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ster auf: Lippo Dalmasio zu Bologna , Vkvarinizu Venedig, Bicci zu Florenz , Galasso zu Fer-rara, Pisanello und Gentile da Fadriano zu Rom ,(überall die damaligen Beßten aller welschenSchulen). Den beyden letzter« scheint er alsGehülfe gedient zu haben; und L- Giordanowollte finden, daß in ihren Werken im Lateran etliche Köctse unstreitig von seiner Hand seynmußten. In solchen nämlich war er vortrcflich;selbst ein Marco von Siena nannte sie: »wielebendig"! Eben so wurde er ein für seine Zeit gu-ter Perspektivisie, und verständiger Geschichts-Componiste, die er mit bessern Landschaften alsAndere staffirte, seine Figuren aber nach derSitte seiner Zeit, ganz nach der Natur bekleidete.Minder glücklich war er in der Zeichnung vonHänden und Füßen, oft übertrieben in Stellun-gen und Bewegungen, und roh im Colorite. Nachseiner Rückkehr gen Neapel arbeitete er Vielesunter der Regierung des Königes Alphons, undhielt eine Schule bis an feinen Tod. Dort warsein Berühmtestes zu St. Severino: Das LebenSt. Bcnedikts in mehrern Abtheilungen, eineFresco r Arbeit von unglaublicher Mannigfaltigkeitin Figuren u. a. Dann hinterließ er noch sonsteine Menge Madonnen u. a. in Kirchen undPrivathaufern zu Neapel , auch viele Bildnisse.In St. Domenico maggiore sieht man von ihmeinen todten Christ, und in St. Peter Marcyreinen St. Vincenz, nebst etlichen al Fresco's ausdessen Leben, im dortigen Kreuzgange, wo erbald immer wieder sich selbst übertraf. SeineSchule zu Neapel , welch dort Epoche macht, be-hielt wirklich seinen Namen hinunter bis aufTesauro. Bey ^lorillo !l. 760— 63 . dann heißt«s von unserm Künstler, neben Andern!: »Unterden Arbeiten, die Solaris verfertigt hat, zeich-net sich vorzüglich ein kleines sehr schönes Bildaus, welches die H. Jungfrau mit dem Kinde,von einer Glorie kleiner Engel umgeben darstellt,und sich nebst andern seinen Werken im Besitze desNeapolitanischenPrinzen Rocca Perdifumo befindet.Zu Monte Olivetto malte er Verschiedenes, das-u seinen ersten Arbeiten gehört; dann ein Bildüber dem Hauptaltare St. Petri ad Aram (Ma-donna mit dem Kinde, von mehrern Heiligenumgeben), worinn er sowohl sein eigenes Bild-niß, als dasjenige seiner Gemahlin anbrachte.Wieder Anderes in der Karthause. In jenenschon erwähnten Schildereyen im Kreuzgange vonSt. Severino vollendete er das erste derselben(und zugleich das älteste uns bekannte) Grau inGrau; da dieses aber den dortigen Geistlichenmißfiel, so führte er die übrigen mit Farben aus,und verschönerte sie durch viele reizende, nachder Natur copirle Landschaftsstaffirung. In derVatikan« zu Rom zierte er eine Bibel mit seinenMiniaturen, welche nachwerts der Kardinal Oli-viero Carafa von einem Papste zum Geschenk er-hielt; eine andre war im Besitze des KardinalsAnnibale von Capua ; eine dritte (noch 1780.)besaß der damalige Venetianische Gesandte amSpanischen Hofe, Pesaro . In der ValettanischenBibliotheck (welche fast gänzlich von den Hierony-mitanern zu Neapel gekauft wurde) befand sicheine Handschrift vom Seneca Tragicus auf Per-gament, ebenfalls mit wohl erhaltenen Miniaturenvon Zingaro. In seiner Schule vereinigte erzuerst etwas von der Manier derjenigen Künstler,welche er in verschiedenen Theilen Italiens , vor-züglich aber in Bologna hatte kennen lernen, mitdem Charackter der Neapolitanischen Maler; undhierin folgten ihm nachwerts nicht nur seine ei-gentlichen Schüler, sondern auch diejenigen, wel-che aus der Schule des Colantonio hervorgingen."Mehrere Schriftsteller behaupten, Zingaro habesich unter der Leitung des Marco di Siena ge-bildet, und suchen dies durch eine gewisse Aehn-kichkeit zu beweisen, die sie in den Physiognomiender Bilder dieser beyden Künstler wahrnehmenwollen; was aber della Valke (Berr. 8enes.IH. 56 .), wie Fiorillo glaubt, mit Grund, nicht
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zugeben will. »Seine Farbengebung" (liest mannoch hier, Lanzi's oben angeführtem Urtheil inetwas entgegen) »war lebhaft und anmukhig;seine natürlichen Wendungen voll Feuer." Indemjenigen über seine Zeichnungsfehler in den Ex-tremitäten, und dagegen über seine gründlichenEinsichten in der Perspektive kommen sie überein.»Den damals herrschenden Geschmack an Gold-gründen konnte er nicht gänzlich aufgeben."
