Band 
Zweyter Theil [3].
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1605
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S e n e i d e v»

Se neider ( ), s. oben Schneider.

*Seneidre( ) Xeuercii'e PINX. So ist

B. eine Folge geetzter, schöner Thierhatzen ausDrevets Verlage in qu. Fol. bezeichnet; was aberkeinen Andern, als den berühmten Franz Sne)?-ders angeben kann.

Seneuze, s. unten Senneuze.

Senex (Johann). Der Gantkatalog von I.F. Christ's Bibliothek ?. II. (Leipzig 1798.) S.545 .. N^. iuüö2. rubricirt: kasslsulus XIX.lUapparum 6eograplncarum rnsximss kormse,serl inscripkarum. I^onäinl per /o/ru Xeüex.

Senfod. Senff (Adolph), geb. zu Halle imMagdebnrgischen ».Bruder d. ff. Carl August , hatteTheologie studirk und wurde dann Lehrer an derBürgerschule zu Leipzig . Aus Liebe zur Kunst gaber jedoch diese Stelle auf, und gieng in 1810. nachDresden , wo er noch jetzt (1812.) bey Gerhardvon Kügelchen (bey dessen liebenswürdigen Kin-dern er zugleich Informator ist) das Bildnißma-len erlernt. Auf der Dresdner Ausstellung i8n.sah man von ihm fünf Bildnisse in Pastell, dar-unter sein eigenes, das von Wieland (letzteresKopie nach seinen Lehrer), und die übrigen nachder Natur; dann in 1812. zwey Bilder: ZweyKnaben zusammen, in Oel, und ein solches inPastell, beydes nach der Natur. Oonk. unten Fr.Traug. Senf.

- — — — — (Carl August, gewöhn-lich Carl). So heißt in Meusel's »I. R.L- ohne Weiteres, ein Bildniß - und Land-schaftsmaler , geb- zu Halle (Sohn des dortigendurch Schriften bekannten Pastors Senf). InDresden zurRennrniß s. Häuser 1798. wirder bloß Bildnißmaler genannt. Um 180). giengderselbe als Universitätskupferstecher nach Dorpat ,wo er i» 1812. noch lebte. Von den Arbeitendieses geschickten Künstlers wissen wir zu benen-nen: Eine Vignette zu F. E. Rambach 'sOiss. äsMileto s^usgus Coloniis (Halls ,8ax. 1790. 4".),noch schlecht geeyte Jugendarbeit. Dann ein(uns übrigens unbekanntes) Blatt nach C. L. Vo-gel um 1797. in Aguatinka; mehrere Blätter, indieser Manier, »ach Klineky, zur Beschreibung desGartens zu Machern von F. W> Glasewaldnm 1798. Den bekannten Zug der Aralischen Ko-saken durch Böhmen nach C. A. H. Heß, wovoner die früber von Stölzel geetzten Contouren, inoft gedachter Manier ausführte, so daß dies Blattdadurch merklich gewonnen halte; doch sollennur die colorirten Abdrücke ganz zu empfehlen seyn.Meusel's Arch. 1 .( 5 ) 107. 112. Ferner: DasDiplom der Mitglieder der Sächsischen Weinbau-gesellschaft, mit allegorischer Einfassung, bezeichnet:dcüuberk luv. 6. Xe^l ssrlps. 0. Ze-rFJn aguakillt. fec. Einen Prospekt der Stadt Dorpat fürden Verlag der ehmaligen Chalkographischen Ge-sellschaft zu Dessau , kolorirt 6. Rth. Das Bild-niß des Grafen Jacob Johann von Sievers,nach Grassi punktirt, zu einer von dem Pros.Rainbach (Dorpat 1809.) herausgegebnen Lob-schrift auf diesen Herrn. Von ihm ist auch das,freylich durchaus unkenntliche, aber dafür sehrzart in Punklirmanier geetzte Bildniß von Win-kclmann, nach Mcngs, an der Spitze der vor-trefflichen Schrift: Johann winkelmann ,eine Rede von Carl Morgenstern . Dannetzte er die L>ebensteincr-Höhle in 4 °. nach Thier-ry; und punktirte erst neulich noch (dies etwasmittelmäßig) ein kleines Bildniß des Barons Bud-berg zur Livona, Taschenbuch für 1812. (Riga und Dorpat bey F. Meinshausen), Hinwiederbor Gerhard Fleischer der jüngere in Leipzig schon1796. eine Abbildung des berüchtigten F C- Lauk-hard, von Schmidt nach Senff, (ob nach demmistigen,'oder, wahrscheinlicher, nach dem nach-folgenden Friedrich Traugorr) für 8. Gr. aus.Mehrere der obgenannten Stiche hatten wir vorAugen. Einzig auf der Sambachischen Disserta-tion schrieb er sich Senf, auf den andern ins-

