Band 
Zweyter Theil [3].
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1640
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r64o Simiuger.

aus Aegina gebürtig, dessen Vater Euclides ebenfalls schon als Bildhauer bekannt war. DenDädalus soll er freylich nicht erreicht haben; we-nigstens versichert pausanias, daß sein Bruch-stück der Juno in dem Tempel dieser Göttin (?)den Arbeiten des erstern nachstehen mußte. Vonseinem obenerwähnten Vater (heißt es bey Men-sel sJ. Misc. IX. 55 .) ist nichts als der Namebekannt. Das Lex. indessen nennt zwey BildhauerEnclides, den einen von Athen , den andernvon Samos , und von dem letztern eben auch eineBildsäule der Juno in ihrem dortigen Tempel.

Simingec (Leonhard). Derselbe wird beyder Angabe seiner Weise, den Gips zu brennenund zu giessen, in der: Turieusen Lunst- undWerkschule von I. L- (Nürnberg 17,-5. Th I-G. 65 r.) ein kunstreicher Bildschnitzer von Jngol-stadt ohne Weiteres genannt.

Simitier ( ), ein Maler, nach welchemPrevost eine Sammlung Bildnisse, von Männern,die sich bey der Revolution der XIII. verbündetenStaaten in Nordamerika berühmt gemacht, gesto-chen hat.

* Simler (Johann). Nach ihm haben I.Lochmann und Seiler etliche Bildnisse ZürcherscherStaatsmänner und Geistlichen gestochen. Dannauch letztrer ein schlechtes Titelkupfer zu dem 1700.in Zürich erschienenen: Vetus Destsmenturn vonI. I. Breitinger. Hier wird sein Laufname S.Johann geschrieben. Er selbst etzte zu Berlin das Bildniß des Prinzen Eugens, späterhin des Bür-germeister Heinrich Hirzels von Zürich , beyde ohneweikern Namen als den seinigen.

— —- (Rudolf), Maler in Zürich , lernteM8. bey Conrad Meyer, kam in die dasige Ma-lergesellschaft » 656 . und st. 1670. ungefähr 42.I. alt. Man kennt von ihm geistreich gcetzteThiere, ^c.

* Simmachus, s. Symachus.

mmers (Christian Traugott), Sergentbey dem Chursächsischen Mineurcorps, wurde in1762. als Zeichenmeister dem Soldatenknaben-Jn-siitute zu Annaberg (in Sachsen ) beygegeben.Simmers, der hier 1782. starb, hat ein Instru-ment erfunden, was zum Vermessen der Gegen-den bequem seyn soll. Ihm folgte, in gedachterStelle, sein Sohn Johann Gorrlob, der demVater schon seit 1774. abjungirt war. Lüger'sGeschichte u. Beschreibung des Soidaren-Lnabenschießens zu Annaberg (Leipzig 1787.8°). S. 89. Letzterer war noch 18 n. in Lebenund am Amte. Mrc.

— — (Johann Gottlob), s. den gleich vor-stehenden Art.

Sims oder Simon,' (Joh. Baptist), einSpanischer Maler, geboren zu Valenzia, der mitPalomino, seinem Lehrer, während dieser sich in1697. mit Arbeiten in Sän Juan de Mercado be-schäftigte, bekannt wurde. Er war einer der treu-sten Nachahmer von seiner Manier, und giengriachwärls in dessen Gesellschaft nach Madrid ,wo er auch 1717. starb. Einiges, das er unvol-lendet hinterlassen, wurde von seinem Sohne

— — (Peter), von dem uns nichts weiterbekannt ist, vollendet. FiorilloIV. S. 558 — 59 -

* Simon (Abraham), des nachfolgendenThomas älterer Bruder, wahrscheinlich der näm-liche, der im Lex. Andreas heißt, und Ebenda-selbst, gleichfalls irrig, mit Tbomas für Eine Per-son gehalten wird. Derselbe sollte Theologie stu-dieren , verließ aber England und gieng nach Schwe-den , wo er durch seine große Geschicklichkeit, inWachs zu modelliren, sein Glück machte. DieKönigin Christina nahm sich seiner eifrig an, undschenkte ihm ihr Bildniß, das er an einer gvld-nen Kette um den Hals zu tragen pflegte. Nach-

Simon.

