Eine gute Beschreibung dieser Bilde- s. schon beyRichardsön (dort ebenfalls unter der Benennung:Madonna dclla Pcscia) III. S. 124—26. und mitdem beygefügten Kunstmahrchen: Es habe eine Zeit-lang dem Georg Vasari, als er im Pallast Pitti malte, neben andern Brettern zum Gerüst gedient,der dann den Schatz entdeckt, und dem Großher-zige damit ein Geschenk gemacht. Indessen habees wenig gelitten. Nur die beyden Engeichen imVorgrunde seyen ritoccirt, u. dgl.
S. y. Von der Disputa will Lands»! (Vle erOeuvres äe /?.) wissen, daß die linke Seite diesesBildes weit besser als die rechte gemalt sey.
Ebendas. Anmerk. 43. Einen Carton des Kopfsund einer Hand von Gott dem Vater in dem Bildeder Disputa sah Richardsön (III. 631) noch iinBesitze des H. ren Rare in Holland .
Ebendas. „Das Epitheton: plastischer Reli-gionsdichter, welches dort von Raphael, nach H.Sickler gebraucht wird, hatte" (schreibt uns einachter Kunstkenner) „wohl auch, wie manch Aehn-liches, wenigstens mit einem (?) bezeichnet werdenkönnen, weil sich dieser Ausdruck weder rein aufden Gegenstand bezieht, noch von Raphael , oderüberhaupt von der Malerei gebraucht werden kann —sa, wenn ich nicht sehr irre, larer hohler Klang,oder, noch kürzer, baarer Unsinn ist!"
S- y—10. Anmerk. 44. und S. 40. Mor-genstern sah wirklich den Raphaelischen Cartonder Schule von Athen (i8°y.) im Louvre zu Paris ,und nennt ihn den Hauptschmuck der dortige» Hand-zeichnungen. -4u82. 3. <l. VaZeb. I. (3.) S. 607.Auch Landon in seiner: Vl« er Oeuvr.gedenkt desselben, als unstreitig in Frankreich be-findlich. Nach Richardsön III. 41. ist er in schwar-zer Kreide gefertigt. „Neben seiner übrigen Vor-trefflichkeit" (schreibt uns H. Meyer) „ist derselbeauch wegen einiger Abweichungen von dem Stanzen-bilde merkwürdig."
S. 10. „Von Sodonia" (bemerkt uns einneuerer Reisender) „sind in der Stanza dclla Scg-natura nur »och (im Mittelstück der Decke mit demWappen Julius II. ) einige sehr in Verkürzung ge-zeichnete Figuren von Kindern. Auch die an ebendieser Decke befindlichen Grau in Grau gemalten Gro-tesken sind wenigstens sicher nicht von Raphael ,noch aus dessen Schule. Was die runden Einfas-sungen seyn sollen, von welchen im Text die Redeist, verstehe ich nicht, es müßten denn etwa ganzunbedeutende kleine, Basreliefs ähnliche Medaillonsan den erwähnten Grotesken gemeint, und zu den-selben gehörig seyn."
Ebendas. Annrerk. 46. Dieselbe ist irrig. DasDeckenstück von Pietro Pcrugino, von welchemJ'ioriHo spricht, befindet sich in der Stanza TvrreBorgia, wie solches S. 22. (also dort richtig)bemerkt wird.
Ebendas. Die bewaffnete Figur, von welcherBellori spricht, und Moses der dem Volke dieGcsctztafeln weist, sind unten in den Lambris Gelbin Gelb gemalt, und nebst Andern dergleichen,unter jedem der drey großen Wandgemälde in derStanza della Segnatura, nicht von Raphael , son-dern von penn del vaga.
S. 12. Anmerk. 55- „Raphaels Esajas inSt. Agostino" (bemerkt uns ein Freund) „istaller-dings in Fresko, nicht »1 Oel gemalt. Daß ein sogeschickter Mann, wie H. F'üger, dieses Bild nichtRaphael , sondern dessen Schüler, A. de Galerno,zuschreiben will, kommt uns unbegreiflich vor. Dondiesem letzter» sind indessen in Neapel vortrefflicheArbeiten ersichtlich."
Ebendas. „Dann aber galten, vor 20. Jahrenwenigstens, die Propheten in la Pace eher fürRosso's als für Ganzios Arbeit."
S. 12. u. Anmerk. 57. In den Letter, pit-tor II. p. yo. liest man: „Die eine Hälfte derOriginal-Zeichnungen von zweyen der Raphaeli-
Anh. zum VII. Heft.
