S t a b b s.
Spruyt.
Gpruyk (Ch.), ein Maler von Gent (obviellcichr ein Sohn des Nachfolgenden?) Derselbebesaß um i8»Z. ein altes 17 hohes, und - 4 ^breites Bild: Madonna bey einem Palmbaum,das Kind in ihren Armen, welches er zu Arnhcimgekauft hatte, und es anfänglich für eine schlechteCopie von Correggio's Madonna Egyptiaca hielt,späterhin aber, nachdem er es von Restauratio-nen gesäubert hatte, für eine Skizze oder erstenGedanken eines der Urbilder, zu Dresden oderCapo dl Monte zu erkennen glaubte. 7V0UV. ÜL5III. 97.
* — — (Johann). Basan (Lst. sec.) undGandellini nennen ihn wohl irrig p. und derKatalog von paignon - D'jonval E.; geborenzu Antwerpen um 1720. und blühend in den Nie-derlanden ,1760. Von ihm kennt man einzig neungeetzte Blätter, davon fünfe nach Rubens : Su-sann«, eine Madonne, die das schlafende Kindbetrachtet, die Enthaltsamkeit des Scipio, dieEntführung der Orylhia durch Boreas, und eineKindergruppe. Dann, ohne ander» Namen alsden seinigen: Eine Flamniändische Nachhochzeit,und ein Bauernfest, ein Soldatcnzimmer, undFlamniändische Trinker. Rost VI. 02s. Lstal.
Sppk oder SpKck (Heinrich van der), eingeschickter Maler im Haag, in der letzten Hälftedes X VII. Jahrhunderts. Er war der Hanswirchdes berühmten Ben. von Spinoza , den er auchabgemalt hat, der bey ihm 1677. starb, und des-sen Leichcnbestattung er besorgte. csolerusLeben des Ben. von Spinoza , ins teutscheübersetzt, Franks, und Leipzig 1700. 8°. S. 45.die Anmerkung u. s. f.
* — — (Jacob van, oder van der), die Ku-pfer zu den anatomischen Fascikeln Haller's sind174Z. u ff. zu Göttingen z. B. nicht allein vonihm, sondern auch von Heumann, Kaltenhofer,M. Rößler, Sepp, u. a. gestochen. Gppk lebteum die Mitte des XVlII. Jahrhunderts zu Leyrden, und arbeitete für die dasigen Buchhändlergrößtentheils mittelmäßige Blätter, zum Theilnach eigener Zeichnung. So z. B- anatomischeTafeln, unter der Leitung des I. Wandelaar ,und dieses zwar nicht ganz übel, ju./^. IVoort-is-i/L: Uteri üumani Aravisti »nstome et kistoris(b.u^ 6 - 6 stsv. 1743. 4 °); dann ein Bildniß desCelsius, zu einer Ausgabe desselben u. s. f.
Gppres (N.). Nach einem Englischen Künst-ler dieses Namens haben um 1780. I Jukcssechs Ansichten von Hamptoncourt, und G. oder
I. Wells eben so viele dergleichrn von den Land-häusern Twikenham, Richmond und Jskewoth,letztrer wenigstens in Aquaünta schön gestochen.
* Squarcino (Bernhard). Von ihm istdie Kupole auf dem Dom seiner Vaterstadt, be-kanntlich einer der ältesten Kirchen zu Padua ,welch« schon im XlV. Jahrhundert von einemgewissen Macolo neu erbauet, hernach von San-sovin mit zusammengesetzter Säulenordnung re-staurier, und noch später von Almaric u. a. wie-der verdorben wurde. Der Mechanismus jenerKupole macht unserm Gquarcino Ehre. Erunternahm dieselbe in 1758. und stellte solche aufvier Bogen, die er in die Hauptmauern einließ,so daß das Gewicht der Kupole ganz auf diesenletztem ruht, ohne das Gewölb oder die Pilastecdes Schiffes zu beschweren. M/rna L«I. terr.
