Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1636
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r6zk Silber.

bende Jocaste, diese wegen d«S Ausdrucks. DieAthtkienser gaben ihm den nämlichen Rang unterden Bildhauern, wie dem Parrhasius unter denMalern.

* Silber (Jonas), s. L. Grosthupp.

Silberberg (Carl Wilhelm), Kunsthändlerzu Frankfurt am Mayn 1808. In feinem Denlag« fand man z. B. Radirtes von Primavefi.

Silberbrenner (Herman), wird in 1470.aiS Münzmeister der Stadt Breslau angeführt.Hirsch teutsch. Mknzarch. Th. lll. S. 140.

Gilbermann (Georg), ein Arzt zu Glas-hütte . Ein großes Kruzifix mit der Jnnschrift:

Lüristi» gui etc. was er mit eignerHand gemalt oder geschnitzt hatte, schenkte er,701. der Kirche zu Glashütte . Georg wurde1670 zu Frauenstein, (was wie Glashütte in demchursachfischen Erzgebirge liegt) gebohren; seinVater Michael war Amtsjimmermeister daselbst,und starb 1735. Er war ein Bruder des, unterdem Maler Silbermann , unten erwähnten Or-gelbauers Andreas Silbermann . <t A- BahnAmr, Schloß und Städtchen Frauenstein (Dresden 1748. 4°.) S. » 4 b-

— — — (Valentin), Ein zu seiner Zeit be-rühmter Bildhauer zu Leipzig . — In 1604. woer eben auch »ein künstlicher Bilvschnitzler zuLeipzig " heißt, verfertigte er die Decke über die,von Z. Bogenkranz ausgearbeitete Kanzel der St.Morjtzkirche zu Halle im Magdeburgischen, wo-für ihm 244 Rthr. 12 Gr. wurden. I. de Perremalte selbige aus. Dreyhaupt Beschreib,des Saaalkreises I. 1084 In i 6 o 5 . sah manvon ihm in der St. Nicolauskirche zu Leipzig «inen neuen Hauptaltar, welcher 2234 st. kostete.Noch soll auch das mit einem eisernen Gitter-thor versehene schöne Portal des dortigen St.Johanniskirchhofs seine Arbeit, aber alsdann nicht(wie Schulz Leipz. S. 116. sagt) von 1671.seyn. Oonf. Leonhardi Leipz. S.

— — — ( ), ein zu seiner Zeit be-

rühmter Maler; sein Vater hieß Andreas undwar ein guter Orgelbauer zu Strasburg, der von1678 — 1734. lebte. Aeue Vers. nützt. Samm-lung. Band III. S. 496.

— — — oder Silberman und Stet-en es werden 179b. unter Casanova's Schülergezählt. So heißt es in Rlabe's DresdenS. 2Z. vielleicht richtig. Indessen bemerken wir,daß dieser Geeimes der nämliche ist, welcherunken, nach Mensel'« H. Mus. S. 269.8. v. Sreiner's erscheint. Von unserm Silber-mann, aus Dresden gebürtig, eines dortigenJnstru-mentmachrrs Sohn, dann wird in ebengemeldterKunstschrift S. 268. als auf dem Dresdner -Sa-lon 1794. befindlich, ein Bildniß in Oel, leider!mit dem beygefügten Urtheil angezeigt: »Schlech-ter als sein eigenes im vorigen Jahr; übel ge-stellt und gezeichnet, und eben so ausgeführt."Er st. schon 1805. damals denn doch mit demLob eines guten Miniaturmalers.

Silberschlag (Johann Esajas), vorherPrediger zu Magdeburg , sodann Königl. Preussi-scher Oberkonsistorial - und Oberbaurath; geb. zuAschersleben 1721. Neben Anderm gab derselbe:Ausführlichere Abhandlung der Hydrotech-nik oder de« Wasserbaues (Leipz. 1772-73.II. Lh. m. Kupf.); ein Werk das aus einer Preiß-schrift des Verfassers erwuchs, und das Lob derKenner erhielt. Ueberhaupt hat er zu mehrernseiner Schriften auch Zeichnungen geliefert z. B.für die Geogonie (Berlin 1780. 4°. II. Th.)perspektivische Ansichten und dgl. zum Theil vonH. A. Riedel geetzt. Vor dem siebenten Bandeder ökonomischen Encyklopädie von Rrünitz trifftman sein Bildniß an, wahrscheinlich dasselbe,welches anderswo mit: 0. k. K. <le ftislewskyp. 177V. v. Lerxer sc. rubrijlrt ist. Dann seine

Silva.

