i-^6 Sturm.
über 200., die von Kennern bewundert und ge-sucht wurden. Späterhin ließ er sich zu Frankfurtam Main wohnhaft nieder, und starb daselbst1722. etliche 80 I. alt, nach einem seit 1721. ge-dauerten Wittwenstand. Hüsgen Vi. A. S. 222.
Sturm (Carl). So hieß ein in 1788. jungerKünstler zu München , von welchem auf der dor-tigen akademischen Ausstellung desselben Jahrsrühmliche Arbeit (in welcher Gattung wird nichtgesagt) ersichtlich war. Meusel's Mus. VI.97 Neueres von ihm ist uns unbekannt.
— — (Carl Christoph Gottlieb), gab: M>rneralogie der Baukunst, oder Beschreibungaller zum Bauen anwendbaren Stein-undErdarren, für angehnde Baumeister, Ba-meralisten und solche, welche die Runst er-lernen wollen, dauerhafte Häuser zu bauen.Chemnitz 1800.30. Meu se l's leb. gel Ceurschl.Dann 180g. 30. Giessen und Wetzlar , bey Tascheund Müller: versuch eines Bursus der bür-gerlichen Baukunst. Erster (physischer) Theil(der Construktion) 1 fl 2s kr. dessen im Tub.Morgenbl. (Uebers. der neuesten Litter. G. 86.)zwar überhaupt (so wie beyläufig seines frühernWerks) rühmlich gedacht, dann aber doch bemerktwird: Daß feine Angabe in der Vorrede, als obes uns an einer richtigen, aus dem innern Geisteder Architektur hervorgehnden Ansicht des plasti-schen Theils der Construktion (wohin er auch dieLehre von den Saulenordnungen rechne) gänzlichfehle, irrig sey, und er, wie es scheine, nicht kenne,was Stieglitz , Weinbrenner, Hirt, u. a. darübergesagt haben, »sein Begriff aber von Baukunstkeineswegs zu großen Erwartungen von dem be-rechtige, was er hierüber zu leisten verspricht."
— — (G.), ein Formschneider um 1808.;vielleicht zu Halle im Magdeburgischen, oder zuBerlin . Er lieferte leidliche Arbeit für Buch-und Bilderhändler.
— — (Hernand). Ein solcher muß um die
Mitte des XVI. Jahrh, zu Sevilla in Spanien gelebt haben, von dem man in dortiger Cathe-dralkirche ein Bild in vielen kleinen Feldernaufbewahrt, das zur Unterschrift führt: »a»-
^»5 K?m'Mi »8 2irie2censi8 kaciebat 1666. Nachgemeiner Meynung soll dasselbe nach Spanien ge-schickt seyn; immerhin aber ergiebl sich aus einerHandschrift gedachter Kirche, daß der Künstlerauf eine Zeit in Sevilla ansässig war. FiorilloI V. 86. Sollte das: Ariekcenütt nicht auf des-sen Herkunft von Ziriksee iu Holland zu deutenseyn?
— — (Jacob), um 1809. noch leben-der Maler und Kupferstecher zu Nürnberg , geb.daselbst 1771. ^nicht 1767. wie es bey AopirschEupplem. zu LOill's Nürnb. Gel. Lex I V. Z18.heißt),wahrscheinlich Zögling seines gleich ff. Vaters,Ehrenmitglied der Botanischen Gesellschaft in Re»gensburg und der Physikalischen zu Jena , wied-mete sich hauptsächlich dem Malen und Stechenvon Insekten. Von ihm kennt man: Jnsekren-kabinee, nach der Vlarur gezeichnet und ge-stochen (4. Stücke) 12°. Nürnb. 791—92. —verzeichniß seiner Jnsekrensammlung, mitvier Kupfertafeln, worauf 42. noch nie abgebildeteenthalten. 12°. Ebend. 1796. 16. Gr. Sächs. —Ein ähnliches Verzeichniß, 8. t. EntomologischesHandbuch fürLiebhaberund Sammler. ErstesHeft, gr. 8°. 1800. i. Lh. 10. Gr. — Teursch-lands Flora, in Abbildungen nach der Vka-tur, mit Beschreibung. Erste Abth. 2Z. Hefti2->. Ebendas. 1796 — 1807. und zweyte Abth.(Kryptogamie) 7. Hefte 12°. Ebendas. 1798—1802.Jedes Heft mit 16. illum. Tafeln (der Text zuden letzten von Hoppe). (->. 8. 18. Hefte, lzu-sammen für 5 . Thl. Anpreisende Urtheile überdie zwey letztgenannten Arbeiten s. in Meusel's
^Miscell. V. 618 — 20. — Abbildungen zuC. JUiger's (Übersetzung von Dliviers Entomo-
Sturn.
