Stell«.
ihm, unsers Wissens, einzig die Gallerie zu Galz-rbalum eine Leda und Jupiter als Schwan, 3 ^breit, und 4 ' 4 " hoch. Dann von Partiku-laren (1809). H. Hof- und Landgerichts-AdvokatSchmidt zu Kiel : Eine Mutter mit fünf Kindernumgeben (liebliches Bild) auf Schiefer, und eineLandschaft mit tanzenden Bauern, sehr gut undlebhaft colorirt. S. dessen Raralog N°. 39s u.n 5 j. Von Handzeichnungen unsers Künstlers,theils getuscht, theils in Kreide sah' man be» H.Daignon-Dijonval zu Paris noch 1810. an die 3 o.welche theils Religiöses, theils allerley Studien,Kinderspiele, und wieder Landschaftliches, nachGegenden um Lyon u. s. f. zum Gegenstand hat-ten. Und eben so fanden sich dergleichen mehrerein der Kunstverlassenschaft des in 1809. verstor-benen Malers I. A. Silvestre. S. F L. )^eg-naulr de Lalande Katal. seines Kabinets, S.ic» 3 . Bekannt ist, daß dieser Künstler Einigesnach seiner eigenen Erfindung gectzt habe. Aus-drücklich indessen werden bey ^ost und A)inklereinzig genannt: Die Lehns -Ceremonie der Tosca-nischcn Städte; anderwertö: Das Fest der St.,Johanns Richter an Johanns des Täufers Tagrubrizirt (1621.) selten; und: Eine Abnahme vornKreuz, mit: )ncobus * inv. (als Anspielung aufsein Geschlecht) 1637. bezeichnet, ein ebenfallsseltenes, und zugleich schönes Blakt; anderswonoch eine H. Familie. Hinwieder gestochen nachihm haben: G. und I. Audran, A. Bosse jünger,I. Boulangcr, I. Eouvay, P. Darrt, H. Da-vid, Desmarteaux, Doyen, G. Edelink, I. Falk,
B. Fariat, H. Folkema, C. Goyrand, F. Greu-ther, I. S. Klauber, M. Lasne, P. Maupin,
C. Melan, M. Moyreau, F. und I. N. Poilly,F. Pollanzani, R, Regnesson, E, Rousselct, D.de Rubele, C. Sas, B. van Schuppen, A. F-und C. Stell«, I. G. Ballet, Cl. Dignon. Un-ter diesen nennt der Katalog von UUnkler alssehr schön: Eine H. Familie wo St. Joseph demKind eine Lilie reicht, von Edelink; dann eben-falls als schön eine andre, wo das Kind denLilienstengel dem Lamme zu speisen reicht, vonFalk; den Welterlöser von Klauber; die H. Fa-milie, wo das Kind auf dem Lamme reitet, undSt. Magdalena, die, von zwey großen Engelnunterstützt, von einem Oberpriester die Hostie em-pfängt; endlich eine Madonna, die das Kind stillt,von van Schuppen. Noch nennt der Katalog vonBrandes ein schlafendes Kind von Engeln ange-betet, ebenfalls von Edelink. Ferner bemerkenwir eine Himmelfahrt von Eouvay, wo der Künst-ler unter den Aposteln erscheint; dann: Das obenerwähnte Leben der H. Jungfrau (20. Bl.) vonPollanzani, freylich mit: X. Uoussin sei. be-zeichnet, die aber, nach dem Urtheil von Kennern,sicher unserm Grell» zugehören sollen. Weiterseine Kinderspiele, von einem uns Unbekannten.In Holz geschnitten dann nach ihm haben: P.Maupin, nebst seiner gleich anfangs genanntenCanonisation von fünf Heiligen , über 100. Blät-ter, mit einem oder mehrern Stöcken in Helldun-kel, nach seinen Federzeichnungen, welche Prophe-ten, Sibyllen, Apostel, Märtyrer u. s. f. dar-stellen. Dann Cl. Vignon ebenfalls *) die Apo stel ; und endlich ein Ungenannter — St. Job vonseinem Weibe geplagt, ein bey Winkler als äusserstselten genanntes Blatt, welches einzig mit:-stelln Inv. in Koma signier ist. In neuernTagen (i 8 v 3 .) von Villerey gestochen, findet sichnach ihm: Ein Christus ihm Oclgarten, in deLlgny'ö kkistoire üo In Vis üe )esus-LüristXVI. kivr. Lonk. Vennroi Latal. Us ka'iAnon-Oi^onvsl.
