1720 Stefano.
führten Sebeto. Derselbe blühete noch zu An-fang des XV. Jahrhunderts, vasari nennt ihnbald von Verona , bald von Zevio (einer Gegendim Venet,anischen) gebürtig; thut dann an meh-rern Stellen seiner rühmliche Meldung, und zähltihn zu den beßten Schülern von Angelo Gaddi,dessen Manier er (ans demjenigen zu schließen,was man in St. Fermo und anderwerts von ihmsiehet) noch Würde und Schönheit der Formenbeyzugesellen wußte; ein westlicher Frescante, demDonatello in dieser Rücksicht vor allen Zeitgenos-sen seiner Schule den Vorzug ertheilt; so wie auchVasari bemerkt, daß seine Werke von dem älternPeter von Perugia hauptsächlich in desselben Mi-niatur-Arbeiten in der Bibliothek des Pabstes Piusim Dome zu Siena seyen benutzt und nachgeahmtworden.
* Stefano ( ). So nennt Gandellini denSohn eines Künstlers gleichen Namens, welchereingelegte Goldschmiedsarbeit, und dann allerleykleine Blatter in chinesischem Geschmacke unge-mein fleißig gefertigt habe.
* — — di Bonneveill. S. obenBon-
neville. Zur Baute der Dreyeinigkeitskirche zuUpsal wurde er mit 10. Maurermeistern von Paris berufen. Llj. ter?. I. 128.
* — — s. auch oben Stefani, und unkenSreffam, Stephan,, Stephans und Sre-phanus.
* Seefanone (Maestro). Mit Januar diCola, dessen Manier der steinigen sehr ähnlichwar, fertigte er gemeinschaftlich viel macchinoseWerke, wie z. B. das Leben St. Ludewigs, Bi-schofs von Tvlosa, welches schon ihr Lehrer, MeisterSimon, begonnen hatte; dann Anderes aus derGeschichte der H. Jungfrau, in St. GiovanniVi Carbonara. Indessen bemerkte man doch mit-ten unter der Aehnlichkeit des Styls der beydenFreunde noch einige Verschiedenheit, di «tola'sCharakteristisches s. oben in dem Art. desselben.Der unsrige dann zeigte mehr Genie, Entschlos-senheit und Bravur des Pinsels, und gab sei-nen Figuren einen Geist, der ihn, selbst in einembesser» Jahrhunderte, vor vielen andern ausge-zeichnet hatte.
* Srefanoni (Peter und Jacob Anton),
Vater und Sohn. Der erstere (nach Rost HI.025.) geboren um 1600., der Sohn nm 1600.(beyde wohl weit früher; Malpe sagt von pererbestimmt i 58 g.) da man von diesem schon Blattervon 1608. und vom Sohne von 1602. kennt *).Das im Lex. angeführte Werk, zu welchem De-rer die Blätter gestochen , führte anfangs zumTitel: Bet,-. 6emmss antiguitus
saulptL 40, komss 162/. Dann aber, in einerspätern Auflage, mit einem Commentar des Li-cerus: /-o-'ttm. Licetr RieroZIz-pklco, 8. antiquadtemmstr, Oemmarum, ^nnulsrium Lcc. rol.Varavü V 5 Z. Es soll von schlechter Zeichnung seyn.Von den beyden Stephans»»' kennt man übri-gens vorzüglich mehrere HH. Familien nach dendrey Carracci ; von Derer insbesonders dann,nach Annibal: Eine Gesellschaft Bettler in einerLandschaft, und den geplünderten Kaufmannmit seiner Familie, eben so in einem Landschafts-grunde (also, gegen Rost, zwey verschiedeneBlätter); dann, nach Ebendemselben das Bild-niß einer mit Diamanten (?) gekrönten Königin.Von Iac. Anron hiernächst, nach G- Reni, denKindermord, ein kräftig gcetztes, aber sonst demvon Füßli ll. 2iZ. vortreflich beschriebenen Ur-bilds in St. Dominicus zu Bologna wenig ähn-liches Blatt. Von Einem von beyden etwas,uns Unbekanntes, nach Zuccaro; eine Stadt Flo-renz u. s. w. Zwey Blatter nach Pasinelli: DasWunder St. Antons von Padua , und die Mar-ter von St. Ursula und ihren Gefährtinnen; dieseletztern svvn 168b. dakirt) schreibt Rost wohl ganz
Stegemeisrer.
irrig unserm Stefansni dem Sohne zu, dasolche unstreitig einem völlig Andern (Joh. Ant.Lorenzini) zugehören In Dürers Zeichenbuchesollen sich einige Blatter nach den Carracci be-finden. Er signirte seine Arbeiten mit: ?. 8.Lauf. und: 8. v. /Ärme/st.