dem er sie eine Zeitlang auf ihren Reisen nachParis begleitet hatte, verließ er sie, um nach Hol-land zu gehen, von wo er in sein Vaterland zu-rückkehrte. Hier hatte er wegen seiner kleinen drol-lichren Figur und seiner alkvaterschen Kleidungviele lustige Auftritte, ließ sich aber nicht ungestraftnecken, und fand wegen seines beißenden Witzesund seiner Geschicklichkeit Porträte zu treffen, un-ter dem hohen Adel große Gönner. Als die Bür-gerkriege anfiengen, floh er aus England, kamaber nach der Restauration zurück, und wurde demKönige vorgestellt, der ihn sehr lieb gewann. Umdiese Zeit verfertigte er ein Bildniß des Königs,das zum Schmuck der Ritter des projektieren Or-dens der königlichen Eiche (lio^sl osk) dienen sollte,undwofür er ,uo Goldstücke emvfieng. Seine heftigeGemüthsart zog ihm die Feindschaft oeö Herzogs vonDort und zuletzt des ganzen Hofes zu. Der Herzog,ein Bruder des Königs, wünschte gern sein Bildnißvon seiner Hand zu haben; da Simon überhörtedaß er ihm nur 5 o. und nicht wie der König ic>o.Goldstücke für seine Arbeit geben wollte, so zer-schlug er das Modell von Wachs und fertigte denHerzog kurz ab. Seit dieser Zeit erhielt er keineAuftrage mehr, zog sich in die Einsamkeit zurück,und starb in Mangel einige Jahre nach der Re-stauration. Fiorillo V. 400.

* — — (Andreas), s. den gleich vorhergehet»Artikel.

* — — von Tolln, Sohn des BaumeistersJacob von Tolln, der die ungeheure Carthausevon Miraflores in Spanien erbaute, übte dortmit demselben die gleiche Kunst. Der Vater giengdahin auf den Ruf des Don Alfonso bi Carkha-gena, Bischofs von Burgos , welcher auf der Kir-chenversammlung zu Basel gegenwärtig war.Fiorillo IV. 55 — 55 . Not. K.

— — Georg), s. unten Srymon.

Simon (Georg August), Sohn eines Hofkssr

chenschreibers zu Dresden , geboren daselbst 1792.studlrte dort die Baukunst unter Professor Hölzer,i 8 o 5 —10. Wrc.

— — (Heinrich). So heißt l'm Almanachstss keuux Arts i 8 c> 5 . ein damals zu Paris le-bender Stempel- und Edelsteinschneider, der zugleichin der Nationalschule die Stelle eines Lehrersseiner Kunst bekleidete. Ohne Zweifel ist solcherder nämliche, der im ^lmsnnck öe Lommercs

1811. als Graveur des Kaisers (en pierres imes8ur mecaux) und noch spater als Mitglied desTitel- Siegelrathes erscheint. Derselbe gab in

1812. den ersten Band eines Hrmorisl ßönörss1'Lmpire frsii<;u>8, das in vier Folianten be-stehen, und jedes derselben 55 . Fr. (auf Velin 6v.und colorirt 120. Fr.) kosten sollte.

— — (Joh. August), s. Zugk (Simon Gott-lieb), in den gegenwärtigen Zusätzen.

Simon (Johann Christian), ein Königlichund Churfürstlich Sächsischer Landbauschreiber ,verfertigte 1758. die Risse für die Kirche zu Bae-renstein, baute 1729. die zu Zoeblitz auf, undwurde beim Baue der katholischen Kirche mit 120.Thaler jährlichem Gehalte als Bauschreiber ange-stellt. Simon st. 1760., 74. I. alt zu Dresden -Mag. d. Sachs- Gesch. T. ll- S. 665 . undSachs. Lur. - Lab. 1760. S. 77.

— — (Julie). Don einer solchen sah manauf dem Dresdner -Salon 1812. ein Blumeakörb-chen in Perlen gestickt.

*— — (I.), der im Lex. nnker dem Act.von Johann Simon, dem Maler von Sevilla erscheint, Stecher mit dem Grabstichel und inSchwarzkunst, geb. in der Normandie um 1670.(nicht 1619. zu Paris , wie der elende Basan k< 1 .

see. sagt) und gest. zu London 1755. In Frank-reich arbeitete er auf die gewöhnliche Art mit demGrabstichel; als er aber kurze Zeit vor dem Tode