II. 390-91.
* Squarcione (Franz), von vasari irrigJacob genannt; daher spätere Schriftsteller zwei)Künstler aus ihm machen. Es war der Sohnvon dem Fürstlichen Kanzler seiner Vaterstadt.In den Inseln des Archipelagus hakte er viel nachalten Denkmälern gezeichnet. Nach seiner Rück-kehr unterrichtete er seine zahlreichen Schüler mehrdurch die Muster, weiche sich in seiner eigenen
Kunstsammlung vorfanden, als durch sein eigenesBeyspiel, und ließ die Aufträge, welche er vonasten Seiten erhielt, durch dieselben ausführen.Er selbst lebte mittlerweile herrlich und in Freu-den , und stach in großer Achtung bey Personenvom ersten Range. In der Kirche Misericordiazu Padua findet sich ei» Chorbuch mit Miniatu-ren, welche gewöhnlich dem Montagna zugeschrie-ben werden, und aber durch die große Mannich -faltigkeit des Styls verrathen, daß solche weitwahrscheinlicher das Werk von mehrern Gliedernaus der Schule des Squarcione seyen. Sowar er gleichsam der Stamm, aus dessen Zwei-gen, durch Mantegna die Lombardische, durchMarco Zoppo die Bolognesische, und vielleichtdurch Jacob Dellino, der ebenfalls auf seinerSpur gieng, selbst die Denetianische Schule ent-sprungen war. Von eigener Arbeit dieses altenKünstlers kennt man zu Padua für sicher einzigein ausdrücklich mit seinem Namen: krancencc,Zguaroione bezeichnetes Bild, welches St Hic-ronymus mit etlichen andern Heiligen in mehrernAbtheilungen darstellt, und freylich an etlichenStellen ritoccirt ist, aber noch immer Manchesdurchblicken laßt, was von der ursprünglichenKunst des Meisters zeuget Man bemerkt darinColorit, Ausdruck, und besonders Perspektive,welche einen der trefiichsten Künstler dieses Zeit-alters verrathen. Noch sind der Contrakt dafürvon i 449 - und die Bescheinigungen der Bezahlungvon 1452. vorhanden, und gegenwärtig ist es imBesitze des Grafen von Lazara, dessen Vorfahrensolches für die Kirche St. Girolamo bestellt hat-ten. Noch halt man dann im Kloster S. Fran-cesco Grande einige Jugendgeschichten aus dem Le-ben dieser Heiligen, in Grünspan gemalt, mitziemlicher Wahrscheinlichkeit für die Arbeit un-sers Künstlers, doch (des darin mehr und min-der befindlichen Guten wegen) nicht ohne Mit-wirkung einiger seiner Schüler. Auch in diesenUeberresten bemerkt man schlanke Figuren, einenenge gehaltenen Faltenwurf, und damals sonstnoch ungewöhnliche Verkürzungen — kurz, frey-lich noch unreife Versuche, sich dem Styl derAntiken zu nähern. Lci. tei-2. 111 . 2b—27.
V. 22h. Fiorkllo II. 19—20. Wohl irrig heißtes, nach all'Obigem, in Hofft ärer's Aachr.v. Runftsachen in Italien (8°. Wien 1792.) I.33 Z. daß seine Arbeiten alle zugrundgegangenseyen. Vergl. oben Hieronymus oder GeorgSchiavone.
* Ssiuazella od. Sguazella (Andreas)nicht Squarzella, wie er bey Einigen genanntWird. Lanzi cLä. terr. I. 166.) zählt ihn kurzunter diejenigen, welche sich wesentlich an denStyl ihres Meisters del Sarto gehalten.
* Squoniam ( ), der teutsche Maler; istwohl nichts als ein verdorbener französischer Namevon Schosn-Jans, nach italiänischer Mundart.
Srebenitzky (G.). So heißt bey Fiorilly(K. S. I>. 98.) ein Russischer Kupferstecher, vonwelchem dort eine Römische Charitas nach la Gre-nee, als ein schönes Blatt, und der kranke Haus-vater nach Grenze (dieses eine kleine Copie, wahr-scheinlich von dem bekannten größer» französischenBlatt) angeführt werden.
* Staaren, s. Staren.
Staasen( ). So heißt in der Allgem.Buiistz. 80. S. 196. ein Künstler zu Mannheim um 180Z. Dort wird von ihm geurtheilt: „Erkopirt sehr gut, und ist oft beschäftigt, für H.Artaria Kupferstiche mit Oelfarben zu übermalen,um die Liebhaber auch mit der Färbung des Ur-bilds bekannt zu mache». Während seines Auf-enthalts in Rom hatte er Gelegenheit, die italie-nische, und in Düsseldorf die niederländischeSchule zu studiren."
* Srabbs, s. Srubb«.