Steffani (Joh. Georg). Ein solcher warum 1777. Bauschreiber in Herzogl. WeimarischenDiensten; schritt sodann zum Bauverwalter, und1799. zum Bauinspektvr fort.
Sreffela (Caspar). So hieß ein Goldschmiedaus Nürnberg , der uns aber einzig durch seinBildniß bekannt ist.
Steffen (Martin), ein alter deutscherKunst-gieffer. Auf der Stadtbibliothek zu Frankfurt amMain befindet sich eine Handschrift: 0l5cor8o stell'^rtilleria stell Imperator Larlo V- kol. i 552 .Darin sind Kanonen und Mörser gezeichnet. Aufeiner dieser Kanonen findet man die Aufschrift:
XteA» in branckiort z-os mich ihi8.und auf einer andern, nebst seinem Namen undsechs Wappen, ein schwebendes Kreuz mit einemCbristusbilde, vor welchem Maria auf den Kniee»liegt, und unter derselben, iu gleicher Stellung,Luther auf seinem Schwan, und noch ein Andrer,vermuthlich Calvin, Alles „mit der" (sagt derehrliche Hüsgen N. A. S. 455 .) „zärtlichenKanonen - Jnnschrift":
Ein Nachtigall bin ich genant,
Liblich und schon ist min Gesang;
Wann ich sing, die Alt ist lang.
— — ( ), Schüler des Hofbaumeisters
Hölzers zu Dresden 1812. Die dasige Ausstel-lung dieses Jahres zeigte von ihm ein Landwohnrgebaude im italienischen Geschmacke,
Steffens (Heinrich) in Halle. Ein solcher(ob Künstler? Wir zweifeln daran!) gab 1810. zuHamburg bey Perthes, als Anhang zu D- D.Runge's Farbenkugel u. s. f. eine Abhand-lung über die Bedeutung der Farben in dertJarur, wovon es im Tüb. Morgenbl. 1810.(Uebers. der neuesten Litteratur. S. 28 ) heißt:„Tsrreggio würde schwerlich etwas von dembegriffen haben, was H. Steffens hier vorbringt,und umgekehrt zweifeln wir sehr, ob H. Tref-fens je den Torreggis begreifen werde."
Sreg ( ), Bildhauer, der um 1670. bey
dem ältern Joh. Heinrich Böhme zu Schneeberg lernte, und sodann seine Kunst zu Halle in Sach-sen trieb. Metz er's Erneuerte Thron. vonSchneeberg S. 6)8. Vielleicht heißt er richtigerGregor.
Stege (Georg). Ein solcher war Fürstlich-Pommerscher Hofgoldschmied und starb ihgö. zuStettin .
Sregemann (Matthias). In 1804. königl.Preußischer Kriegs - und Domainenrath, wie auchLandbaudirektor bey der Kriegs- und Domainen-kammer zu Magdeburg ; lebte noch, als Deparrtementsbaumeister daselbst, r8n. Derselbe wardgeboren zu Plane an der Havel 17Z7. Eine vonihm verfaßte Abhandlung über den Straßenbau,erhielt von der Akademie der Wissenschaften znBerlin den Preiß, und wurde, nebst zwey ander«die das Aceesstt erhalten hatten, (Berlin 1788.gr. 8°.) zusammen gedruckt. Schon um 1760.war derselbe bey der Erbauung des Gradirwerkes zuSchönebeck beschäftigt.
Stege m elfter ( ), ein junger Hambur -
gischer Architekt, der um 1808. aus Italien zu-rückkam. Von ihm heißt es im Tüb. Morgen-dia» e. a. S. 292. daß sein Entwurf, den »o,voo.Quadratfuß großen Domkirchplatz zu verschönern,denjenigen des verstorbenen Baumeisters Arensund des Dänischen Pros. Haesen vorgezogen wors