Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1645
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-Simon er.

selbe (heißt es dort) wurde, aus einem Malergeselldes Giordano, ein genauer Copist seiner Werke,und treflicher Nachahmer seines Colorits. SeineZeichnung taugte wenig; doch rühmt man, wegenmehrerer Genauheit in diesem Punkt, seinen St.Niclaus di Tolentino in der Kirche Montesanto(zu Neapel ?). Nach Bermudez nahm Gior-dano, nebst mehr andern Künstlern, auch denunsrigen mit sich nach Spanien , und (1702.)wieder mit sich nach Hause. (So unentbehrlichschien er ihm zu seyn). Bey den Nonnen St:Francisc von Jerusalem (zu Madrid ?) hinterließer ein großes Bild: Die Dreyeinigkeit, mit St.Clara und St. Francisc. Erwähnter Schriftstellersetzt nun ausdrücklich das Geburtsjahr von S>-monellr in i(W. und sein Todesjahr in 1710.Fiorillo IV. 32324-

* Simon er oder Simonner (JohannBaptist), geb. zu Paris 1742. Derselbe (heißtes bey Rost V lll. 28889.) gehört zu den Künst-lern, die sich durch Geschmack und Feinheit desGrabstichels auszeichnen. Dort werden dann vonihm angeführt: (.'bsureuse lXIouvells, nach St.Aubry; 1 s llanAvr 6u löte-ä-'pöte, !a 8oireelles 'puileries, Koss et Lolss, ls Louckerlle!a blarii-e und Is lVloclsIe lionnöte» alle nachBaudoin; nach Grenze: privarion sensible. An-derwerts nach F. Basan: Niobe und ihre Kinder,wahrscheinlich für die von jenem herausgegebenenOvidischen Verwandlungen; nach H. GrävelotMehrereö aus der Geschichte Heinrich IV. wahr-scheinlich für irgend eine Bücherverzierung: undeben so: Der Tod des Ritters d'Assas, nach I«M. Moreau. Ob dieser Künstler der nämliche sey,der schon im ^Imanack des keaux-^rts i 8 o 3 .und im Almanach lle Commerce 1811. nochUnter den damals zu Paris lebenden Stechernerscheint, ist uns unbekannt; doch zweifeln wir kaumdaran. Immerhin ist letztrcr wohl sicher derselbe,der nach I. M- Moreau's Zeichnung die schöneVignette vor dem Qiscours üistorjque sur Inpeiwture ancienns zu dem ersten Hefte des Mu-see Francois gestochen hat. Indessen bemerken wirso eben, daß der oberwähnte Almanach lles kesux--irrs -8oI. p. 195. u. 220. von zweyen Stecherndieses Geschlechtes spricht, von welchen der einehingegen im Almanach äe Lorirrnerce 1811. nichtmehr erscheint.

Siinonetti (Dominicus). Dies war dereigentliche Namen des oben s. v. Magaera an-geführten Künstlers. Lanzi (Lll. terr.) II. 253 .Nach ihm hat F. Zucchi ein Blatt mit mehrernHeiligen in Quarto gestochen, mit der seltsamenUnterschrift: 88. O^riace » hlarcellins Uibor^,et 88. palatia Leo.

* (Johann). M. Grüneberg bedientesich seiner als Stuccaturers bey Erbauung der Pa-rochialkirchen in Friedrichsstadt und Friedrichs-werder, und Schlütcr zu den Figuren über denThüren des großen Rittersaales und über der großenTreppe im Königlichen Schloße; wie z. B. zudem donnernden Jupiter, zu den Gruppen welchedie vier Weltkheile vorstellen, u m. a. das er nachSchlüters Zeichnung in Stucco brachte. S"no-nerri vollendete auch nach dem Tode des Cornel.Ryckwärts, im Jahre 1692. das neue fürstlicheSchloßgebäude zu Zerbst . I. C. Beck mannHrstor. des Fürstenrhuins Unhair, III. Th. S-199. I" diesem Werke findet man auch zwey, nachseinen in 1099. verfertigten Zeichnungen, gestocheneAnsichten dieses Schloßes.

Sl'monr (Carl). So heißt im: Almanacha Kam 1810. 8. 275. ein damals dort lebenderRestaurator alter Gemälde.

* Simon (des, der alte Maler. Derselbeblühete zwischen der 120. und ibo. Olympiade.