* Grell» (Jacob), der Maler von Brescia ,der, so wenig als der Fermo von Carravaggionicht zu den Lyoner-Grell»'« gehört, obgleichLanziskü. terr:. II. 121.) ihn ganz mit vbigemI»-
Stelzner.
kob für denselben halt. Denjenigen von Brest, »nennt er übrigens einen Schüler von H. Muzian,der aber von dem Styl seines Meisters nachlhei-lig abgefallen sey; doch kenne man Einiges vonihm, wie z. B. das schon im Lex. Angezogene inder Gregorianischen Loge, u. a. ziemlich Lobens-werthes.
* Grell» (Ignatz u. Ludwig), Vatern. Sohn,die sich in Italien Stern nannten, s. Stern.
* — — (Ludwig), Jacob Grell»'« vonBrescia Sohn, der im Lex. unter dem Art. sei-nes Vaters erscheint. Diesen kennt Lanzt nicht.
* — — (Paul). So wird irgendwo,
ohne Weiteres, ein Kupferstecher genannt, deretwas uns Unbekanntes nach C. Procaccino ge-liefert habe.
— — (Thilemann), aus Siegen gebürtig,wurde von dem Herzoge Johann Albrecht zuMecklenburg mehrere Jahre, vcrinnthlich zu Wit-tenberg, unterhalten, um eine vollständige Kartevon Teutschlaud, nebst Beschreibung, zu verferti-gen, welche Arbeit ab?r nicht zu Stande kam.Doch gab er i 56 o. Geb. Münsters Karte vonTeutschlaud verbessert heraus; und eine anderevon der Grafschaft Mansfeld , welche das Ori-ginal blieb, was bis auf die neuern Zeiten nach-gestochen wurde. Mehr über letztere Karle (welchezuerst in Franz Hogenbergs Verlage zu Cöln,und von demselben gestochen erschien; dann, eben-dieselbe, auch dem Theatrum des Grtelius einge-bunden wurde) sagt Adelung's Verzeichnisd. Landkarten, u. ropograph. Blarrer Sach-sens S. 272. ff, Noch kennt man von Tbile-mann eine zu Witrenberg publizirte Karte vonPalästina in 2. Bl. die man beym Drrelius inCopie findet.
* SteUaere (Franz), s. oben den ArtickelFranz Grell».
— — — ( )- So heißt auch in dem
einzigen Katalog von Paignon-Dijonval ein um1700. lebender Maler, nach welchem Demarteaneine kleine Grablegung in Kreidenmanier gesto-chen habe.
* Grell lnghrveet (I.). Von einem Künst-
ler dieses Namens besaß H. Paignon-Dijonvalzu Paris (1810.) drey getuschte Zeichnungen,zweyer 'Schlösser und eines Holländischen Dorfesssatsl. lle Wohl vermuthen wir indessen,
daß derselbe kein Anderer , als der v- Stelling-rverf des Lex. sey.
« Sre llingwerf (V.). s. den gleich vor-stehenden Art.
* Srellrvag (Joh. Niclaus. Nach ihm hatI. I. Hayd das Bildniß der Herzogin Aug. So-phia von Würtemderg, und I. F. Schmidt das-jenige des Arztes I. F. Schmidt geliefert. Ei-nes seiner Bilder tragt die Jahrszahl 1744.
Srellrvagen (Angustin), ein Tischler zuHalle in Sachsen . Er sollte dort 1611. gestohle-nen Silbergeschirrs wegen — aufgehängt werden;„weil er aber ein geschickter Tischler war, wurdeer verwiesen, und bald hernach restitnirt." G.Vlearr Halygraphi» (Leipz. -667. 4 °.) S. 356 .
* Greizer oder Stelzer (Joh Jacob).Von seiner Arbeit findet man auch in le plar's175z. erschienenen Statuen der Dresdner -Gallerie.
Srelzners ), zwey Drüder dieses Na-mens, von sehr armen Eltern in 178 .. zu Mühl-hausen in Thüringen geboren, machten sich schonals Kinder in ihrer Vaterstadt, durch ausgezeich-nete Anlagen zu den bildenden Künsten, bekannt.Sie fertigten auch schöne Bilder mit dem Feder-
") Der einzige M»Ip<^ will wissen, daß Stell» selbst eine Folge von Heiligen hoch und 8" breit) eu Ca-yiayeu in Holz geschnitten, mit seinem v und der JahrSzahl 1625. bezeichnet habe.