Senus,
Genus (W. von). Von einem Kupferstecherdieses Namens sah man 1807. i» Holland gear-beitet, ein allegorisches Blatt: Religion, ein Ge-schenk des Friedens, nach einem Gemälde von I.Kamphuyzen.
Genzillo v Leali ( ), wahrscheinlich
ein Spanier oder Portugiese. Seinen Namenfindet man auf einer Fürstl. Anhaltischen Schau-münze von i 6 g 5 . Samml. berühmter Medail-leurs N°. i 58 .
Sepelius (Johann). Sein 5 ^ 8" breitesund 4^ 5 " hohes Bildlich in der Gallerie zuSchleis-heim, von welchem das Lex. spricht, stellt Cleo-patra vor, wie sie sich um Jul. Cäsars Gunstbewirbt, und ist mit 1H48. bezeichnet. Noch kenntman von ihm, neben Ander,n, zwey schöne Al-tarblätter in der Rcichsstistskirche St. Emeranzu Regensburg : Den H. Bischof Wolfgang, derdem Kaiser Heinrich die Erhebung zur Kaiser-würde prophezeyt, und den Martyrtod St. Dio-nysius Areopagika, beyde mit seinem Namen,jenes von i 658 . dieses von 1662. datirk. Mrc.
* Sepion, s. Serapion.
Gepp (C. und D. C.), gaben ein herrlichesWerk von Insekten ans Licht; auch arbeiteten siegemeinschaftlich mit Nozemann, Prediger zu Rot terdam , an einem Werke von holländischen'Vö-geln. So hieß es schon in Sanders ReisenI. 4 / 4 - Eine andere unserer Notizzen lautet (wohlvon dem letzter», und einem oder mehrern nochjüngern dieses Geschlechts):
— — (I- L.) und Sohn (oder Söhne).Theils unter ihrer Leitung, theils von ihnen sel-ber gezeichnet, gestochen und colorirt war die seit2802. erschienene, und bis End 1806 zu 22. Hef-ten erwachsene und mit holländischen Text verse-hene klora öatsva.
Septali oder Septala (Johann Georg),ein Mailänder, der im XVI. Jahrhundert lebte.Der Vorbericht zu des Grrelius: NKeatrum or-bis terrgrnm, bemerkt, daß er eine Karte vondem Mailandischen und angränzenden Gebiete beyHier. Cock zu Antwerpen herausgegeben habe.Drrelius giebt auch die Kopie derselben: Im^du-m (Lyon ) Aravö psr Xeraucourt. Hiernach be-stimmt sich Aufenthaltsort und Blüthezeit unsersKünstlers.
— — oder Gerrala (Manfredns). Der
Ajunderliche (Name des Herzogs Ferdinand Albrecht von Braunschrveig-ZZevern, als Mit-glied der fruchtbringenden Gesellschaft) in seinenwunderlichen Begebnüssen !. Thl. (Bevern 1678. (,.) S. 70. sagt, daß er im Jahre 1W2.zu Mailand gesehn habe: «Die Kunstkammer des«weltberühmten geistlichen Herren ä'ejv-
welcher allerhand künstliche Brennspiegel,»musikalische Werkzeuge und kostbare Gemählde»und andere Seltenheiten gemacht; weiln er ein«trefflicher Künstler sonderlich im Drehen und»Mahlen gewesen." — Er gab eine Beschreibungseiner Kunstsammlungen 166V. zu Tortona in ita-liänischer Sprache; eine Schrift die auch nachherins Lateinische übersetzt wurde und sehr selten ist.Gerrala st. 1680. zu Mailand . Sein Bildnißhat I. B. Bonaciua nach Al. Scaramuccia, ingr. 40. gestochen; und seine (seltene) Lebensbeschrei-bung von A. B. de Irissarri trat iö 83 . zu Mai land ans Licht.
Seprean oder Sepreau ( ). So heißt
im Almanacd dc; OommeroL 1811. ein damalszu Paris lebender Bauten - und Wagenmaler (?eiu-tre en öatlment et Volturo).
Sepulveda (Mattheus Nnnne; von). Soheißt bey Fisrillo IV. 221. ein Spanischer Künst-ler, der in i 04 <>. von Philipp IV. zum Hofma-ler ernannt wurde, und zugleich das ausschlies-sende Privilegium erhielt, die Flaggen der Kcmig-
Serangeli. 1607
ltchen Schiffe (äs las Armadas 6bl Nar Oceano)zu bemalen.
