Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1743
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Stimmer.

sen. Querqu. Straßb. i 6 o 5 . (6S Bl.), bis aufeilfe wohl alle übrigen nach unsers StimmersErfindung. Von diesen 66 N°. (welche zusam-men wohl a» die 600 Darstellungen enthaltenmögen) find, entweder bloß mit dem Monogrammvon Stimmer bezeichnet, oder vielmehr weit diemeisten ganz ohne solches befindlich: N°. 4. 5 .6. 2661. In 62. alle bis auf drey. In 63 .die meisten. In 64. mehrere. In 65 . alle. In66. die meisten was denn nun ja Alles oderdoch Vieles die Arbeit des bezweifelten Christophsseyn könnte, von dem wir auch bey Rost I. 21-2;lesen:Derselbe trug seine Gegenstände mit star-ken Strichen vor; aber sein ganzer Vertrag wär«icht Minder geistreich und angenehm, so daß etstch den Beyfall aller Kenner erwarb". Und wei-ters Nach dem Tode seines Bruders Tobias "i den Einige bestimmt in « 584 . und Andere nochüber 1690. hinaus setzen wollen) «ging er nachParis , wo er sich unter dem Namen des Schwei-zers bekannt machte, und dort einen Sohn hinter-ließ, der" (wie wir schon oben vernommen)um«66». nach Chauveau geschnitten habe". Für seinVorzüglichstes halt er jene: tffeue künstlicheFiguren biblischer Historien, von welchen erindessen eine andere Ausgabe als Barrsch, mitdem lateinischen Titel: i^ovss Tob. äT/MEri5 ,'scrorum ölbliorum'stZurW, versibus Istiniset Aermsnicis expositse. 4°- 6as. i586. kennenwill, und dann hinzufügt:Nach dieser Bibelhaben viele große Maler studirt. Rubens selbsthatte sie im Anfange seiner Kunst benutzt, undsagte, daß sie eine vortreffliche Schule für dieJugend, uüd eine wahre Schatzkammer der Kunstsey. Dann nennen noch ferner, theils Füßli i.c.48 -, theils Makpö, theils Rost l- 0. 21314.Das hffeue Testament mir der Offenbarung,40. Slraßb. i 588 . Emblemara, unter henrTitel: Icones ^stsbrL, Straßb. 1591. viealten und neuen Gothischen, Italienischen undDeutschen Helden Blatter zu Rabelais Pan-

Stimmer. 174z

tägruel eine Verkündigung Mariä (Fok.) ohneZeichen, die man für des Tobias eigenen Schnittund sein Meisterstück halte, und: OcmtrgkuctsDüäniis fies Herrn vo» §cüre-e»ffr, krey-

berrn 211 /kosie»- , Röni. Xsis. lVlaj.

relllobersten , ein historisches Kniestück, welchesRost ein Capitalblatt von Johann Christophheißt, was uns aber Alles etwas apokryphischvorkommen will; so wie es ebenfälls lahm genugklingt, wenn dort das überall bekannte Werkvon Reusner: Eine Sammlung berühmrecdeutscher Gelehrten und Theologen (Straßb.1686.) rubrizirt wird. Noch seltsamer, oder viel-mehr höchst ungereimt, wie schon Barrsch be-merkt, ist es, wenn der U>inklersche Catalogzwey ausdrücklich mit T'. bezeichnete und von1678 u. 88. datirte seltene Blätter: Das Gerüchtmit der Trompete (s. gleich unten), und einen St.Christoph, der das Christkind tragt, für die Ar-beit eines in 1600. zu Paris verstorbenen, unddort unter dem Namen des Schweizers bekann-ten geschickten Formschneiders Conrad Stim-mers giebt, wo somit aus Tobias, Christophund dessen Sohn ein einzelnes Ens mit einemganz neuen Namen geschmiedet wird. Neben sovielen Zeichnungen für die Holzschneider verfer-tigte bann T. noch bald unzählbare für Glasmaler,Goldschmiede, Gürtler und andere Handwerker,meist mit der Feder und getuscht. Noch nenntder kundige Malpe, als mit der Chiffer vonTobias bezeichnet, eine sich kämmende Venus -und dann, als ganz vorzüglich schön, zwey großeVignette«: (das gleich oben erwähnte Gerücht) undein Titelblatt (Salomons Urtheil) zu Ferd. vas-ques Traktat von Testament und Erbe (Franks.1677. bey Feyerabend), die sich besonders durchwunderwürdige Feinheit der Kreuzschrafirung aus-nehmen sollen.

Tobias drey Bruder (Andere nennen nur zwey)betreffend, heißt Füßli den Josias einen gutenMaler in Oel , und setzt seine Geburt in « 555 . *).

