Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1738
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^738 Steud.

Steud (Paul), Bürger und Schreiner zuLommatschin in Meißen , fertigte 1619. die schöneKanzel und 1622. den neuen Laufßein für dieStadtkirche daselbst, v. Lossiu's Cbron. v.Loinarsch 1820. 4 "- In unserm Exemplare die-ser kleinen Schrift, ist der Name obigen Künst-lers, ganz und gar mit Dinte, als Druckfehler,überstrichen, und (so wie wir ihn schreiben) inSreud verbessert. Aus Mangel eines zweytenExemplares'können wir also nicht bestimmen, inwelcher Art dieser Name hier allenfalls unrichtigabgedruckt wurde.

— — (Peter), erscheint in i 5 og. als Mönz-meister des Bischofs von Würzburg . Hirschteutsch. Münzarchiv Th. 1 . S. 20g.

— — s. oben auch Staude.

Steundel (Carl), Buch - und KunsthändlerinGotha, gab 1809. zwey Zauberlaternen zur Be-lustigung der Jugend, deren eine fast hundertTrachten der merkwürdigsten Nationen aus allenvier Welttheilen, die andere fast eben so viel vonden seltensten, größtenrheils ausländischen Säu-gethieren, getreu nach der Natur copirt (?), unddurch die Vergrößerung in völliger Wahrheit dar-stellt. Der Preiß für jede dieser Laternen nebsteinem Erklärungsbuche war zu 7. Th. sächsisch,und beyder zusammen zu 12. Th- 4 - Gr. (odererwas kleiner zu 1. Ld'or, und beyde zu 9. Th.20. Gr.) angesetzt. Tüb. Morgenbl, 180g. S.1219—2». Noch weiter angepriesen s. dieses Un-ternehmen I. c. Jnrell. Ll. G. io 3 .

— — (der Ritter). So soll ein Maler heis-sen, dessen eigenhändig gemaltes Dildniß sich inder reichen Sammlung von Malerbildnissen desGrafen F. Lack. von Firmian, auf dem LustschlosseLeopoldskron bey Salzburg 1782. befand.

Steudi; (Christoph), ein ungemein künstli-cher Arbeiter in Gold, besonders in Bildern, zuAugspurg; erhielt i 53 o. von Kaiser Carl V.eine Begnadigung wegen der Meisterrechte derGoldschmiede, von Srerren S. 405 .

SteudI ( ). Nach einem uns sonst ganz

unbekannten Künstler dieses Namens hat I. A.Friedrich das Bildniß Carls, Erbprinzen vonSulzbach, gestochen.

Sreudlen, s. oben Sreidlin.

Greudlin oder Steidlin (Johann Mat-thias), Kupferstecher zu Augsburg um 176». Vonihm finden sich über Ho. Bildnisse in dem Werke:Lncomia Loelituum (einer wahren Arche vonHeiligen), nach der Zeichnung von Baumgartner,I. G. Herz, und F. Sigrist. Auch kennt manvon ihm Geschichtliches; wie z. B. eine Kreuz-erhöhung nach Jouvenet, und eine Gerechtigkeitnach D. Zampieri.

* Greudner (Georg Christoph, gewöhn-lich Christoph). Ein solcher etzte in der erstenHälfte des XVIIl. Jahrhunderts 4 - Blättermit den Lustbarkeiten, welche die Jagd in denvier Jahreszeiten darbietet; diese mittelmäßig;etwas besser dann die Eigenthümlichkeiten, welchedie verschiedenen Jahrszeiten an sich tragen, eben-falls 4. Blätter. Beyde vor uns liegende Fol-gen erschienen im Verlage Mark. Engelbrechts zuAugsburg . Ob etwa unser Künstler mit demfolgenden Marc Christoph des Lex. eine Personseyn dürfte?

— -- (Johann Philipp), ein Briefmaler znAugsburg in 168g. wird ohne Weiteres ange-führt in dem: Hochbeehrren Augsburg. ,oder Einzug beyder Köm. Raiserl. Majestä-ten rc.vonM.J. F.w. (Augsb. 1h90.4oS.ti4.)

* — — „der Steudtner (Marc Christophund Esajas Philipp), Z. 3 — 5 . anstatt sie har-ten — zu sterben l. »Der erstere starb an einer

Steven 6.