Sera (Paul del), florentinkscher Edelmann UndKunstliebhaber, lernte bey Tiberius Tinelli oderbey Bernhard Skrozzi. Derselbe hielt sich langeZeit zu Venedig auf, wo er für den CardinalLeopold von Medicis Kunstsachen aufkaufte. Erstarb zu Florenz 1672. kencivennl II. 181.
Serafin oder Serafino (Peter), genanntil Eriego, auch Gerast, ein Spanischer Malerund Dichter, der um i 563 . gemeinschaftlich mitP. Pablo die Cathedrale von Tarragona , vornehm-lich die Orgel, mit seinen Bildern zierte. FlorillsIV. g 3 . 6Ibl. ilisp.
* Serafino oder Gerafini (Seraphimde). Nach Lanzi (V.d. ters. IV. 28) blühete erschon 1276. Das Bild dann im Dome zu Mo-den«, dessen auch das Lex. erwähnt, ist eine so-genannte: )Vncona (?) mit verschiedenen Brustbil-dern und ganzen Figuren. Die Hauptvotstell mgist die Krönung der H. Jungfrau, in Coinposi-tion und Anderm sehr der Schule des Mottoähnlich, nur daß die Figuren gröber — man möchtesagen fetter als die des Florentiners sind. Auch weißtman, daß dieser nicht bloß in Bologna , sondern selbstin Ferrara gearbeitet hat, welches letztre damalsmit Modena gemeinschaftlich unter der Herrschaftdes HauseS Este stand, so daß sich der Kunststyldes einen Orts sehr leicht nach dem des andernrichten konnte. Bey Fiorillo wird dieser Künst-ler zwar ebenfalls im Register angeführt, und aufTh. II. S. 244. verwiesen, wo wir ihn aber nichtauffinden konnten.
* — — ( )- So heißt irgendwo,
ohne Weiteres, ein alter Kupferstecher, der um„ 52 ». zu Brescia gearbeitet hatte, und äber sehrwahrscheinlich mit dem Seraphim Brescianodes Lex. Eine Person ist.
Seraugell ( ), wahrscheinlich ein Ita-
liener von Geburth, erscheint unsers Wissens zuerstlM ^.Imanacli des kIeaux--Vrt8 >802. unter deitdamals zu Paris lebenden Geschichtsmalern, undwerden dort bereits von ihm angeführt: Eine Fluchtnach Egypren, und der Tod der Eurydice . Aufder Kunstausstellung zu Paris vorn I. 1804. dannsah man von ihm die Rückkehr Ebenderselben istdie Oberwelt, welche Kenner zum Theil gut ge-dacht, aber überladen und schlecht ausgeführtfanden. Fiorillo III. 48 ». nennt dieses Bild ge-genauer: Orpheus , der die Götter des Orcus untdie Eurydice bittet, und, neben diesem noch dieGeburt der Venus, und eine Römische Caritas,die sich durch eine kräftige Behandlung der Be-leuchtung auszeichne. Von seiner zweyten Eury-dice heißt es in den: dlouvelles des >Vrts IV.10g.: Er habe die Rückkehr derselben zur Ober-welt dadurch auszudrücken gesucht, daß er (hört,hört!) den obern Theil ihrer Figur dichter undbelebter (des sormss solides et sriirnees), denuntern hingegen farbenloser nnd mit leichtem Ge-wölle bedeckt dargestellt habe. Sein Pluto dannsey eine etwas gezwungene Nachahmung eineralten Bildsäule; die Proserpina könnte etwas ed-ler und die Formen des Orpheus etwas eleganterseyn. Das Colorit hienächst sey in den jünger»Figuren nicht warm genug, in den altern hinge-gen, mit übertriebenem Coutraste zu braungclb.Ferner (Ebendas.) von der Geburt der Venus:Die Idee ist graziöse; aber die Hauptfigur scheintetwas zu länglicht; das Colorit hat nicht Leich-tigkeit genug, und die Weiße der Venus dürftezu weil getrieben seyn. Dann hatte er in 1806.ein großes GemLld (Christum am Kreutz), wel-ches für eine Kirche zu Lyon bestimmt war, vor-läufig zu St. Roch in Paris ausgestellt; und nochspäterhin sah man von ihm auf dem Salon 1808.ein schönes Werk, welches den Kaiser darstellt,wie er, etliche Tage vor der Krönung, die Ab-geordneten seiner Armee anredt. Dasselbe ist beyTtktttttt 3