* Slttionr'n (Claude). Wir haben eine Suiteziemlich reinlich gravirter und nummerirter Kupfer

Simson. 1645

in quer 4°, vor uns, mit dem Titel: plusleurskstöces et autres Ornements pour les Arquebu-2iers et les Lrirures ilemontee et remonlee;und: les plus deaux Ouvra^es lle Paris . Hetont äesißne et ^ravö par ('/uncie äHorrm» et«je Aarg'ner ^rMonr» son 6 !s, avec xrivlie^scin liol. ?aris 6 g 3 .

Sim 0 nin (Jacob), ein Zeichner und Kupferste-cher, s. den gleich vorstehnden Art. seines VatersClaude.

* Simonink (Franz), lebte noch 1753 Lanzi(Lll. ter2. II. m.) giebt ihm den H. Spolverinkzu seinem ersten Meister. Dort wird er nament-lich auch für die Manigfaltigkeit seiner militärischenDarstellungen, dann für die schöne Architektur inseinen Arbeiten gerühmt, und das nämliche Werk,dessen auch das Lex. erwähnt, als Beyspiel an-geführt. Auch Etaffclcybilder sollen sich in meh-rere Gallerien zu Venedig von ihm finden. NebenPalmieri und Zilokti haben auch M. Pelli, Th.Vier» und F. Vivares, der erste vier Eavallerie-marsche, der zweyte ebenfalls vier große, 29"breite und 20" hohe Blätter, der dritte endlichzwey nach ihm gestochen, welche irgendwo mit:I^es kanllits italiens, und parra^e r^e la pro^srubrizirt sind, und wovon die Urbilder sich wahr-scheinlich in England befinden, so wie diejenigenvon Liero gelieferten vielleicht zu Turin , da derStecher dieselben dem Herzoge von Chablais zu-geeignet hat. Zwey schöne Handzeichnungen fan-den sich noch von ihm (1812.1 im Kabinet desH. Paignon Dijonval zu Paris . Sein selbst ge-maltes Bildniß besaß noch 1782. der Graf F.Lack. von Firmian auf seinem Schloße Leopoldskronbey Salzburg.

Gim 0 nnet ( ). Zwey verschiedene Bau-meister dieses Namens (was aus ihren in derQuelle verschieden angegebnen Behausungen her-vorgeht) zu Paris . S. «Quiror in künftigen,und la r>ue in gegenwärtigen Zusätzen.

Simons (Johann, wurde in i 6 i 5 . zumFürstlich Lüttichischen Münzmeister angenommen;die teutschen Münzstände machten jedoch Schwie-rigkeit, ihn als solchen anzuerkennen. Hirschteutsch. Münzarch. Th. Vll. S. 4 t 9 -

(Rudolph), ein englischer Baumeister,wie es scheint, aus der Mitte des XVl. Jahrhun-derts, dessen Biloniß im Emanuel-College aufbe-wahrt wird, wovon die Unteischrifk lautet: LK-A>es/?«/joüi Ämons, Arclriteeti Sua mtateperl-rissiml. qui (prsster plurlma seciiticiu ab eoprssclare säet») lluo Lotlegia, b)wiinuelis koc»8iü»eii (a. Ir. 8illreze) iHcl, exstruxlt integre;ma^nam etiam yartem Prmitsns reconcinnavitamplissime. /iorillo V. 226.

* Gimpol (Claudius). Nach Gault de St.Germain st. er um 1700. Derselbe zählt ihn zuden minder bedeutenden Geschichtsmalern seinerZeit. Im Museum Napoleon sieht man von ihmeine Fußwaschung, Grau in Grau. Nach ihmgestochen, kennen wir Verschiedenes. Von TardieuMartha und Maria in 8^. zu irgend einem Werke;von le Pautre ein Blatt mit verschiedene» Fechternin 4°. (die Handelsadressc des Schwerdfegers undGraveurs Rousscl). Dann (sämmtlich ohneSimpols Namen) auS dem Verlage von I.Marietle zn Paris : Die vier Tageszeiten von Fil-loeul und Tardieu 4 - Blatt in kl qucrfol. Dannfolgende ohne Namen der Stecher: Die vier Jah-reszeiten 4. Bl. kl. querfol ; die zwölf Monate, 12.Bl. kl. querfol. (und zwar sind selbige von 2. ver-schiedenen Stechern, zweymal für Mariette in Ku-pfer gebracht worden); die Jungfrau Maria aufder Weltkugel siebend, die Schlange zu ihrenFüßen, dies aus dem Verlage F. Chereau's.

Simson (I.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Englischer Kupferstecher, von dem

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