Band 
Zweyter Theil [3].
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1762
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1762 Siraß er.

Straßek (Match.), Maler zu Augspurg, blü-hcte um » 586 . Derselbe zierte einige Häuser die-ser Stadt mit Fresco-Arbeit. R. Custos oderJemand in dessen Verlage hat nach ihm die zwölfMonate in Riemen, und C. Meyer ebendieselbenoder ähnliche Vorstellungen in Oval gestochen vonSrerren G. 28a. Mit dem Namen: M. Xt» a;-Ler keo. RomLL bezeichnet, sah auch einer unsrerFreunde eine artige getuschte Zeichnung histori-schen Inhalts, welche wohl sicher keinem Andern,als dem Unsrigen gehört.

Straß ner (Christian AugustWilhelm), Bau-schreiber des Sächsischen Stiftes Zeitz, und da-bey dortiger Renterey-Copist um 1810. Röntgt.Sächsischer Sraatskal. Ob derselbe auch einBauvcrstaudiger sey?

* Strar 0 n. Die von ihm und Senopbilus(beyde blüheten in der 110—12». Olymp.) gemein-schaftlich gefertigte Statue Eskulaps stand zu Ar-gos, und war zu pansantas Zeiten die schönste,welche man von diesem Gotre kannte. Er warsitzend vorgestellt; Hygica neben ihm (gegen dasLex.) stehend. Eben so diejenigen der beydenKünstler, welche man, ohne Zweifel um denselbenzu ehren, neben ihr Werk gestellt hatte.

* Strato nicus, ein alter griechischer Pla-stiker, (ob derselbe, der im Lex. Silberarbeiterheißt, ist uns unbekannt). Der unsrige blühekein der rhü — 160. Olympiade, wonach der Art.Jsigoiius im Lcy. zu berichtigen ist, und arbei-tete gemeinschaftlich mit diesem, mit Antigonusund pyroniachus an einer Darstellung (wahr-scheinlich in Basrelief ) der Schlachten des Atta-lns und Eumenes gegen die Galater .

Sträub (Heinrich), wurde 1622. zur Zeitdes Kipper- und Wipperwesens, nebst noch an-derm mehr, außerordentlicher Münzmeister derStadt Nürnberg , will's Vtürnb. Münzbe-sustlglingeu I. 16b.

— — — — So hieß auch ein Medail-

leur zu München (vielleicht ein Nachkömmlingdes Obigen) von dem uns aber nichts Anderesbekannt ist, als daß er in 1782. daselbst gestor-ben sey.

* — — (Johann), heißt bey Mensel II.Job. Baptist, und eben so auch im Eatalog derGallerte zu Schlcisheim, wo sich unter diesemNamen sein Bildniß, von B. A. Albrecht gemalt,befindet. In der Kirche der ehemaligen Bayer-schen Prämonstratenscr-Abtey Schoftlarn sieht manvon ihm die schönen Statüeu von St. Augustin,St. Johann von Nepomuck und St. Norbert.Auch der dortige Choraltar, nebst dessen Verzie-rungen, ist sein Werk. Er st. 1782. (s. k>. 8/,.)Umständlichere Nachrichten von ihm sollen sich in:Meftenrüeders Beytragen zur vaterlän-dischen Geschichte I. Bb. 8°. 788. finden. SeinBildniß von F. I. Oefele in 1779. gemalt, hatF. L. Jungwirth in 4° gestochen.

* — — -- — der Hofbildhauer zu Mün-chen , von Wiesensteig bey Dillingen gebürtig.Wahrend seinem Aufenthalte zu Wien , arbeiteteer, neben Schletterer, vieles für Mader. FüßliAnnal. II. 22. Auch hier wird er ein geschickterMann genannt.

-7 (Johann Balthasar), geboren zu St.Gallen in der Schweiz 1666. Derselbe wußte denPinsel sehr gut zu führen, hatte aber keinen Geistder Erfindung, daher er meist nach Kupferstichenmalte. Don seiner Arbeit kennt man einen Saalauf der ehemaligen Weberzunft seiner Vaterstadt.Er st. 1721.

.*-7 —. (I-B.). Nach einem solchen (wahr-schenrlich keinem Andern als obigem Joh. oder Job.Baptist) gestochen, kennt man das Bildniß eines Bi-schofs, ohne uns bewußten Namen des Stechers.

