lagern, welche Seegeschöpfe,Entrochiten, Belemuiten, Glossopetreu, Milleporiten , Oslrazi-ten u. s.. w. enthalten. Manchmal zeigen sich aber die Elephan-ten - (Jebeine in Gesellschaft von Fand - uud Siifswasser - Konehy-lien wie bei Burg Tonna , Kannstadt und Bondy. ■—■ Am häu-figsten sind diese fossilen Knochen auf einigen Inseln des Eismee-res. Diese Inseln sind aus Eis, Sand und Knochen von Elephan-ten, Biiffejn und Rhinozeros gebildet. So die unbewohntenLaeho w - Inseln (Perwoi, Staioi , Makrowskoi u. s. w.) an derMündung des Janallusses, zwischen der Lena und Indigirka .Man will sogar in diesen Gegenden Pieste von riesenartigen Vö-,gel - Krallen, nämlich von der Länge einer Elle, gefunden ha-ben. Der sorgsamsten Untersuchung und eifrigsten Nachforschungsehr würdig ist auch eine andere höchst auffallende und anzie-hende Erscheinung in diesem Lande (Siberien), das überhauptso reich an Versteinerungen von Säugthieren ist, welche gegen-wärtig seinem Klima ganz fremd sind. Zuweilen trifft mannämlich. in diesen kalten, erstarrrten Gegenden auf Eleplianten -Knochen, mit noch ansizzendem, bei der Eiskälte vor der völ-ligen Zerstörung erhaltenen, Fleische, Haut und Haaren. EinTunguse entdeckte im Jahre 1799 an der Küste des Eismeeresin Siberien ein solches mit Fleisch, Haut und Haaren versehenesganzes Thier, das noch seine Stofszähne hatte. Rs Lg dor-tigen ewigen Eise, sank aber von Jahr zu Jahr tiefer,' bis eszulezt auf einer Sandbank fest safs. liier brachbu die Tunguseudie Stofszähne aus, um sie zu verkaufen und viele Thiere nag-ten das Fleisch ab. So fand Adams im Jahre 1807 das Ge-rippe. Es hatte noch Fleisch und umher lagen viele röthlichekurze und. schwarze längere Haare,, weiche eine Mähne auf demNacken gebildet zu haben schienen, — (Beobachtungen, di«wohl auf ein unbekanntes Land im äufsersten Norden hin weisen.)
Die fossilen Stofszähne unterscheiden sich wenig vom Elfen-bein und werden als solches verarbeitet. Sie machen in Sibe-rien einen Handelsartikel aus; ein Beweis, wie häufig das Vor-kommen der Mammuts - Knochen daselbst ist.
Es wird aus Siberien jährlich eine beträchtliche Menge ge-grabenes Elfenbein ausgeführt und es erscheint ■ dort besondersan den Ufern der Flüsse, wenn das Wasser das lockere Erd-reich untergräbt. Die Einwohner nennen es Momotova ko-st i d. h. Mammuts - Knochen.
In Nordamerika finden sich allerdings uach diese fossilenEleplianten - Knochen, aber weit seltner als die vom Ohio -thiere.
Man hat nur diese ausgestorbene Art und weder vom Afrika nischen , noch Asiatischen existirenden Eleplianten Knochen imfossilen Zustande angetvoffen. (?)
2. Mastodonte. ( Mastodonte Cu vier,) Von dieser nicht mehr leben-den Gattung hat man bis jezt die Reste von fünf Arten entdeckt. Die merk-würdigste unter ihnen ist
das Ohiot liier. (Das gröfse Mastodonte Cuvier ’j , Ohio -Mammut , Elephas Americanus Cuvier , Elephasmastodontus, Mammut Ohioticum .) Ein Thier derVorwelt von mächtiger Gröfse, das dem Eleplianten durch seinen Rüssel,durch die Stofszähne und durch mehrere Tlieile seines Knochenbaues nahekam, sich aber aufser andern vorzüglich durch die Form der Backenzähnevon ilim unterschied. Diese haben nämlich zizzenförmige Tuberkeln oderZacken auf den Kronen, welche mit einer starken Lage von Emailüberzogen sind. Die Stofszähne sind länger und gekrümmter, auchetwas spiralförmiger als bei dem Elephanten,
Im aufgeschwemmten Lande. Vorzüglich in Nordamerika (am Ohio — hier oft in ganzen Gerippen — Missuri, Missisippi, Hudson), selt-ner in Siberien , am Ural , in dor kleinen Tartarei .
Die Engländer und Amerikaner nannten das Ghiothier mit Un-'recht Mammut. Dieses ist ein Siberisplies Wort und wurde vonden Russen eigentlich dem fossilen Eleplianten beigelcgt. Durch■diese gleiche Benennung zweier verschiedener fossilen Thiere sindhäufige Verwechselungen entstanden.
Die Höh« des Ohiorhiers war die eines grofsen Eleplianten, aberes war länger als dieser. Die ebenfalls aus Elfenboin bestehendenStofszähne sind in doppelter Biegung gekrümmt; die kleinere machtdabei eine Spiialwindung. Man hat solche Stofszähne ( oder wieman sie «ach .’uneigentlich nennt Hörner) bis zu zwölf I'ufs gx of sgefunden. Auch wurden gerade Stofszähne entdeckt, die man dem
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