r6Zo Sonnini.
schönen Künste Ruhm in Hamburg verewigten/nach den eignen Angabe» des Besitzers, befinden.Eines derselben ist dem damals noch lebendenSonnin, und der von ihm geübten schönen Kunstgeweiht. Es zeigt auf der einen Seite ein miteinem goldnen (?) Nagel angeheftetes Blatt/ mitder Abbildung der von ihm erbaucten St. Mi-chaelskirche; hier das schönste Werk der Baukunstin Hamburg genannt. Der 1 . c. beygefügten,von Rolffsen elend radirten, Abbildung zufolge,mag dieses Denkmal aber besser gemeint, alserfunden seyn.
Gonnini (Carl Sigisbert), der durch seineReisen nach Aegypten, Griechenland u. s. w. sowie durch seine naturhistorischen Arbeiten rühmlichbekannte Schriftsteller st. zu Paris 71. 1 . alt 1812.Diese Notizz finden wir in den Beytragen einesunsrer Freunde, woher wir vermuthen, daß dieserGelehrte die Zeichnungen zu den Blättern, welcheseine Werke zieren, wenigstens zum Theil selbstverfertigt habe.
Gonnius (Emanuel). Ein solcher ward1622. zu Eleve zum Chur - BrandenburgischenHofmaler bestellt. Nicolai.
Sonntag oder Sonrag (A.), ein Bau-meister zu Zerbfi, wo er um 1610. das Rathhausmeist ganz neu aufbauete. Er hat seinen Namendaran durch iV 8. ausgedrückt. LeckmansHistorie von Anhalt Th- III. S. 241.
— — (Carl Adolph), geb. zu Dresden 1787.Schüler des Professors Hölzer daselbst, in derBaukunst, von i 8 o 5 —8. Der Dresdner -Salonvon 1808. wies architektonische Zeichnungen vonihm. In 1812. lebte er noch als Mäurermeisterzu Dresden , ^c.
— — (Joh. Christian Wilhelm). S. denfolgenden Johann Georg Sonnrag.
— — (Johann Georg), kömmt um 1779.als Münzgegenwardein bey der Münze zu Dres-den vor. In 1789. wurde ihm in seiner StelleJohann Christian Wilhelm Sonntag, vielleichtsein Sohn, adjungirt. Bevor er an die Münzenach Dresden kam, war er, seit 1770. als War-dein und Goldscheider bey der Münze zu Leipzig angestellt. Er starb zu Dresden 1798.64. Jahr alt.
— — (Joseph), der Sohn eines Bedienten,geb. zu Dresden , Schüler von Klaß daselbst,vornehmlich Landschaftsmaler. Auf der dastgenAusstellung von 1799. fand man von ihm zweyLandschaften, dann einen Kopf und ein Pferdin Oel, und endlich eine sehr gut getuschte Alle-gorie auf die Kunst. In 1802. wieder zwey Land-schaften in Sepia und Wasserfarben, nach Klaßund Wagner, dann ein Bildniß nach der Natur;i 8 o 3 . zwey Landschaften in Oel, nach Klaß; i 8 o 5 .zwey Bildnisse in Oel. Dieser geschickte jungeKünstler verließ in 1800. Dresden , gieng nachWien und von da in Polen , wo er noch 1811.mit seiner Kunst eine ambulirende Lebensart trieb.A/rc.
* SonplNl, s. Zampini.
* Sons, s. Soens.
* Sooms (Johann). Die von ihm gesto,chenen Theses waren nach der Zeichnung von I.B. Klose-
Soothe (Paul), Baumeister; kam um 1680.nach Berlin , wo er in der bürgerlichen und Kriegs-
Sorberger.
baukunst beschäftigt wurde. Nach 1708. gieng erin Dienste der Stadt Hamburg . Vjicolai.
Sootrvick ( ). So nennt der einzige
Katalog von paignon-Dijonval einen nieder-ländischen Zeichner und Kupferstecher in Tuschma-nier , um 17Z0. und führt von ihm, nebst einerMarine, ein Paar Gattungsblätter, in Farbenabgedruckt, alle drey ohne weitern Namen als denscinigen an.
