Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1734
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t^Z4 Stenzel.

Blatt von Hollar (Raphaels Dildniß, nach ihmselbst) copirt lieferte.

Srenzel ( ). So soll ein Künstler zu

Dresden heißen, der dort zu Ende des vorigenJahrhunderts Silhouetten, wie z. B. die Chursäch-fischen Prinzen Anton, Maximilian u. s. f. geetzthabe.

Grenz lin (Johann Joseph). So heißt ir-gendwo ein Silber- und Argem- Hache Arbei-ter zu Berlin in i8oo.

Srepano ( ). So nennt Basan (.

sec.) wohl apokryphisch, einen Russischen Künst-ler, der sich um 1788. zu London aufgehalten,und mehrere Jahre bey Bartolozzi gearbeitet habe.

* Srepfani (Peter), s. Greevens.

Stephan (Christian Abraham), war Chur -fürfilich - Sächsischer Hofstempelschneider zu Dres-den , wo er auch 1764. 56 . I. alt starb. Sachs-Curios. Lur-Labiner 1764. S. 298.

(Friedrich), Professor der Botanik undMat. Medica und Kollegienrakh zu Moskau ,Mitglied mehrerer Gesellschaften, aus Leipzig ge-bürtig. Derselbe gab: Icones plsntarum Äos-guensinm vecas I. II. IVIoscov. 1796- kol. undradirte die Kupfer dazu eigenhändig, nach selbstgefertigten Zeichnungen. Auch zu einigen ander»seiner Schriften that er ein solches. Millde-now Grundriß d. Lräurerkunde u. a. mehr.Dritte Aufl. S. 586 .

(Johann), ein großer Maler seinerZeit, dessen vesal sich vorzüglich (denn er ge-brauchte mehrere Maler und Formschneider) zuseiner schönen Anatomie (von welcher 1589. einigeProbebvgen zu Venedig , das eigentliche Haupt-werk aber zuerst Basel i 543 . erschienen) bediente;wie er selbst um 1689. in der: L^iswla. llocens,venam axillarem üextri cubirl in äolorc la-teral! secanklam: et melanckollcum succumex vense portM rsmis sellem pertinentibus,purgari (slasll. i 53 g. 40.) besagt. Wir nehmendies aus Mohsen's Bildnißesammlung be-rühmter Aerzre S- 84. welchem jedoch gedachteseltene Epistel nicht zn Handen war» um etwasNäheres daraus bestimmen zu können. Unterdes-sen vermuthet derselbe, daß unter diesem JohannStephan wohl niemand anders, als Johannvon Calcar (welcher auch nach dem Zeugnissedes vasari die meisten Figuren zu der Anatomiegezeichnet habe) zu verstehen seyn möchte, da zuvesalius Zeiten sonst kein berühmter Maler un-ter den Namen Johann Stephans vorkömmt.Dabey pflichtet Möhsen übrigens noch der ge-wöhnlichen Meinung bey, daß Tirian (Calcar'sLehrmeister seit 1687.) ebenfalls Antheil an diesenFiguren zuzuschreiben sey. Letzteres glaubt zwarHakler aus dem Grunde nicht, weil gewiß sonstvesal nicht vergessen haben würde» Tirian, denallberühmten Mann, zur Ehre und zur Erhebungseines Werkes namentlich aufzuführen; um so mehrda er sein Werk Kaiser Carl V. zueignete undes aus der Geschichte genugsam bekannt ist, inwelchem Ansehn Tlrian bey diesem Kaiser stand.Die Gegensacher erinnern hinwieder, wie vesalüberhaupt mit seinen Künstlern, wegen ihres Ei-gensinns und ihrer Widerspenstigkeit, so unzu-frieden war, daß er einmal schreibt, er werde zu-weilen von ihnen dergestalt geplagt, daß er sichselbst öfters für unglücklicher ansehe, als die Mis-sethäter, deren Körper er der anatomischen Zeich-nungen wegen zergliedere. Nun habe vermuthlichvesal, eiwa wegen Hader mit Tirian, diesenlieber gar nicht, als mit Vorwürfen nennen mö-gen. Dieser Einwurf scheint uns jedoch nichtStich zu halten. Level,ng, j,, der Vorrede zuseiner anatomischen Erklärung der Originalfigu-ren von vesal (Jngolstadt 1788. gr. Fol.) be-merkt »och (doch wohl nirgends her, als aus obi-ger Epistel) daß vesal auch nicht vergesse, den

Stephan.

treuen Gehülfen und Mitarbeiter Johann Ste-phan'« , rJiclas Sropius, zu nennen; ober gleich ein solches überhaupt mit dem gebrauch-ten Formschneider (der gewöhnlichen Meinungnach Christoph Coriolano; welche Meinung aberganz unbegründet scheint, da vesal's erste Tabel-len 1539. ans Licht traten, und diese meisterhafteArbeit für Christoph'« Blüthezeit mithin zu frühzu achten ist), unterlassen habe. Einige Schrift-steller meinen, daß, wenigstens für mehrere Blat-ter, ebenfalls Johann von Calcar der Form-schneider gewesen sey.

