Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1710
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Stahl.

Sein obenerwähntes Blatt: Ziethen vor dem Kö-nig?/ nach Chodowiecki's Originalstiche über dieHälfte verkleinert, wird in Meusel's Mus.!.9Z. von einem L- I. w. R. I. H. v. H (sie)als ungemein sauber und nett, sehr gerühmt.

Stahl ( ). Der Dresdner pol.An-

zeiger Jahrg. 1809. N°. 12. Lhorzettel, benenntunter den damals zu DreSven neu angekommenenFremden: „Architekt Grahl aus Königsberg ,kommt aus Leipzig ."

— — (Madame), eine geschickte Stickerin zuLeipzig 1811. Akc.

Stahlbarth (Jakob), wurde im Jahrei 6 r 5 . zum Gräflich - Ostfriesischen Münzmeisterernannt. Hirsch teutsch. Münzarchiv, Lhl-VII. S. 422.

Stahlbaum (Christian Ludwig), Kupferste-cher zu Leipzig , geboren daselbst 1752. So hießes bey Meusel I. (1778.) und wurden ihm dortdie in Sprengels und Hartwings Handwerkenund Künsten befindlichen Kupfer, dann ein Bild-niß G. F. Sailers nach Reuß (1776.), nebst aller-lei Bücheroerzierungen, wie z. B. zu Burmann'sLiedern für kleine Mädchen zugeschrieben. Alleinbey Meusel II. (1789.) lesen wir wieder: LautBerichten aus Berlin sey er nicht Kupferstecher,sondern Buchhändler. Neuere uns zugekommeneNotizzen über ihn besagen: „Derselbe hatte zuKönigsberg in Preussen den Buchhändler gelernt,und etablirte sich endlich 1778. als solcher zuBerlin . Allein eine zweyte Heirath und unglück-liche Spekulationen brachten ihn dahin, daß ervor dem Jahre 1786. sich von seiner Frau schei-den ließ und Berlin und seine Handlung ver-ließ. — Alsdann trat er in holländische Diensteund starb nachdem er sich aus Mißmuth nochoem Trnnke ergeben halte, i» dem größten Elendungefähr 1788. zu Dresden . Von ihm sind auchdie Kupferplatten zu der ersten und zweyten Lie-ferung von Winkelmanns alten Denkmälern derKunst, einem Werke, dessen Verlag ihm früherhinEhre machte. Einige seiner uns zu Gesichte ge-kommenen radirten Blatter dagegen sind sehr mit-telmäßig ausgefallen.

Srahlburgs ). So heißt bey Dalla-rvay II. 276. ein Kunstliebhaber zu Wien um1728. dessen Gemäldesammlung nachwerts mit der-jenigen des Prinzen Eugens vereinigt wurde.

Stahlknechr( ). Jnwilldeno rv'sGrundriß d. Rräuterkunde (Berlin 1792. 8°.)findet man einige Blatter, die Capieux nach denZeichnungen eines solchen geetzt hat.

Stahl meyer ( ), ein Dekorationsr

Schnitzer aus Wien ; arbeitete zu Petersburg anAuszierungen der neuen Pallasts r Gebäude derKaiserin Elisabeth«, und Vieles für die KaiserinCatharina II. um 1766. Meusel's Miscell.Xl. 276.

Srahn ( ), ein noch um 1809. lebender,

aus Deutschland gebürtiger vorzüglicher Porzel-lanmaler zu St. Petersburg schon unter der Re,gierung der Kaiserin Catharina II. , trug den Ti-tel eines Arkanisten der dortigen Kaiser!. Porzel-lanfabrike. Fiorillo R. G- II. 68.

Stabrenberg (Grafvon). In dem Cere-monie! d. Drechsler von F. Frisius (Leipz.1706. 8°. S. 290.) führt den „verstorbenen"Graf Grahrenberg und feinen Sohn als Dilet-tanten im Kunstdrehen an, und bemerkt dabey, daßin dieser Familie die Liebe dieser Kunst schon langeeinheimisch gewesen sey.

' Srain, s. Srein im Lex. sowohl als ingegenwärtigen Supplementen.

(I-)- So heißt bey FiorilloV. 846. ein Englischer Biumen- und Zrüchtema-

Stalpaerr.

lcr oder Zeichner neuester Zeit, von dem ein(dort ungenanntes) Prachtwerk dieser Gattung be-kannt sey.