Strauch.

Srraub ( ). So nennt auch eine unserer

Quellen einen sehr mittelmäßigen Künstler, derum die Mitte des XVIII. Jahrhunderts in oderum St. Gallen mochte gelebt haben, und für diedortigen Liebhaber, besonders allerley Stillebcnmalte. Wohl kein Anderer, als obiger Job. Bal-tbasar.

Sträube (A.), ein geschickter Landschaftma-ler, wahrscheinlich geboren zu Hamburg , wo erzugleich mit I. M. Weyer (st. 1690.) lebte, derseine Landschaften oft sehr geistreich mit Figurenund Thieren staffierte. Vermuthlich hatte er eineReise in die Schweiz gemacht; denn seine Land-schaften sind fast immer höchstrichtige Nachbildun-gen Schweizerischer, auch wohl SalzburgischerGegenden. In Hinsicht der Manier scheint e«

A. Pynaker zum Vorbilde genommen zu haben;denn seine beßten Arbeiten sind ganz im Geschmackund dem heitern lieblichen Colvrite dieses Mei-sters, dessen Baumschlag er sich gleichfalls sehrzu eigen gemacht. Seine Gemälde, sehr edle An-sichten der Natur, führte er, fast (?) in einemgroßen Styl, leicht und fleißig aus. Sie sindmeistens von großem Umfange, jetzt aber sehr sel-ten. Hamburg . iQrnstlernsckr. 8. 71—72. ZweyLandschaften mit Vieh besaß von ihm (1809.) derHof- und Landgerichts-Advokat Schmidt zu Kiel .

— — (Bartholomäus), Maler. Von ihmkennt man eine Einsetzung des Abendmals fürden Altar der St. Wipverlskirche zu Cölleda inThüringen , so wie er überhaupt alle Malereycngedachter Kirche verfertigte um 1740. S. G.ilnger Anekdoten v. Brandunglücke, undChronik v. Coelleda 179b. 8°.

— — (Johann), der ältere, und jüngere;beydes Kunstmaler zu Halle in Sachsen. Demältern starben in 1626. einige Kinder, die, aufdem öffentlichen Begräbnißplatze gedachter Stadtim Schwibbogen N°. 92. zu ihrem Epitaphiumeine blecherne, doch wohl von ihm gemalte, La- .fel haben, auf welcher man 26. Personen unterdem gekreuzigten Heiland knieen sieht. Der jün-gere starb 1645. zu Halle. A". 6 . O/eari Eos.rrnterrum 8 axo-HaIlense (^VirtenberZ. 1874. 4 V.S. ia2. iZZ.

— — (Johann Adam). Ein solcher warHoftischler des Herzogs von Weimar um 1760.

— — (die Gebrüder). So heißen im Tub.Morgenbl. i8io. geschickte Bronzearbeiter zuWeimar , welche im gedachten Jahr, einen Me-daillon auf Wieland an dessen Geburtstage, nachdem sehr sprechenden Urbilds von Ger. von Kü-gelgen, mit Hülfe des Medailleurs Facius inMetall gegossen hatten.

Straubinger ( ). So heißt irgendwo,

ganz ohne Weiteres, ein Landschaftsmaler in Mün-chen , des XVII. Jahrhunderts.

* Strauch (Georg), dürfte des nachfolgen-den Stephans Vater seyn. Von ihm besitzt dieGallerie zu Wien ein kleines Bild auf Kupfer,welches die unbefleckte Empfängniß Mariä mitemblematischen Darstellungen ihrer Tugenden zumGegenstand hat. Nach ihm gestochen haben N.Haublin, A. Khol, B- und Ph. Kilian, I. Pfann,und I. Sandrart Bildnisse dunkeler Männer undFrauen in Menge; M. Küsscl dann das Titel-blatt zu H. Epistolischem Bericht und Licht.Er selbst vielleicht, oder dann Ungenannte dieBildnisse z. B. des Malers P. Schleich (rbbo.)des Apothekers G- Volland und des Rechtsge-lchrkcn I. B- Fürleger. Man hat auch sein ei-genes Bildniß, ohne Angabe des Zeichners undStechers, in kl. 4 °.

— — (Loren;). Er war auch Stecher. BarrschIX. 699. führt von ihm, freylich ein einziges,