Band 
Zweyter Theil [3].
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1719
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Steeweghe.

von den vier Sadclcr (Egid. Ioh. Marc undRaph.), theils selbst gestochen, theils mit ihremexc. bezeichnet (wie z. B. Tobias und der En-gel , an einem Kanal-Ufer, mit m. 8a6elerexc.);wieder die vier Jahrszeiten, von E. Sadeler,und die zwölfMonathe, von Ebendemselben, dochohne seinen Namen, sehr zart gestochen. Diesenfügt noch der Katalog von Brandes bey, eineFolge von Friesen, mit: viel und mancherleyGeflügel, den Malern und Goldschmiedendienlich inO.uer-Okt. « 63 «. in Jonghe's Verlag,die meisten von Liefrink gestochen, und zwey Blat­ ter in Quart mit Schwanen, Gänsen und Enten,wobey wir indessen bemerken müßen: Daß, demLex. zufolge, freylich ein dreyßig Jahre früher,auch ein G. A. Srephani eine Sammlung vonVogeln geetzt habe. Was dann etwa von aste demjenem andern (jüngern) per. Sreevens (der im Lex.am Schlüsse des erstern erscheint) zugehören möchte,ist uns unbekannt. Basau, der ihn anführt, nenntseine Blatter nicht. Lonf unten B. Srefani undperer Srephani. Von dem Unsrigen (oder dannvon dem letztgenannten perer Srephani, wennsie je zwey Entia seyn sollten) besaß noch 1810. H.Paignon-Dijonval zu Paris drey Aquarell-Zeich-nungen: Eine Schaafschur, eine Weinlese und ei-nen Soldaten-Halt im Walde.

* Sreeweghe (I. P.), s. Sreinwegheim Lexik. , sowohl als in gegenwärtigen Suppl.

* Seefan, s. Stephan.

* Srefsneschi (Ioh. Baptist). Sein Ge-burtsort heißt nicht Rom , wie das Lex. sagt,sondern Ronta, und Monre Senario war nichtsein Beyname, sondern er war ein Mönch daselbst.Lanzi (L6. ters. I. 266.) nennt ihn als Schülervon Commodi, und trefflichen Miniaturmaler inBildnissen Sein eigenes nach ihm in der Galle-rte zu Florenz hat P. A. Pazzi gestochen. Aufeinigen seiner Arbeiten in dieser Gallerie schreibter sich: §tep/mrre5c/n, Lremica. Morgenstern I.(2) Zig.

Srefani od. Srephani (B.). Von ihmkannte man z. B. ein Blatt mit Elephanten, undein Opfer, beyde nach Jul. Pipi; dann ein Bild-niß des Uugarschen Grafen Eineric Tökely, nachD- van der Plas, und mehrere andere, wie z. B.des Herzogs Philipps von Orleans, Johann III.Königes von Polen , der Herzogin von Mazarin ,Horkensia Manzini, u. a ohne wettern Namen,als den seinigen. Ein Gantkatalog nennt diesenSrefani: Benero (wohl Benedikr) und führtvon ihm, nach M. A. Torbido, genannt Moro:Der Heiland als Gärtner, erscheint der Maria,als ein sehr seltenes Blatt (ssr. Lertelli form.) an.

(Niklaus van), ein Maler von Belluno ,blühete um « 53 c». Derselbe war ein Anverwand-ten von Titian ; und Lanzi (L6. ters. III. 11Z.)ertheilt ihm das kurze, aber schöne Lob, daßer von jenem in der Kunst nicht immer überwun-den worden.

* (Peter und Thomas de). Unter denBildhauerarbeiten desselben zeichnen sich, nebendem Grabmal Jnnocenz IV. (st. i2hs,. zu Neapel )diejenigen der beyden dortigen Könige Carl I.und Carl II. aus. Die zwey sitzenden Statuendieser letzter» sieht man noch heut zu Tage überden kleinen Thüren des Bischöflichen Pallastes.Dann war er auch Maler. Fiorillo II. 733. *)Von Thomas dann hebt sich die eigentliche Ge-schichte der Malere», seit ihrer Herstellung imKönigreiche beyder Sicilien an. Don seinen vie-len Arbeiten zu Neapel , hat sich indessen nur We-niges erhalten. So z. B. im alten Episcopio einegroße Kapelle, mit den Wundern St. Januarsu. a. Heiligen; in St. Michael (jetzt St. Angclo

