Stern.
Stern ( ). So hieß ein geschickter Jta-
iieiiischer und in Italien lebender Baumeister um1810. Ob derselbe noch mit dem oben angeführtenRömer, Johann Srern dem jüngern, oder mitdem gleichvorhergehenden Raphael Grern, EinePerson, oder etwa ein Nachkömmling desselben sey,ist uns unbekannt- S. auch unten Sterne.
Sternbach (Carl Friedrich Kregel von),s. Kregel in den künftigen Zusätzen.
Sternberg (Graf Franz von), KK. Oest-reichischer Kammerherr, wahrscheinlich ein ausge-zeichneter Kunstdilettante, trat an die Stelle desin 1802. verstorbenen Grafen von Kollowrath,als Präsident der Kunstakademie (Privatgesell-schaft patriotischer Kunstfreunde) zu Prag . Indieser Eigenschaft stand er noch 1804. Msusel'sArch. I. (2.) 166. (4.) 192.
— — (Graf Joachim von), Mitglied derGesellschaft der Wissenschaften zu Prag , setzte in1804. einen Preist von Zoo. st. auf die beßte Beant-wortung der Aufgabe: »Welche Lehr-und Kunst-anstalten befanden sich in Böhmen seit den älte-sten bis auf die neuesten Zeiten ? Welche Männerbaden sich durch selbige gebildet" u. s. f. DieBeurtheilung und Zuerkennung des Preises über-ließ der würdige Graf der erwähnten Gesellschaft.Meusel's Archiv I. (4.) 191—92.
Sternberger (Lorenz), ein Schreiner,vermuthlich zu Zittau . Im Jahr 1689. baute erin der Kirche zu Klein-Schönau, unweit gedach-ter Stadt, eine neue Emporkirche, und fertigtedort auch eine neue Kanzel. F. Eckarrh «thron,von Kleiuschönau (Zillau 1722. 4 °-) Die Masierey war von H. Boskbcrger (Boksberger.)
Sterne ( ). So hieß um 1812. der da-
malige Architekt von der Kupole der St. Peters-kirche zu Rom , der sich um diese Zeit zu Paris befand, und die so eben ziemlich weit vorgerückteBaute einer solchen Kupole an der dortigen Korn-haushalle ustgemein soll bewundert haben. Obetwa mit obigem Raph. Srern Eine Person?
Sterzenbach (Johann Peter), Landbau-meistcr des Churfürsten von Cölln 1792. Chur-al klinischer Hofkalender auf 1792.
* Geesicrares, s. Stastcarres.
Srerren (Paul von), der unlängst verstor-bene vortreffliche Patrizier zu Augsburg , geborendaselbst 1721. Stadtpfleger evangelischer Religionalldort seit 1792. (früherhin Oberrichter undEcholarch, dann Proviant- und Zeugmeister) auchKais. Rath und Reichslandvogt; neben vielen anLern litterarischen Arbeiten, bekannt durch verschie-dene wichtige Beytrage, welche er für die Kunst-geschichte seiner Vaterstadt geliefert hat, als:In den Erläuterungen der in Kupfer gesto-chenen Vorstellungen aus der Geschichte d.Reichsstadt Augsburg in historischen Brie-fen an ein Frauenzimmer 4 °. Augsb. 1768.bis 67. — Nachricht von den noch jetzt le-benden Künstlern in Augsburg gr. 4 ". Eben-das. 7H8. — Merkwürdigkeiten der StadtAugsburg 8°, Ebendas. 1772. — Kunst - Ge-rverb - und Handrverksgeschichte der StadtAugsburg , nebst Nachtrag. Ebendas. 1779.und 1788. — Beschreibung der ReichsstadtAugsburg , nach ihrer Lage, jetzigen Ver-fassung, Handlung und den zu solchen ge-hörenden Gerverben, auch ihren andernMerkwürdigkeiten, nebst beygefügtem Grund-risse 8°. Ebendas. 788. Derselbe soll auch selbstdas Bildniß eines seiner Geschlechtsvorfahren,Christophs von Stecken, geetzt haben.
Sterr er (Joh. Jakob), Licentiat der Rechtezu Jdstein, vermuthlich zu Anfang des XV 1 H.Jahrhunderts. Nach seiner Zeichnung erschien indem Verlage von Peter Schenck eine Karte vondem Nassauischen, womit Sterrer, zu seinerZeit, Ehre einlegte. Hübners: Museum geo-LraplÜLUM Hamburg (1726.) S. 163. N°. 37.
