r ^44 Stimpel.
Stimpel, s. unten Stümpfelt.
* Stipax. Derselbe blichete zwischen deriio. und ,20. Olympiade. Die Statue seinesSplanchnoptes, der Eingeweide bratet, und dasFeuer dazu anblast, war noch zu den Zeiten desplinlus berühmt. Er ist demnach zu den Gat-tungskünstlern zu zählen, deren Arbeit gros-sem und kleinem Pöbel immer am Beßten undLängsten gefällt. „Die Figur eines jungen Men-schen , der auf le Sueurs Paulus, wie er zu Athen predigt, ebenfalls das Feuer anbläst" (sagcVDateler) „zieht die Blicke der Menge weit mehrauf sich, als alles Uebrige. Dergleichen ist sogarbisweilen ein Fehler, der für den Erfolg einessonst guten Werkes bey dem gemeine» Haufen amSichersten bürgt".
Stirpitz (Friedrich), von Glogau , und Jo-hann Huser aus Oestreich, wurden 1621. alsMünzmeister von der Stadt Sorau in der Lausitz angenommen. I. S- Magno Beschr. vonSorau (Leipz. 1710. 4°.) S. 167. Von beydenberichtet noch Rothe (Denkmal des Soraui-schen Brandes ,684. Guben 4 ".), daß sie nurdie Erlaubniß besaßen, Pfenninge zu münzen,(Churfürst Johann Georg I. hatte nämlich demRathe zu Sorau 1821. ein solches Privilegium aufdrey Jahre ertheilt), und daß sie dafür dem Rathe600 Thaler Pacht bezahlen mußten. Allein unsereMänner übertraten ihr Gesetz, und schlugen auchGroschen mit des Kaisers Bildniß, wodurch siezwar reich, bey der Entdeckung aber genöthigtwurden, die Flucht zu ergreifen. Uebrigens wirdSrirpl'tz von Rothe: Stripitz geschrieben.
GtrzelI ( ). In den: Deutschen Runst-
blärr. 8°. III. S. 81. befindet sich eine Beurthei-lung des Taschenkalenders auf 1801. für Natur-und Gartenfreunde, worin es neben Andcrm heißt:„Dem, neben S- 54 - befindlichen Kupfer, nebstder Beschreibung dreyer Arten von Gartenbänkenvon H. Stizell, haben wir durchaus keinen Ge-schmack abgewinnen können".
Stöbe (Peter), ein Bau- und MauermeisterM Danzig 1602. B-Ranisch Rirchengebaudeder Srade Danzig 1698. S. 86.
Stobrvasser (Joh. Heinrich), ein in 1804.noch lebender berühmter Lakirfabrikant in Braun-schweig . Ob derselbe selbst ausübender Künstlersey, ist uns unbekannt. Kunstdilettante mußte erseyn, und, noch zuverlaßiger, Menschenfreund,da derselbe den bekannten Isländischen MalerDorstein Jllia Hialtin vor mehrern Jährn, wiean Kindesstatt annahm, und desselben Bildungals Künstler auf seine Kosten besorgte. Meu-sel's Arch. l. (2.) 87—60.
* St 0 clus (Andreas). So schreibt sich bis-weilen der Kupferstecher Ändr. Stock.
* Stock (Andreas), Kupferstecher und Ku-pferetzer, nach Rost geb. in Holland um 1616.r wohl früher; nur der alberne Basar» Lll. sec.sagt gar 1680.) und wohnhaft zu Antwerpen ,was Basan ebenfalls keck für seinen Geburtsortausgiebt. Man hält ihn für einen Schüler vonJacob de Gheyn , wenigstens ahmte er mit Erfolgdessen Manier nach. Derselbe hat in verschiede-nen Gattungen gearbeitet. Die Meister, nachwelchen er gestochen hat, sind: A. Dloemaerl,P. Drill, A. Dürer , A. van Dyck, A. Farinato,H. Holbein, L. van Leyden, Rubens , Th. Vinci-bor, D. Vinkenboons, I. Wildens. So z. B.
