1656 Smids.
Sm
rke.
mer in altmodischem Costum, nach gedachkentSchenk. Ob/ oder in wie weit er selbst Künstlerod. Kunstdilettante seyn mochte / ist uns unbekannt.
Smids (Walther Matthias). Churbranden-burgischer Schleusenmeister, ein um 1660. blühen-der im Wasserbau wohl erfahrener Künstler. BeymFestungsbaue zu Potsdam / ward wegen der Grä-ben sein Gutachten abgefordert. Es ist unbekanntob er mit dem Michel Matthias Gchmid desLex. in Verwandtschaft gestanden, rflicolai.
* Smidts (Johannes), 8ts6esivorcl> ,66a.So bezeichnet kennt eine unserer Haudschrifteneine getuschte Zeichnung/ die den Diogenes mitder Laterne darstellt. Ob Stadesworch etwa Stadt-berg, einen Ort im Köllnischen heißen soll (wodenn dieser Smidts mit dem rsl LI Smirs desLex. Eine Person seyn könnte / ist uns unbekannt.
* S «nilis/ Stifter der Schule seiner Kunst
zu Aeglna, lebte vor Anfang der Olympiade»/und war, neben Dädalus / seinem Zeitgenossen,der älteste genannte unter den Griechischen Bild-hauern. wareler bemerkt, daß desselben minde-rer Ruf als des Dädalus seiner, noch gar nichtseinen geringern Werth beweise, da die vielenReisen des erster», und die häufigen Anläße wel-che er hatte, Proben seiner Kunst abzulegen, bey-tragen mußten, ihn weit bekannter zu machen.Nach ihnen beyden verflossen Jahrhunderte, biswieder der Name eines dritten, des Epeus er-scheint, der das berühmte Trojanische Pferd ge-bildet hakte. Smilis Statuen d. Juno waren ausHolz. 1810. Künstt. Xnl. Z. Ickürs.
Smilk ( ). Von einem uns sonst unbe-
kannten Künstler dieses Namens findet sich in:Vo^n^e pittoreskere ä'Italre ein Mit Bertaudgemeinschaftlich verfertigtes Blatt: Vüe lle lapetite cour superieure cis la muison <Ie csm-pa§nc» nommee ?ompeij.
S m irigli0 (Mariano), So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein geschickter Maler ausPalermo , der in 16Z6. gestorben sey.
Smirke (Robert), der Aeltere, EnglischerGeschichtsmaler neuester Zeit, blühete zu London seit ,780. wo er bereits als Mitglied dortigerAkademie erscheint. „Derselbe'' (heißt es beyFioriUo V. 792 ) „zeichnete sich unter denjenigen,welche für die sogenannte Shakspeare - Galleriearbeiteten, gleich Anfangs sehr vorkhcilhaft aus.Wenige englische Künstler haben die Grundsätzeder Malerey in so vorzüglichem Grade inne.Seine Figuren find mit ausnehmendem Geschmack,mit großer Präzision und Correcrheit gezeichnet.Seit Hossarth's Zeiten hat kein Künstler so vielCharakter mit so viel Ausdruck in seine Figurengebracht, noch eine Scene mit so viel ächter Launebearbeitet. Von seinen weiblichen Figuren sindeinige im höchsten Grade schön. Für die großeund erhabne Manier scheint er aber kein Talentzu haben. Zur Shakspeare - Gallerie lieferte erScenen aus folgenden Stücken:
0/ MnLo,- (Kct. V. 80. i.) ein herrlich be-leuchtetes Blatt; aus e/or (^Ä.
II. 80. 1.), ^5 r/o» ü'Le »t (Sieben Blätter);aus König Heinrich IV. (^öl. II. 8c. 4.), undaus demselben Stück eine andre Vorstellung (E.