*Stalhand( ). Einen solchen zahltFiorillo V. Z80. unter die Niederländischen Ma-ler von geringerer Bedeutung, welche um dieMitte des XVII. Jahrhunderts in England gear-beitet haben; der aber wohl kein andrer, als dergleich folgende Sralbenr ist.

* Sealbenr (Adrian). Als Maler ist sein

eigentlicher Lehrer unbekannt. Einzig bemerkt^antl, daß er sich vornehmlich die Manier vonJohann Breugheln zum Vorbild genommen habe.In Deutschiand besitzen von ihm, die GallerieLlchrenfteln zu Wien : Christus im Nachen,predigt dem Volk; diejenige zu Dresden , dasUrtheil des Midas, und ein Götterbanket amFuß eines Felsen; Galzchalum «inst ein ähnli,ches (ob beyde Original?) lauter kleine Bilder.In der Sammlung von eigenhändig gefertigtenMalerbildnissen, die der Graf F. Lactant. vonFirmian (1782) auf seinem Lustschloffe Landskronbey Salzburg besaß, sah man auch das seinige.Rost V. 3 r 6 . kennt eine von ihm selbst in sehrgutem Geschmacke geetzce Landschaft, mit den Rui-nen einer Englischen Abtey und vielem Vieh staf-fln , und mit seinem Namen bezeichnet. Ander-werts wird noch von ihm ein zweytes (vielleichtaber auch das schon bemerkte) Blau, mit; ?sy-8»AS svoc Hei-mika^e rubrizirl genannt. Hin-wieder hat R. Dunker nach ihm: avec

un« Laverne (vielleicht das obige) geetzt.

* — — (Johann), der im Lex. unter demArt. des Obigen noch als zweifelhaft erscheint.Von ihm lesen wir dann doch wirklich bey deBie: Man zeige in einem berühmten Cabinet vonihm eine ungemein schöne Landschaft, welche einholländisches Dorf mir vielen wohigewahlten Fi-guren darstelle; und, d>r altere Brcughel habevermuthlich nach ihm studirt.

Stalbon (Ludwig). So heißt irgendwo einuns sonst ganz unbekannter Künstler, der (1770.)nach C. Monnet das Bildniß des Arztes JohannAstruc gestochen habe-

Sralboom, s. oben Gtaelboom.

Stalburch( ). Don einem uns bisherganz unbekannten deutschen Kupferstecher diesesNamens führt Barrsch IX. 47«—78. zwey B al-ter an, deren eines Juno und Semele vorstellt,jene in den Wolken, diese auf der Erde mit einemKind an der Hand, und der unangemessenen hol-ländischen Inschrift: 8emeleck begoort 2)MiIswoort von luno bellrooZen äis welle kserraet luplter« Aolltkeit te prouun Anno

Das zweyte ist eine Allegorie nachM- Hiemfk (Mart. Hemskerk): Eine junge Fraudie durch ihre Demuth und freundliche Worte denZorn eines Mannes zu besänftigen sucht; diesesmit dem sinnigen Motto begleitet: Osticiogs ms-

nus, civills linAus, probumyue turnen, sunttri» 9020 nisxllna rnunllus habet. Ista lleosIiominesgue nioventur, en rniti^at Iram, voxmollis, gno ncit cellere victor sbit, und eben-falls mit: bezeichnet.

Stalpaarde (David). So heißt irgendwoein uns sonst ganz unbekannter Kupferstecher,der auf 5 . Blättern die Darstellung des Rathhau-ses zu Amsterdam gegeben habe; zu welcher Zeitaber, wird nicht gesagt. Vielleicht derselbe mit

Gtalpaerr (Daniel), ein aus Trabantgebürtiger Baumeister der Stadt Amsterdam im XVII. Jahrhundert, wohl auch Kupferstecher.Ein altes Verlagsverzeichniß: Lstslo^ue 8e Lar->tes ^eo^rapkrgues, V>llo8, IHlles clouces etI.ivrt-8 lle certe nalure 8e Xicol. Vmcber<l'Am8ter<jam (Am8teI6. s.) p. 5. u. 6. rubrizirtjämmerlich: Amstvlllam de 6. Lrsllll8ieuiIIe8» p.