So eben erhalten wir zu d.Art. noch ff. Zusatz: »WaSden oben erwähnte» A. Sropius anbelangt, so hatjedoch Leveling diese Stelle etwas undeutlichgesetzt, und wir sind nicht ganz sicher, ob er dertreue Gehülfe des Stephans als Künstler, oderdes vesal« als Anatomiker gewesen sey. Gedachteseltene lateinische Epistel des vesal (von ihm mitPadua 1689. dalirt, und durch Robert Winterzu Basel e. a. 4 ° gedruckt) haben wir vor uns;dieselbe gedenkt des Sropius nicht, wohl abe>?des Stephan S. 66. wie folgt: (^uam 06 rem

si corporuru öabitur opporlunitss, et suauroperam AoMML Xtex»üau»s, insi§nis nostrecsctatis pictor non stonnsAaverit, neyuaguanleAo eum laborem subterluAero. Ein Holzschnitt,der die Blutadern der Brust darstellt, findet sichS 4 r- ohne Künstlerbezeichnung. (AuS dem Allenwürde also hervorgeht!, daß Stephan ein be-rühmter Maler seines Zeitalters war, der demvesal, 1689. zu Padua , Anatomien zeichnete).

Stephan (Joh. Adolph, gewöhnlich Adolph),Dildnißzeichner, Landschafts - und al Fresco-Ma-ler zu Dresden , geboren daselbst um 1786., wosein Vater Ceremoniensänger bey der katholischenKirche war, lernte unter Hutin, Casanova, und,rücksichtlich der Landschaft, bey Klüngel, undstudirte späterhin auch die Baukunst und Perspek-tive bey Hölzer. Dann legte er sich auf die De-korationsmalerey, und wurde hierin vortrefflich,obgleich körperliche Leiden (heftige Hemerrhoidal-zufalle) ihm die Ausübung seiner Kunst sehr be-schwerlich machte. Nach: Dresden z. Kennt-niß seiner Häuser 1798. gab er damals nichtbloß in allen seinen erwähnten Kunstgattungen,sondern auch in der Mathematik Unterricht. Un-geachtet seiner vielfachen Geschicklichkeit, konnteer jedoch in Dresden sein Glück nicht erfassen.Ungefähr 1801. wandte er sich von dort nach Prag ,wo er um 1802. bey den barmherzigen Brüdernstarb; wonach somit Meusel bk. A L. zu be-richtigen ist, der ihn 1809. noch unter die Leben-den setzt. Früherhin hielt er sich auch einige Zeitzu Leipzig auf, und hat Verschiedenes für Buch-händler gezeichnet; so z. B. Einiges zu dem gros-sen Jdeenmagazine für Liebhaber von Gar-ten und englischen Anlagen, was in dem Ver-lage von Baumgarkner zu Leipzig erschien; na-mentlich (1801.) zum XXX. Heft, eine Kapellein Gothischem Styl. Ein älterer Bruder vonihm widmete sich anfangs der Musik, dann derArchitektur zu Dresden . Der Schlag lähmte aber,ehe er »och die architektonischen Studien beendethatte, seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten.Um 1812. befand er sich noch in einer Versorgungs-Anstalt zu Leipzig .

* (Joseph), Landschafts- und Thier-maler in Oel, geboren zu München . Bey demtrefflichen Watterschoot blieb er vier Jahre;dann reiste er nach verschiedenen deutschen Städ-ten, und heurathete, als er 1748- wieder nachHaus kam, die Wittwe eines Gemäldehandlers,deren Verkehr er fortsetzte, und seine und andrerKünstler Werke größtenteils ins Ausland ver-kaufte. Seine Handlung bestand gewöhnlich inLandschaften von seinem gedachten Lehrer, dannvon Beich, Lätter und Bidermann (Tochter-mann des berühmten Niclaus Stubcrs) dessenGattin und zwey Söhne, Anton und Ferdinand,