2) Seit der Redaktion dieses Art. erhalten wir von einem unsrer Freunde ff. Litteratur, die Künstler«FamilieStimmer betreffend, wclcbe wir» vbne weitere Bemerkung über das, was etwa schon oben von Andern undvon uns in Zweifel gezogen worden, als einen ungemein reichhaltigen Beytrag, so geben, wie wir ihn empfan-gen haben:

Stimmer (Christoph). Die erste Ausgabe des vortrefflichen Werkes seiner Biblischen Figuren ist folgende:Neue künstliche Figuren Biblischer Historien, gründlich von Tobia Stimmer gerissen 4. Ge,druckt zu Basel , bey Thoma Gwarin -576. Wir finden diesen Titel in: Perzeichnuß fast aller neuwerBücher, welche seyther der nechstverschienenerHerbstmeß - - in öffentlichen Truck seyn außgangen.Getruckt zu Frankfurt am Mayn, durch Peter Schmidt 51.1). l.X.XVI. 4. Die«e Ausgabebesaß F. C. Leffer (s. dessen Historie der Duchdruckerey. Lcivz. -74«. g. S. 267.), welcher auch nochandere bemerkt; nämlich (deutsch ) Straßburg bey Lazar.Aezner's Erben 1625., (lakeiil.) Sexsuror.1590. und 1625. 8vo. Lesser theilt dabey den Schnitt derselben ausschließlich (und so wenigstens irrig) demBuchdrucker Bernd. Jobin in Straßburg zu, von welchem letzter» er auch die Holzschnitte in Nicl. Reus-ner'« Icones oder Bildnisse gelehrt. Männer, Straßb. »590. 8vo. (die erste Auflage hiervon erschien abercui-Lins LrrEkloSrAenwr. ,587. 8vo; mehr hierüber besagen Möhsen's Aerztebildn. S. 205. ff.)gefertigt glaubt. Gewöhnlich wird jedoch angenommen, Christoph und Tobias hätten diese Arbeit gemein-schaftlich verfaßt. Aber wir lenken ein. Der Professor Llumenbach zu Göttingen (s. Lichtenberg's undFörster'« Götting. Magazin, Jahrg. II. St. 4. Göttingen ,78«- S. 146.) besaß endlich von vielbe-sagter Bibel eine Ausgabe, Basel , bey Thon». Guarin -578., in drey Medianvktav-Bänden.

der Junge. Wir haben vor uns: Ein Nüw Runstreych Fundamentbuchle von Man-

cherley gutten Tütschen vnd Lateinischen gschrifften, gar gründlich geschriben, durch den Jun-gen Lhristoffel Stimmer von Schaffhausen , ietzund Guldmschreyber vnd Rächenmeisterzu Rottweyl-- zu Basel (ohne Verleger und Drucker) -596. qu. 4to. Das letzte mit Zügen verzierteBlatt besagt, daß es neulich zu Schaffhaufen durch den jungen Christo. Stimmer geschrieben sey- Maufindet in diesem Werke gar keine Chiffre oder Künstlerbezeichnung; es ist übrigens in Holz geschnitten, undmanche Blätter find so schön ausgefallen, daß selbst der Kenner sie aufmerksam betrachten muß, um sie vomKupferstiche zu unterscheiden. Wir stellen dabey die Vermuthungen auf, daß Christoph der Junge, der imLer. ebne Vornamen genannte Sohn I. Christo. Stimmer'« sey; daß er diese Holzschnitte selbst schnitt,und daß sein Lehrmeister der, in dem Teile dieser Vorschriften mehrmals (jedoch immer nur in ganz gleich-gültiger, nichtsbesagender Hinsicht) genannte, Schul-, Schreib- und Rechenmeister Jac. Jacobelle (von demwir künftig Einiges beybringen werden) gewesen wäre. Eine andere Auflage muß, Basel -6oo. 4to, erschie-nen seyn. Sie wird rubrizirt in: Verzeichniß aller Bücher, so zu Frankfort in der HerbstmeßAnn. 1600 - - in der Buchgaffen verkauft worden. excuäsb. In petri

Ropffen Ruchladen zu finden. 4to. (Ein gleiches in dem Leipziger Catalog der Michaelsmeffe-600., der durch die Buchhändler Henning und Friede. Große ausgefertigt wurde, -tto.) Das Verzeichnißder Frankfurter-Fastenmesse -6oz. 4W. führt eine dritte Auflage, Basel bey Ludwig Rönig -6<-z.4to, an; und das der Herbstmesse -604. eine vierte, ebendas. -604. 4W, an.

H (I. Christoph). Vermuthlich ist er wohl derjenige Christoph Stimmer, von welchem Breit-

kopf, in seiner Gesch. der Schreibekunst, herausgegeben von Roch, S-6o., folgendes Schriftenbuchanführt! Fundamentbüchlein von mancherley deutschen und lateinischen Schriften. Basel 1604. 410.(Sollte denn dieß eine von dem gleich oben ausführlich beschriebenen Werke Christoph Maurers des jungenverschiedene Arbeit seyn?).

(Tobias). Aus Hirsching's Nachricht, v. Gemälde- und Rupferstichsammlungen Vl. -Z. ent-nehmen wir, daß I» Brunn den Straßburger-Münster , von innen und außen, nach ihm gestochen habe; wenn

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