Band 
Zweyter Theil [3].
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1650
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1650 Sirch.

Fleißes, unterm Bilde eines geflügelten Genius,der sich anf ein Füllhorn mit Kronen, Ordens-bändern und Commanbostäbcn stützt, und milderHand auf Bücher weis't; das Gerücht, das in dieTrompete stößt; Andrvmeda; der Wappenschildvon Guasta-Villani. Dann A. van der Borcht:Das Kind Jesus, das St. Johann in der Wüstebesucht; zwey kampfende Amorine; ein Kind daseinen Wappenschild hält, mit einem Amorino derdarauf deutet. Endlich mehrere anonyme Blatter;wie z. B. eine büßende Magdalena, EnthauptungSt. Johann des Täufers (selten); Raub derEuropa (malerisch geetzt) u. s. f. Lonf. Winkler.Ueberhaupt scheint es uns kein Leichtes zu seyn,jene Etzarbeitcn Guido's und seiner Schüler, S.Cantarini's, der Girant und L. Lolli, welche sooft ähnliche Gegenstände behandelt haben, mitSicherheit zu unterscheiden.

Sirch (Wolfgang Joseph), geb. zu Augspurg174^- lernte bey seinem Vater. Er malte mitWasserfarben nach eignen Erfindungen, nach Cho-dowieky, u. s. w. Einiges auch in Email, vonSrerren S. 56l. Mensel N. K. L. setzt ihnnoch unter die Lebenden. S. auch unten Surch.

* Siries (Ludwig). Von ihm zeigt dieKaiser!. Kunstkammer zu Wien einen Onyx, aufwelchem der Kaiser Franz und i3. andere Perso-nen der Kaiser! Familie eingeschnitten sind; dannnoch sechs Stücke von in Stahl geschnittenen Par-terres, Landschaften, künstlichen Zügen, u. s. w.Fuhrmann's Beschreib, von H)ien III. 107.rro. Von ihm selbst hat man einen Catalog sei-ner geschnittenen Steine, der in 17H7. zu Florenz gedruckt ist. Er giebt in demselben die KaiserlicheFamilie für seine beßte Arbeit an, die ihm auchmit einer göldnen Kette belohnt wurde.

*— — (Violanda Beatrix). Ihr selbst ge-maltes Dildniß zeigte 1782. die auf dem LustschlosseLeopoldskrvn bey Salzburg aufbewahrte Samm-lung von Malerbildnissen des Grasen F. Lact.von Firmian. Das Verzeichnis; derselben nenntsie violanre Siries hJegerorri.

Girigarri (Lorenz), vielleicht der Sohn vonRudolph S. des Lex. Von ihm kennt man: sta ?r»-

tioa lli ?ro«pettivs clel Lavalioro (I.. 8.) ick 8er>"°lorülnanclo IVledici grau Duca <li Doscana. InVeno^Ia 1)96. per (lirol. b'rancesekl 8ane«eDibraio in I'ironre. Fol. mit Kupf. ScheibelsEinleir. zur iiiathemarisch.Bllcherkenntniß II.

Giritz ( ). So wird irgendwo ein Maler

genannt, der UNI 1710. (wo?) gute Landschaftenfertigte.

* Sirlero oder Sirlerro (Flavius). Der-selbe behauptete, von der nämlichen Familie mitdem berühmten Kardinal NNlbelm Girier zuseyn. Ein vorzüglicher Künstler in seiner Gattungwar er allerdings. Daß kein Andrer unter denNeuern den Griechen näher gekommen sey, heißtViel — und Nichts gesagt. Die antiken Bildsäu-len, die er auf seine Steine gebracht, sind: DerHerkules Farnese, der Apoll im Belveder, derBacchus auf dem Panzer, aus der Gallcrie Giu-stiniani (den er aber in einen Merkur verwandelte),der Earacalla aus Farnese; und dann vorzüglichdie Gruppe des Laokoons. Von dieser heißt esfreylich auch in der Schrift: winkelmann u. s.Jahrh. S. 267. sie sey fleißig ansgGührt; aberdie herrlichen Formen und der Geist des Originalseben nicht besonders glücklich übergetragen.

* Sirlin, s. Syrllti im Lex. und unten indiesen Zusätzen.