St end.
* St eitler (Wilhelm). Derselbe war Mit-glied des Großen Raths seiner Vaterstadt Bern .Noch bey der dortigen ersten Kunstausstellung in1804. wurde das Andenken dieses vortrefflichenKünstlers durch Vorweisung eines Foliobandes,einst von ihm zusammengetragener Handzeichnun-gen etneuert, wovon es in Meusel's Arch. I.(4.) 61—62. heißt: »Geistreicher, gedrängter undmarkigste hat wohl schwerlich ein Künstler feineStudien nach der Natur und nach Gemälden, fo zusagen hingeschrieben, als hier". In Füßli's Ge-schichte der Künstler in der Schweiz findet sich «inAuszug seiner selbstgemachten Biographie, der umseiner Naivetät und originellen Ansicht des Lebenswillen gelesen zu werden verdient. Ein Tagebuch vonihm wahrend seines Aufenthalts in Etraßburg, wel-ches irgendwo vorhanden seyn soll,würde als ein merk-würdiger Beytrag zur damaligen Kunstgeschichte,und wegen mancher sonderbaren Züge, die diestrstille Beobachter von seinen Zeit-und Kunstgenos-sen aufbewahrt hat, ebenfalls einer Herausgabewürdig seyn. Zürch . Journal d. Litteraturu. Kunst S. 36 .
— — ( ). In Notizzen über den Ber-
»crschen Kunstsalon 1804. in Meus. Arch. l.(4.) 64. heißt es: »Mehrere Herren Sterrlerhaben durch Abbildungen von Blumen, Pflanzenund Insekten Beweise gegeben, daß Kunsttalentin dieser Familie fortfahrt, einheimisch zu seyn."
— — s. auch oben Siedler.
Steten er (Daniels Irgendwo werden ei-nem solchen folgende, sämmtlich zu Nürnberg er-schienene Schriften zugetheilt i Sechs fein inKupfer gestochene Kircht-ürme, in Grund-riß und Durchschnitt sammt Erklärung, gr.Fol. Pr. Zo. kr. Der zu Verfertigung schö-ner Risse treulich anweisende Ingenieur,mit 22. (oder g2) Kupfertaf. Fol. Nürnberg 2teAufl. 178». (Pr. 1 Rhl. 8 Gr. kolorirt 4 Nhl.) Diesechs Gäulen - Ordnungen, mit 48. Kupfernin 4°. 1782. Pr. 1 fl. 20 kr. Vermuthlich lebte derselbegegen der Mitte des XVIll. Jahrhunderts zuNürnberg . Nach einem Da». Srettner (wahr-scheinlich kein'em Andern als dem mistigen) hatauch I. C. Vogel das Bildniß des Nürnbergi-schen Diaconus I. C. Spörl geschabt.
— (Georg), ein Kupferstecher und Kunst-händler zu Nürnberg um 1767. Derselbe hatmehrere Pläne von Affairen des siebenjährigenKrieges geliefert.
— — (Joh. Thomas), Königl. BaierscherMünzgraveur zu Nürnberg , geboren daselbst 1786.und noch dort lebend um 1809. lieferte nebenAndern, eine Schaumünze auf die UcbergabeNürnbergs an den König von Bayern . Früher-hin den Stempel zu einem sogenannten Lämm-leinsdukaten, wovon es in Meusel's zI. K. L-heißt: »Der Prospekt der Stadt Nürnberg aufder Kehrseite hat das Neue, daß sich die neu-erbaute — St. Elisabethen-Kapell« des deutschen Hauses zeigt."
^ Steube (Carl), ein junger Künstler zu Paris .Auf der dortigen Ausstellung 1812. sah man vonihm: Peter den Großen, von seinem Gefolge ge-trennt, wie er auf dem Ladogq-Eee von einemSturm überfallen wird, und den muthlosen Schif-fern das Steuer mit dem Wort aus der Handnimmt: Ihr werdet nicht untergehn: Peter istmit Euch. Diese Pantoinine soll sehr gut darge-stellt, die Färbung glänzend und dabey kräftig,und die Wirkung sehr verständig seyn. Oeff. rIachr.
Seeud, Grau8 od. Staub, und, wohlganz unrichtig, Sraub, Gränd u. s. f. (Joh.Martin). Einen solchen verpflichteten die teutschenMünzstände 176». zu Augsburg , als Gräflich Mont-fortischen Münzmeisterzu Langenargen . Hirschteutsches Münzarchiv Th. VII). S. 3 u 6 . 229.