* Solaris (Christoph). Der Almanach a.Rom 1811. t Künstl. Kal. 9. Jul.) setzt diesesBildhauers Blüthezeit in rsoo. an, was nichtwohl möglich ist, wenn er, wie das Lex sagt,des Malers Andreas Solaris Bruder seyn soll.Dann nennt er von ihm, neben den Bildsäulenan und in dem Dome zu Mailand , die schondas Lex. anführt, auch einen St. Rocchus, undcharackterisirt seinen Styl kurz, als «naturwahr,aber etwas ärmlich."
— — (Peter), geschickter MayländischerBaumeister, arbeitete um 1490. in Diensten desRußischen Großfürsten Iwan Wassillewiksch I.Seinen Namen findet man in einer Jnnschrjstüber dem Chöre des Kayserlichen Pallasteö inder Stadt Moscau . Looks Reisen.
Solbrig (Johann Georg). Von einem sol-chen bemerkt .fabric. in der Hisior. der Ge-lehrsamkeit, Th. lll. S. 972., daß er eine be-queme (?) Art Kupferst. abzudrucken erfunden habe.Vielleicht lebte er in der ersten Halfre des vorigenJahrhunderts zu Leipzig .
— -- (Johann Gottlob), Maler zu Dres-den , den der Adreßkalender dieser Stadt aufi8,s. benennt.
Solcher (Johann Christoph), warum 17Z8.als Ingenieur bey den Festungsgebäuden in Chur -sachsen bestallt.
* Soldant (Maximilian), eigentlich von derFamilie Benz« , unter welchem Namen er auchim Lex. erscheint. Hier bemerken wir noch, daßer Anfangs Maler werden sollte; dann, daß erin großem Wohlstand gelebt, und von seinem Lan-desherrn ein seinen Verdiensten angemessenes Jahr-geld bezogen. In Deutschland besitzt, unsersWissens, von ihm einzig die Gallerte Lichren-stein zu Wien Köpfe von Cicero, Seneca undAurelius; dann eine Venus und einen Faun, Allesvon Bronze, nach Originalien in der Galerie zuFlorenz , die Venus nach der von Medici; danndrey Basreliefs: Den Triumph des Sileus, dievom Ruhm gekrönte Tugend, und die Wahrheitvon der Zeit entdeckt; ebenfalls von Bronze.Rantr.
Soldi oder Sold inl (L. D.) Nach einemsolchen um 1716. zu Paris lebender Künstler,wahrscheinlich italienischen Ursprungs, hat Henri-quez: la Re^Ii^once aper^üe, und C. Duflos:la Üer^ere svec 8» klute und: le Derber üvec8on oiseau gestochen. Lat. cie /ÄrF»ou-D/sottva/.
* Sole (Joh. Anton Maria del), genanntMonchino da'i Daesi, weil er nur mit der Lin-ken malte, st. nach Lanzi (tsr?. V. i 56 .)1677. oder wenigstens vor 1684. 78. I. alt. InDeutschland besitzt, unsers Wissens, die einzigeGalerie Lichrenstein von ihm zwey kleine Bilder,eine Landschaft und ein Secstück. Dann befandsich (1782. noch) in der Sammlung von Maler-bildnissen des Grafen F. Lact. von Firmian aufdem Schlosse keopoldskron bey Salzburg , auchdas seinige von seiner eigenen Hand.
* — — (Johann Baptist dak), soll eigen-händig eine H. Familie nvo Maria das Kindaus einem Buche unterrichtet) klein Fol. gestochenhaben. Dann kennt man nach ihm: Den Sabi-nerraub von H. Winstanley zu London 1729. Fol.Ferner: Digrano anx pwü« tle 80U vsmguenr