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schau Sibyllen in della Pack, fand der Römer,Sebast. Rests (1704.) zu Nürnberg , und dieandere zu — Meffina.
S. 15. Anmerk. 60. Die bort nur summarischbeinerkte Critik des Blattes von Desnopers nachder Madonna diFoligno, ist aus: Paris u.OAen(II. 136—27.) entlehnt, und lautet vollständiger,wie folgt: „Ein schönes Blatt; der Stich sehr zart,reinlich und kräftig; in den Gewändern undNeben-werken indessen unstreitig noch vorzüglicher als inden nackten Theilen, besonders den Köpfen, welcheletztere, an sich verdienstlich genug, doch einige Stei-figkeit verrathen. Auch wird man Stellen gewahr,wo das Original vermuthlich schadhaft ober aufge-malt ist, und die mit der hohen Vortrefflichkeit,dein großen und freyen Geschmack aller übrigenTheile nicht übereinstimmen, wie ;. B. der Löwedes H.Hieronymus, und eben dieses Heiligen rechteHand; das Fell, womit St. Johann Baptista be-kleidet ist, und der linke Fuß der H. Jungfrau.Der Kops des kleinen Engels, der die Tafel hält,das Allerreizendste im ganzen Gemälde, scheint hierunter den Köpfen der am wenigsten geglückte zuseyn."
Noch wird dort bemerkt: Die Madonna mitdem Kind allein habe auch M. Anton vortrefflichgestochen. In neuern Zeiten gab das Ganze bann,als es noch in Florenz stand (1761.), P. A. Pazzi.
Ebendas. gl. Annrerk. Einen der Enqelsköpfeaus eben diesem Bilde gab 1803. nach Dumay'sZeichnung, le Lesevre, unter der Leitung von De-marteau (Pr. 1. Fr. 60. Cent.). Eigentlich abergehört dieses Blatt zum ersten Hefte des: Hecueilelernentslre lles clessins «les mains et ties pieäs,Ai-Aväs 3U trgit ä'aprör, welche unter
Aufsicht des Malers Dabos erschienen waren, wo-von jedes Heft, zu zwölf Blattern, 6. Fr. kostete.
S. 17. Anmerk. 79. Alles Nachfvrschens un-geachtet, haben wir bisher nicht erfahren können,wo sich das Urbild der H. Familie befinden mochte,welches Pitau so unübertrefflich gestochen hat. DerGallerie Orleans war es (glauben wir nun) nie-mals zugehörig.
Ebendas. An der H. Cäcilia rügt Landon (Vleet Oeuvres öe ^.) die etwas harten Umrisse, unddie allzuröthlichte Carnatio».
Ebendas. u. Anmerk. 31. In den Letter,plttor. II. p. 134. liest man: „Die Zeichnungeines ersten Gedankens für die H. Cäcilia wollte(1725.) ei» Bologneser-Kaufmann, I. B. Bellucci,besessen haben, wofür ihn, ein Engländer 70. Ld'orvergebens bot. Indessen hielt sie Marc AnroirFranceschmi für unsicher". Dann behauptet l. c.IV. 293. L. Lressi, daß M. Antons vortrefflicherStich seiner H. Cacilia, die Zahl der Figuren aus-genommen , ganz von dem Bilde aus St. Johannin Monte verschieden sey.
Ebendas. In neuern Lagen (1804.) gab denKops der H. Cäcilia, nach unserm Bilde, lebens-groß, in Kreidcmanier, nach der Zeichnung vonRogue (einem Schüler von David) le Fevre-Mar-chaud (Pr. 3. Fr.).
Ebendas. gl. Anmerk. Eine andere Copie derCäcilia, cbeufalls von Guido Rhein sah Mor-genstern (1809.) in der Gallerie Sampieri zuBologna . „Guido" (heißt es dort) „soll sie inseiner Jugend gemacht haben. Dem Originale,das mir noch bestimmt und lebhaft genug vorschwebte,schien sie mir doch nicht nahe genug zu kommen."
S. 18- Anmerk. 8Z. Richardsön (II. 134.)sagt, die Figur der Elisabeth in der Madonna dctlJmpannato gleiche ganz der Sibylle in della Pacezu Rom , welche Biffchop gestochen habe, und solchedem M. Angelo zuschreibe.
Ebendas. gl. Anmerk. Z. 4. von unten l. Flo-renkinischer Schutzheiliger, st. Lunstheiliger.
S- iy> und Annrerk. 36. Einer unserer Freundebemerkt: Noch immer dürfte es etwas zweifelhaft23