Krankheit, die in eine Raserey ausgebrochen war,1 / 36 . 38 . I. alt. — Esajas Philipp st. 1760.69. Jahr alt. Ihre Arbeiten waren größtenkheilsBilder und Zierathen in Kirchen, vornehmlichaber schöne Erfindungen für Silberschmiede. VonMarc Christoph, den der Katalog von Wick-ler auch Schwarzkunststecher nennt, kennt derselbein dieser Manier: Das Brustbild eines lachendenjungen Manns, vielleicht dasjenige , was ander-werts das Bildniß des Augöburger-Kaufmannsund Kirchenraths I. B. Ghulmanns heißt (dochder, hätte sich kaum lachend bilden lassen ?). Dannvon gectzter Arbeit, welche, der leichten Nadelwegen, sehr geschätzt seyn sollen, acht mytholo-gische O.uarkblätter: Zephyr und Flora; Venusin Vulcans Schmiede; Ceres und Phoebus; Diana«nd Callisto; den Raub der Proserpina; BoreaSund Orythia; Jupiter und Semele; Daphne undApollo (nach winklers Beschreibung, recht guterfundene Darstellungen), alle ohne wertem Na-men als den seinigen, meist in Jerem. WölfenVerlag. Hinwieder haben, nach einem dieserBrüder, E. Nesselthaler das Bildniß des bekann-ten Gottesgelehrten P. I. Speners (sst. ho.) inSchwarzkunst, angenehm geschabt; dann gesto-chen (wir glauben nach Marc Christoph) I. C.Beyschlag dasjenige des Optikers C. E. Cuno,und ein Anonymus Friedrich Augusts, Herzogsvon Sachsen , u. s. f- Auf seinen Blättern nennter sich meist, theils Sreurner, theils Sreudrner.

Steud n er, s. oben auch Steidner.

Stevens (Alexander), berühmter englischerBaumeister, der sich durch eine große Anzahl vonsteinernen Brücken über die ansehnlichsten Flüsseund Kanäle von Großbrittanien und Irland , sowie durch andere Wasserbaue, die er überall mitder größten Geschicklichkeit ausführte, in seinemVaterland« unvergeßlich machte, Nord-England und Schottland besonders, können eine Mengeseiner Werke ausweisen, die sich immer durch ei-nen hohen Grad von Dauerhaftigkeit, mit Ge-schmack verbunden, Vortheilhaft auszeichneten.Sein berühmtestes Werk ist die Wasserleitung überdie Lane, bey Lankaster, wo er sich in seinenletzten Lebensjahren meistens aufhielt, und wo erauch zu Anfang 1796. in hohem Alter starb, ge-schätzt und geliebt nicht nur wegen seiner Kennt-nisse, sondern auch wegen seiner herzlichen Offen-heit und Heiterkeit. Laur. Auch bey JiorilloV. HZ7. heißt es von ihm: „Derselbe verdient,Chambers an die Seite gesetzt zu werden. Erhatte in den letzten vierzig Jahren seines Lebensmehr steinerne Drücken errichtet und Wasserwerkeangelegt, als alle übrigen Englischen Baumeisterzusammen. Eine schöne Brücke schlug er, nebenso viel andern, über den Fluß Liffey beyDublin- und versah den großen Canal von Irland mit Dämmen und Schleusen."

*— — (Anton) palainedesz, s. untenpalaniedes Stevens.

— — von Steinfels (Anton.) Nachihm gestochen haben: Ph. Kilian eine Thesis:Oisp. /^. M. SerarÄ 1660. und W. Kilian eineandere: ?rcrmotlo lna^isterialis. krasse.

— — (D>). Nach einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens hat I. Fa-der ein Bildniß Georg I. von England geschabt.

— -- (Johann), ein Niederländer, maltekleine Figuren und Landschaften im Geschmackevon van Dienst, und starb in England 1722.Fiorillo V. 5 jL.

* — — (Palamedes), genannt palame-desz, starb zu London . Von ihm besitzen inDeutschland die Kaisers. Gallcrie zu Wien einReutcreytreffen auf der Ebene (lööü.) und eineWachstube, kleine Bilder auf Holz; diejenige zuMünchen : Felsschlucht am Ufer eines Flusses,