II. 8c. s.) gemeinschaftlich mit Farrington; ausMcMclr acko abottt not/rrnZ' (Kcb. IV. 8e. s.) gest.von James Heath u. aus dem Kaufmann von Vene-dig (Höi. 1l. 8c. 8.)'). Seine Schilderungender sieben Menschenalter, nach dem: Wie es Euchgefällt fanden unglaublichen Beyfall, und findvon verschiednen Meistern in Kupfer gestochen ").Sie gehören als Gemählde und Stiche zu demVortreflichsten der brittischen Kunst. Der Aus-druck der Figuren in der Scene aus dem Kauf-mann von Venedig kann nicht schöner seyn. DasBild erschien 1802., soll aber nach Einigen vondem unten folgenden jüngern Smirke herrühren.Von des nnsrigen übrigen Arbeiten nennen wirnur folgende: Die Verklarung Christi in der Mack-linschen Gallerie, ums Jahr 1790. verfertigt;die Flucht der Königin Maria aus dem SchlosseLochleven; den jungen Plantagenet und den Räu-ber, in einer Waldscene von Hodges; Christusvor Pilatus; die Gräfin de la Vade, die ihreSchmerzen dem Don Quipote klagt; den Segender Großmutter, und die Zeichnungen, nach wel-chen die Kupferstiche zu der Ausgabe der britti-schcn Classikcr, den Uebersetzungen des Don Qui-xote, der Tausend und eine Nacht-fi), undder neuen Edition des Giraldus Cambrensis-f-fi)von Sir Richard Hoare verfertigt sind. Auchzur Prachtausgabe von Hume's Geschichte Eng-lands lieferte Smirke mehrere Zeichnungen, dieaber das Werk so vertheuern, daß es unter 60.Guineen nicht zu haben ist. In noch neuern Ta-gen endlich (,8o6.)^ zeichnete er die von Fittlergestochenen Titelblätter und Vignetten zu einerneuen Ausgabe von Shakespeare , welche in zweyRoyalrOcravbänden ,8«>6. erschienen waren; undeben so Verschiedenes zu einer noch neuern Aus-gabe dieses Dichters (12. Bände, Edinburgbey Dallentine 1807.). Theils um dieselbe Zeit,theils noch früher sah man von ihm zwey Ge-mälde: Die eheliche Zärtlichkeit und den groß-mütterlichen Segen, wovon das ersire ganz be-sonders, als jedes wohlgeartece Gemüth erwär-mend, gerühmt, und das zweyte um ,8o6. vonW. Evans gestochen wurde. Oeffenrl. hFachr.Neben Allem bisher berührten kennen wir nochnach unserm Künstler: Vörderst drey sehr schönegroße Blätter von R. Pollard geetzt, und vonF. Jukes in Aquatinta gefertigt: Ankunft desFahndrichs Prentice und fünf andrer Engländerauf einer Insel, wo sie von den Wilden mensch-lich aufgenommen wurden, nachdem sie zweyDrittheile ihrer Gefährten vor Kalte umkommengesehn; und (als Pendant) den Schifforuch desOstindienfahrers Großvenor an den Küsten vonAfrika (178/j.); dann: tlre Unlsevvell Last In-äiamar — xvreck'ä ok 8eacombe in tlre Isisok purbeck (1786.) (Capital», Pierce, der mitseiner ganzen Familie Schiffbruch leidet), wasdenn Alles unserm Künstler seiner Zeit mit Rechtauch den Namen eines großen SeemalerS er-warb. — Ferner (ebenfalls 1786.) von den näm-lichen Künstlern gefertigt, das Spektakelstück deSvon Margarikhc Nicholson damals auf den Königversuchten Meuchelmords, mit einer weitlauftigenErklärung. Endlich von Taylor jünger ( wir glau-ben in frühern Tagen) die vier Lagszeiten.
N) Eine vielfach von obiger verschiedene Litteratur von seinen Arbeiten für die Shakespeare - Gallerie giebt unsdas: journ. k. biläenäe ldunst S. 88. 98. 100 — 102. und nennt nämlich: Aus König Lear : Akt I. Sc. 1.gestochen von Sharp, mit dem Urtheil (ob es den Maler oder Stecher berühre?): Es sey, wie na» GvoS-figuren gezeichnet; dann Akt lll. Sc. 4. von Schiavonetn, und Akt IV. So. 7. von A. Smith. Hiernächstaus den Weibern von Wlndsor Akt i. Sc. 4 « von H. Smith; Akt l- Sc. 5. von I. P. Simon, ein punk«tirtes Blatt nach einem schönen Bilde, das aber — nicht das darstelle, was es darstellen soll; Akt IV. Sc.1. von T, Hollowav» und Akt V. Sc. 5. von W. Sharp: Fallstaff von» Feencorps überfallen, ein schönesBlatt; nur seven die Charaktere, Fallstaffs ausgenommen (vorn Maler oder Stecher?) verfehlt. Ferner ausdem vierten Theil von Heinrich VI. Akk V. Sc. 4. von Neagle. Endlich aus: Viel Lermens um Nichts:Akt IV. Sc. ein Carrikaturstück, in punktirter Manier, von Ogborne. — Noch anderwerts heißt es kurz:G. Noble und W. C. Wilsvn haben nach ihm für's XIV. Heft der Gallerie Shakespeare gestochen.
ö») S. oben p. Simon der jüngere.
O Sie ist von Edward Förster ausgearbeitet, mit 24. Kupferstichen verziert, und kostet in groß Quart r».Guineen.
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