Stock.
von Geschichte: Die Anbetung der Hirten nachBloemaert, und das Opfer Abrahams nach Ru-bens (die beßten Drücke von diesem, vor demexc. des Hvndius). Von Bildnissen: P. Sneyersnach van Dyck, Dürers nach Vmcidor, Holbcinsund L. van Leyden's, nach ihnen selbst; das letz-tere in seinem Vierzehnten gemalt. Von Land-schaften (8. Bl) nach Brill, und die zwölf Mo-nate nach Wildens (diese gemeinschaftlich mitHvndius und Matham, so wie die vier Jahrs-zeiten mit Hondius und Frisius). Ferner kenntman von ihm mehrere Blatter zu der in Antwer-pen erschienenen: Tsoallemie cle l'klpöe vonThibault, mit: RsxX-Lomitis
»c. und noch Andres ohne weitern Namen, alsden seinigen; wie z. B. ein Bildniß Ludwig XIII .(1627.) Rost VI. 97—98.
Stock (Carl van der). Eine von Marinusnach Joh. v. Hoeck schön gestochene H. Familie,trägt seine Adresse: Orrk rm» cker KtocL exe.Dieser Kunstverleger mag um die Mitte des X VII.Jahrhunderts in Holland gelebt haben.
— — (Dora), eine noch 1812. zu Dresden lebende Pastell-Malerin, damals ungefähr 80 I.alt, Tochter des nachfolgenden Joh. Michael. Obdie nämliche, welche irgendwo schon um 1780. Mit-glied der dortigen Akademie heißt, ist uns unbe-kannt. Don der unftigen sah man auf dem da-sigen Salon von 1800. eine H. Familie nachRaphael, eine Magdalena nach Correggio , undeinen Amor nach Guercino ; auf derjenigen von
1801. eine Madonna nach Palma Vecchio , eineSt. Cacilia nach Carls Dolce, einen kleinen St.Johannes nach Albano, zwey weibliche Köpfenach Rubens , und zwey andere dergleichen nachder Natur, welche in den Deutschen Runst-blattern 8". II. Zi—Z2. und IV. 40—46., undzwar namentlich auch ihre Originalbildnisse sehrgerühmt wurden; dann auf der Ausstellung v. I.
1802. wieder, neben zwey wohlgerathenen Bild-nissen, eine Maria mit dem Kinde, nach Ra-menghi. Kenner priesen fürdauernd an ihren Ar-beiten die weiche und warme Behandlung, dasschöne Kolorit, und vorzüglich eine Phantasie,welche sich in ihren Bildnissen tief in andere Wesenhineinzuschmiegen, und ihr Innerstes gleichsamherauszuholen wisse. Freyn,urh. 180Z. N°. 86.Wieder auf dem Salon von »8o6. nebst den Bild-nissen des'Russischen Fürsten O- l>. der Fürstin)Trubetzkoy, und des Kapellmeisters Pacrs (vonwelchen das erstere in Absicht auf Aehnlichkeit denVorzug hatte), eine Copie der in der Glorie sitzen-den Madonna, nach dem sogenannten St. Seba-stian von Correggio, welches, so weit es in Pastellmöglich war, die Warme des Originals erreichte.Mensel M R. L. und Arch. II. (».) 100.Andere dann nennen freylich die Arbeiten unsererKünstlerin nur mittelmäßig. Sie lebte Anfangs zuLeipzig, und wandte sich sodann nach Dresden ,als ihre Schwester, Gattin des Dr. C. G. Körn-ner, dort wohnhaft geworden war. Couk. untenden Art. ihres Vaters.
— — (Georg), s. gleich untenJoergSeocker.
— — (Jac.). Unter seinem Namen kömmtauch etwa das Bildniß einer alten Frau mit einemLichte vor, an welchem ein Junge das seinigeanzündet, welches oben hingegen (wohl sicherer)einem Jac. Stahl zugeeignet wird.
— — (Ignatz van der). So nennt der ein-zige Katalog von Oaignon-Dijonval einen um
es aber weiterhin (>. c. S. ->.) heißt, baß der Pfarrer Iuncker zu Dvttingen am Kocher in Franken, einKunstkenner, „Christus vor Pilatus, von T. Stimmer sekbst radirt", besäße, so steigen uns noch einigeAweifel auf. Auch Jac. ab Heiden hak das Bildniß des Rektors Joh. Sturm'S zu Skraßburg nach ihm inKupfer gebracht. Noch will einer unsrer Freunde wissen: Daß die Bildnisse zu p. Iovii: küogi- vlrorumdellic» virtute iilustrium (Fvl. S-tLi!. .575.) von einem der Stimmer nach des Tobias Zeichnungen ge-schnitten seyen.
(Von Tobias besaß noch 1810. H. Paignon - Dijonval zu Paris zwey Federzeichnungen, wovon die eine(kolorlrt) einen stehenden Bischof mir einem Buche in der Hand, die andere - Hirschen in der Brunst im Wald
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