Gophianus (Nicolaus) und Constanriusim XVI. Jahrhundert; Theodorus im XV. undMarianus schon im XI V., werden als Schön-und Bücherabschreiber genannt, von denen mangriechische Handschriften auf der ehmaligen Kö-niglichen Bibliothek zu Paris traf. BreirkopfsGesch. der Schreibet, herausg. von Roch,S. 22. Fächer nennt den erstem einen Geogra-phen und Mathematiker aus der Insel Corcnraum i 5 j 8 . Er schrieb: llo /sstrolsbio, und gabschöne Landkarten von Griechenland (Grreliussagt zu Rom ) aus Licht.
Sophocles, ein alter Griechischer Stein-schneider, von dem man ein geflügeltes Medusen-Haupt in Chalcedon kennt. ^Imsn. a. Rom 1810.Xünstl. Xsl. ro. Oec.
* Soprans (Raphael). Auch Lanzi (Xö.terL. V. 335 .) setzt denselben bloß unter die Di-lettanten, oder doch solche, welche bloß unter-geordnete Zweige der Kunst übten. Dann findenwir irgendwo: Daß ein I. D- Bassignani denStyl in dem bekannten Werke dieses Kunstgesschichtschreibers verbessert habe *).
* Sopylus, ein Römischer Maler, der zwi-schen der 170. und 180. Olympiade blühete. Vonihm kannte man viele Bildnisse berühmter Männerund Frauen.
Sora (Martin), sodann Martinvoigt, undChristoph Günther, erbaucten in 1664. die Nie-dergotteüackerkirche zu Döbeln , einer StädtenChursachsen. Zu dieser Kirche hatte der Mau-rermeister Melchior. Günther 1619. schon denGrund gelegt; die Baute war aber, eingetretenerHindernisse wegen, bis dahin liegen geblieben.Gedachter Günther hatte auch zu Döbeln 162g.den, zum Theil abgebrochenen Thurm der Stadt-kirche St. Nicolaj, achteckig und massiv von neuemund höher aufgebauet, und sich mit N. 6. daranbezeichnet. <t-Märbitz Chron. von Döbe!»(Leisnig 1727. 8.). S. 77- 83. 84.
Sorber (Niclaus Jonas), ein Glockengießer,s. Pape (Jacob).
Sorberger ( ), ein ehemals bekannter
Stahlschneider zu Gotha . Von seine» Schaumün-zen bemerken wir eine auf den Herzog von Gotha Friedrich I. vom Jahr i 685 ., und eine auf dieEinweihung der herzoglichen Schloßkirche zu Mei-nungen vom I. 1692., in welcher Zeit er alsMünzmeister zu Meinungen bestellt war. Bendesind abgebildet in Tenzels Sächsischem Me-daillenkabinette Th. I. Tab. 69. N°> i und 2.,dann Tab. 87. N°. 4. - Wie der Leyser seheMünzkaralog (Leipzig 1791. S. 585 . N° 622.und 5u4-) bemerkt, so gehören ihm auch diejeni-gen beyden Schaumünzen auf gedachten HerzogFriedrich I. zu, welche Tenzel I. c. Th. I.
68. N°. 1. u. N°. 5 . in Kupfer giebt. Der Me-dailleur Wermuth erstand von seiner Wittwe (m1704. war er nicht mehr am Leben) zum Behufeseines Medaillen-Handels, mehrere hinterlasseneStempel. Sorberger prägte dieselben mit einem
*) In Italien war solches von jeher nicht ungewohnt: Daß Personen, welche für sich selbst keine Zeile demDruck übergeben hatten, in dem Rufe vorzüglicher Kenner ihrer Muttersprache standen, und baber von eigent-lichen Schriftstellern angegangen wurde», ihre Handschriften zu verbessern. So z. B. der verstorbene Bau-meister von Caserka, Ludwig Vanvitelli, nicht etwa bloß von unserm großen Deutschen , Johann win-keln,nnn, sondern (wie wir es aus des letztern Munde wissen) von berühmten Eingebornen. Anck hörtenwir selbst, den edel» Vnnvitelli sein Italienisch mit so ausgezeichnetem ore rolunäo und einer Würde spre-chen, welche uns — zumal auf seinem classischen Boden, a» Cicero und Sallustius erinnerten.