* Gisarani (Cesar), s. Cesar ssesariani,besonoers in den gegenwärtigen Zusätzen.

Gisyphus, ein Künstler des Alterthums, ver-fertigte gegoßcne Vasen in Erzt.

S k e e l.

Site! ( ). Ein künstlicher Dergolder von

Mctallarbeiten zu Paris um iLoZ. Damals sahman in seiner Werkstätte ein ganzes für den Spa-nischen Hof bestimmtes prächtiges Cabiner (?), anwelchem, nebst ihm, verschiedene der berühmtestenKünstler (Debret, Girauvet, Bidault, Thibault,Barraband), nach der Zeichnung von Percier gear-beitet hatten, und wovon die blau voll. tles cku'tsIII. 22h—27.. eine, freylich nicht sehr deutliche,Beschreibung geben. Im Journal üa Lommercovon 1811. findet er sich unter den, wenigstens zuParis lebenden Künstlern dieser Gattung nichtmehr.

Sirer. Diesen Namen findet man auf einemcolorirten Blatte, welches Jupiter als Schwanmir der Leda vorstellt.

* Sltkcus, s. sogleich Siriens.

* Siriens (Philipp). Wir vermuthen wohlnicht oync Grund, daß dieser Künstler mit Phi-lipp Sw.eus oder Soye Eine Person sey. Einerunsrer Freunde glaubt, dieser Sitiens soll Siricusoder Syriens heißen. -Heüiecre l. 388. dann, wo erseinen Christus am Krcutze nach Buonaroli anfuhrt,nennt ihn Syrius, und beschreibe das ^lall, wovonman Abdrucke von id-sg. mir: hü- Ickiomain-tn,uno wieder andre m.l: Konsr bezeichnet, kenne.

Sitte (Archus), Bildhauer aus Holland ;ward iddo. an oc» Churfürst!. Hos gen Berlin berufen. Er arbeitete >n Stein uud Hmz, undhielt sich noch 107a. an diesem Hofe auf. pucoiar.

Sirrig (Johann Christoph). Ein solcherwird im Heßen-Dar«, ftad tischen chof-und Adreßkaleuder von 1800. als damaligerdortiger Hos-Ebeniste genannt.

Sittinger (Christian), ein Schnitzer undBildhauer zu Chemiutz, verfertigte 170.,. eine neueKanzeldecke (mir der Himmelfahrt Christi ) uud1721. den Altar der dortigen St. Johannisklrche,den er auch selbst staffine und vergoldete; dochbenutzte er bey letzter«» Bruchstücke des vorigen altenAltars. Auch der Altar der St. Georgcnkirchedaselbst, nebst dem Crucifixe desselben, ist von ihm.Richter Chemiutz S. 1H1., ickg- uno 20h.

Sivers (Heinrich), s. Gchaedler (Franz)in den gegenwärtigen Zusätzen.

Siverr (Daniel), Münzwardein zu Danzig um 1753. Beyläufig gedenkt seiner ConradisLeben August II. von polen aus Münzen.S. 7b.

Sirverr (Joachim), Dildnißmalerzu Berlin ;lernte bey Martin Schulze, und ward (ib32.)nach dessen Tode zum Hofmaler bestellt, hucolal.

Siyada (Fcixande). So heißt ein uns sonstganz unbekannter Spanischer oder NeapolitanischerKünstler um 1720. von welchem H. Paignon Dston-val zu Paris noch um 1810. eine Zeichnung inBistre besaß, welche zwey Hans schlagende Frauendarstellte. Catal. ü?

Siydeniers ( ). So heißt im Flma-

nscü cie Commeros 181 t. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Kupferstecher.

Sixe oder Sixre (L. A.) Ritter. Nach ei-nem solchen, uns sonst ganz unbekannten um i7Zo.zu Paris blühenden Bildinßmaler hat I. Daullsdas Bildniß des ersten Präsidenten G- M. Camusde Pontcarrö, und ein Ungenannter dasjenige desPfarrherrn I. L. de Rochebouer (st. 1742.) gesto-chen. Lscal. äs hai^non Oiz'onvai par Heuaust.

Skabell ( ). So heißt irgendwo ein Kon-

dukteur zu Magdeburg um i8vö.

Skeel, ft oben Sckeel.