Silhouette, von Unger jüng. in Holz geschnitten,in einer bey demselben erschienenen Sammt, vonSchattenrissen von Gelehrten.

Silde ( ). So heißt irgendwo, ganz ohne

Weiteres, ein (nicht neuerer) Kupferstecher, dernach L. Sutermann gearbeitet habe.

Siler (Johann). So heißt bey Liporvsktnach Meidmger S. 385 . ein Maler zu Salz-burg , ohne Angabe seiner Blüthezeit. Don ihmsehe man an den Seitenwanden der dortigenKirche St. Zeno den Tod der zwölf Apostel, aufLeinwand gemalt.

Silier (Matthias), ein uns sonst ganz un-bekannter Künstler, nach dessen Erfindung Ph.Hayd, A. Degmayr und B. Sedleszky 12. Bl.mit Darstellungen einer zu Salzburg 1764 auf-geführten Pantomine: Der Schwätzer und dieLeichtgläubigen, gestochen hat. ilfrc.

Sillig (Johann Paul), Sekretair bey demSteuer - Cvllegium zu Dresden 1812. Derselbefertigt zu seinem Vergnügen allerhand schöne Mo-delle aus Pappe.

Silling (Carl), Zeichenmeister zu Dresden ,gab um 1800., in Gemeinschaft mit Emilie Ber-rin, bey dem Kunst r und Jndustriekomptoir zuLeipzig : Großes Magazin für Stickerei, oderSammlung neuer geschmackvoller Muster —für alle mögliche Arbeit in dieser Lunft, 6.Hefte in 4°. jedes zu 9. Bl., das Heft 1 Rthlr.,gefärbt 1 Rthlr. 12 Gr. treues Magazin derkleinen Srickerey « 4 - Bl. Pr. 16 Gr.

* Sillor s. Gillor im Lex. sowohl als inden gegenwärtigen Zusätzen.

Sil 0 e (Diego), ein um i 54 o. blühender Bau-meister von Toledo , Zeitgenosse von CobarrubiaS,mit welchem er Manches zur Verbesserung des ar-chitektonischen Geschmackes in Spanien beytrug.Zu seinen Bauten gehören die Cathcdrale und derAlcaziar von Granada , und das Kloster und dieKirche St. Hierouyinus daselbst. Die Cathedralehat drey Schiffe von ungemcssener Höhe; dieCorjnthische Ordnung an derselben ist ebenfallstheils durch ihre Höhe, theils durch das Grillen-hafte der Capitäler fehlerhaft; dagegen die Ku-pole schön und grandios. Die größere Capellevon St. Hieronymus dann, welche nebst dem Kö-niglichen Kloster gleichen Namens in 1496. gestifttet worden, ist eine der geschätztesten in Spanien ,nur daß sie eben auch durch die barbarischen Co-rinlisu)en Verzierungen unsers Künstlers entstelltwurde. Das Kloster selbst ist graziöse und sehrverständig erbaut. Auch das Königliche Hospitalu m. a. wird unserm S>loe zugeschrieben. Erund CobarrubiaS waren kostbare Künstler durchdie Sculpturen, womit sie ihre Gebäude überlu-den, und gehörten zu so Vielen, welche schönund reich für Eines halten. Mii'r.a Lä terr. I.817— 18.

Silva (Don Diego Anton Rajon de), einspanischer Maler neuerer Zeit, einer der treuestenNachahmer von Mengs, der Alles, was vondiesem letztem in der Akademie St. Fernandoaufbewahrt wird, fleißig copirke. Noch mehrmachte er sich berühmt durch ein Gedicht über di*Malerei: I.S pintura, Poems ürrlactico m ssecantos 8°. 8eAovia 786. und noch früher ^784.)durch zwey zu Madrid erschienene Ueb-rsetzungender bekannten Schriften von da Mure und L. B.Alberti über die Kunst. Er st. »801. in seinemDaterlande Murcia , geschätzt und geliebt von al-len die ihn kannten. In Handschrift hinterließer einen Auszug der drey Theile des im Archivder oben erwähnten Akademie von St. Fernandobefindlichen Museums von Palomino. FiorillsIV- 425 .

— — (Joachim Carneiro da), war in i 8 o 5 -Lehrer der Zeichenkunsi und Architektur bey der