Stefano. 1719

a Nido) ebenfalls das Blid des erstern; eine Pas-sion in der Kapelle de Minutoli in der Bischöfli-chen Kirche, und eine Verkündigung auf Gold-grund, von welchem letzter« Bilde der Cav. Mas-stmo Granzioni mit vieler Achtung spricht, undglaubt, daß es in Oel gemalt sey. Endlich nocheinige Ueberbleibsel von Werken, die er um 1270.und / 5 . ausgeführt hat. Obgleich Tommasonoch seine Figuren, wie es in jenen Zeiten üblichwar, von ungleicher Größe darstellte, so ertheiltihm doch auch Dominici wegen vieler andernschätzbaren Kunsteigenschaften großes Lob. I. 0.762. Uebrigens bemerkt Lanzi b)ci. ter? II. 28Z.wie gezwungen dieser letztgenannte Schriftstellerseinen Mitbürger, selbst über dessen ZeitgenossenCimabue hinauszusetzen sich mühe; da hingegender Vater der Neapolitanischen Kunstgeschichte,Marc da Siena ausdrücklich sage: Daß Tom-maso denn doch in Großheit (6rnnäe22n äelkare) dem Florentiner habe weichen müßen.

* Stefani ( ), mit dem Beynamcn Me-

succio, Peters Sohn, dessen im Lex. unter demobigen Art. Erwähnung geschieht. Derselbe wird auchals Schüler des bekannten Masuccio des Ersten,Masuccio der Zweyte genannt Während deuter in Rom nach den alten Denkmälern studirte,wurde er von dem Könige Robert nach Neapel berufen, um dort die Kirche St. Clara zu bauen.Als er etwas spate dahin kam, fand er die Bautebereits in sehr rohem Styl angefangen, machteaber durch seine Verbesserungen Alles wieder gut.Dann sah man von ihm weiter die Kirche unddas Kloster des Pallastkreuzes, die schöne Kar-thause von St. Martin und das Schloß St. Elmo,Alles zu Neapel . Auch vollendete er ebendaselbstdie Kirche St. Loren;, die sein Meister bereitsbegonnen hatte, und errichtete noch diejenige vonSt. Johann zu Carbonara. Nach der Weise desZeitalters war er zugleich Bildhauer, cie /ontenni.

* s. auch Stefano» Sreffani, Ste-phans, Stephans und Srephanus.

* Stefanini (Johann). Basan (b)cl. sec.)setzt seine Geburt zu Florenz , auf Gcrathewohl in1720. und führt von ihm, neben Andern« «2 Blät-ter nach antiken Basreliefs an.

* Stefano Fiorenrino, welcher im Lex.unter dem Namen Stephan di Lapo erscheint.Der Almanach aus Rom 18>1. (Rünstlerka-lender 19 Oct.) sagt von ihm, daß er seinen LehrerGiolko sowohl in der Zeichnung als im Koloritübertraf, und nennt dann von ihm, als trefflich,neben seiner Madonna im Campo santo zu Pisa ,eine Transfigurakion mit Moses und Ellas, imKloster St. Spirito zu Florenz ; dann viele Arbei-ten zu Rom in Ära Coeli, St. Peter, in Mailand -Pistoja u. a. Städten Italiens .

* (Franz di). So nennt der: Alma-nach aus Rom i8ri. in seinem Lünstlerkal.unterm 20. Aug. einen Bildhauer aus Siena , derum i/,8o. geblühct habe, und von welchem Arbei-ten im Dome ersichtlich seyen. Nicht unwahr-scheinlich aber ist derselbe kein Andrer, als derFranz di Giorgio Martini, Sanese genannt >der im Lex. s. v. Martini erscheint.

----- (Vincenz di, oder vielmehr da).

Lanzi (l-W. terrr. III. 23 .) halt ihn für einenSohn des gleich folgenden Stefano di Verona .Dänn nur so könne er noch Lehrer von Liberalegewesen seyn.

* ( ), von Verona , wahrschcinlich

wie Lanzi (b) 6 . ter-r. III. 23.) jetzt ganz neuer-lich behauptet, Eine Person mit dem oben ange-

'"') Der Almanach aus Koni i8>l. in seinem Rünstlerkakender -->. May nennt unsern Künstler di Hieteobtesani, und unterscheidet ihn ausdrücklich von einem andern völlig gleichzeitigen Neapolitanischen Mlobauer,den er pictro di Stefani heißt, und, als dessen Arbeiten, viele Kruzifire von Hol; in mehren« Kirche » zuNeapel , dann mehrere Grabmäler ebendaselbst und in einigen Klosterkirchen anführt. Noch bemerken wir, daßder letztre eben so wenig der nachfolgende, weit spätere Eltefaiii, mit dem Leynamen Masuccio, sei'» kann.

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