Seng. r6<r§

gelammt Senff. Nach ihm hat Eberhard (1793 >eine colorirte Abbildung der Stadt Halle aekertiaeS. auch d. Schluß des ff. Art. Fried. Traug. Genf

r^ens ooer veisf (Erdmann Friedrich),Salineninspektor mit dem Titel als Verarath inKöniglich Sächsischen Diensten um 1810. In demHallischen Adreßkalender auf 180I. 8° S89. heißt es, daß er, der Churfachsische Ober-baudirektor (also irrig benannt) Senff zu Dür^renberg, einem Salzwerke in Thüringen , von i7qoan das erste Siedehaus des Salzwerkes zu Halleim Magdeburgischen, (21c/ lang, 52/ Flächen-tiefe) mit einem Kostenbelauf von 4 c>,oov. Thalererbauet habe.

, ^ (I»G.), ein irriger Namen für den gleich,

folgenden Fried. Traugorr Senf. ^ ^

— — oder Senff (Friedrich Traugott), einum i8n.noch lebender Miniatur-und Landschafts,maler zu Dresden , geb. daselbst 1761. Derselbezeichnete zuerst drey Jahre lang bey Hurin. wied-mete sich hierauf bey Klenqel'n vier Jahre ins-besondere der Landschafksmalerey, »nd arbeiteteseither sowohl nach der Natur als nach den Zeich-nungen und Gemälden großer Meister. Später-hin legte er sich vorzüglich auf Bildnißmalerey undMiniatur. Seine meisten Arbeiten sind nach derNatur. So hieß es schon den Meusel II. (1789).Im rJ. R. L- dann nichts Mehreres. Dagegenlesen wir im Journ. d. Lux. u. d. Mode 1812.Jun. S. 5Ü2. daß auf dem Dresdner -Salondesselben Jahrs von einem Senf (ob von demunsrigen, oder von Carl August , ist uns unbe-kannt) zwey gelungene Bildnisse von drey Knabenin halber Natur, das eine in Oel, das andre inPastel ausgestellt waren. S. auch den Schluß desobigen Artickels Adolph Senf. Von dem Uns-rigen heißt es irgendwo: »Er lebte noch 1812.zu Dresden , aber nicht in besonders guten Um-ständen, und ziemlich für die Kunst verloren.Dafür machte er — Comoedien, Gelegenheitsge-dichte u. s. f."

Senffrleben (Liborius ), erscheint in 1420.als Churfürstlicher Münzmeister zu Freiberg inMeißen. A. Möller Chron. v. Freiberg Lhl.I. S. 4 « 8 .

* Seng (Jacob Christoph) st. 1796. zu Nürn-berg . Derselbe war auch Kupferetzer. In seinemNekrolog in Meusel's N. M. III. 887 -88.heißt es eben wenig merkwürdig: »Er malte auchein Einhörnchen, für H. von Sichart, der solchesaus Amerika mitgebracht hat." Also, weit besserdas klebrige: »Er war ein Mann von sanftemund stillem Charakter."

--- (Regina Catherina, oder Clara Re-gina), der erstere Taufname dürfte der richtigereseyn, des Obigen Tochter, eine geschickte Male-rin geb. zu Nürnberg 1766. und dort gest. 1786.In dem Schlafzimmer der letzten Marchgräfin zuAnsbach sah man kurz nach derselben Tode von ihrzwey Kabinetsstücke und vier Köpfe, in Wasser-farbe. Seit 178b. war sie mit Christian Frie-drich August Oilgram zu Wilmhermsdorf ge-traut, welcher selbst ein guter Maler war, ver-schiedene Bildnisse in Miniatur verfertigte, seinerGattin aber bald im Tode folgte. Meusel MMisc. III. 288. Anderwerts heißt diese Künst-lerin auch Kupferstechers zu Nürnberg 1778.Lipowsky seht sie 181» irrig noch unter die Le-benden, und sagt nämlich von ihr: »Sie radirtganz artig in Kupfer." Indessen (so widerspre-chend sind selbst die sogenannten Quellen) lesenwir so eben in SHads pinacorhek S. 85 .,daß ste um 1790. zu Nürnberg unverehlrchr ge-storben sey; wo denn ferner ein lächerlicher Streitangeführt wird, den sie mit dem KupferstecherC- W. Bock verfocht. Dieser hatte nämlich denberühmten Maler Gabr. Müller und unsere Dame,auf Ein Blatt, in Kupfer gebracht. Da er ihr

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