logie. Käfer. Erster Theil in neun Heften, mit54. illum. Tafeln. 4 °- Ebend. 1802. ZweyterTheil in sieben Heften mit 42 Tafeln (jedesHeft zu 1. Th. 4 - Gr. oder unmittelbar bey ihm16. Gr ) — Teurschlands Fauna von G. Lv.F. panzer, in Abbildungen nach der rJarur,mit Beschreibung (107. Heft, jedes mit 24. nachder Natur gestochenen und gemalten Abbildungen,gr. 120. Ebendas. 1792—1808). Seine Arbeitan diesem (sehr geschätzten und dabey ungemeinwohlfeilen) Hauptwerke beginnt erst seit 1806. —Die illuminirlen (12.) Kupfer zu der 1804. gr.4 °. zu Leipzig erschienenen vollständigen Naturge-schichte aller schädlichen Forstinsekten von I. MBechstein und G. L- Scharfenberg. — End-lich zu mehr andern na'urhistorischen Werken vonG F. Hofmann, I. I. Römer, Roch, C.Sprengel, O. Grvarz, u. a. theils die Zeich-nungen, theils die Stiche; wobey bemerkt wird,daß es der Nadel dieses Künstlers, wo ihr mitder Farbe nicht nachgeholfen wird, an malerschemEffekt fehle.
Grurm (Joh. Georg), Vater des Obigen, Ku-pferstecher zu Nürnberg , geb. in dortiger VorstadtWöhrd 1742) hielt sich der Kunst wegen einigeZeit in der Schweiß auf. Von ihm kannte manum 1789. verschiedene Blatter zu Lavaker's Physiogiiomik, und zum Gotling Musenalmanach.Dann mehrere Bildnisse. wie z. B. des MalersBiendinger, des Goldarbeiters Dinglinger nachKupetzky, des Schwarzkunststechers V. D- Prem-ier, nach I. I. Preißler. Mensel II. Späthec,wie wir glauben, auch dasjenige von Lessing ,nach A> Graf. Starb 179S. Mensel (I. L. E-inner dem Art. s. SohnS. Eine andre unjrecNorizzcn sagt von ihm überhaupt, daß er vielMittelmäßiges für Buchhändler geliefert habe.
* — — (Leonhard Christoph). Derselbe warein sonderbarer und dabey etwas streitsüchtigerKops. Die lutherische Religion vertauschte ermit der reformirten. Zu seinen Schriften gehört,neben Auderm, ein mathematischer Beweis vondem heiligen Abendmale, der ihm viele Widersa-cher zuzog, gegen die er sich jedoch nach Mög-lichkeit vertheidigte. Man rechnet (jämmerlichzu hören, oder — gar zu lesen!) über 20. Streit-schriften, die dieserwegen gewechselt wurden. Da-gegen zeichnete er vortreflich. Die Kupfer zu sei-nen verschiedenen Schriften, sind alle nach ihmselbst gestochen. In der St. Bactholomakirche zuBlankenvurg sieht man ein ihm (versteht sich sei-ner Kunst) zu Ehren errichtetes Denkmal,
— — (Ludwig), gebürtig aus Weyda imVoigtlande; ein solcher wird als Kunsistecher oderBildner in Metall (Laelstor) in nachstehndemWerke genannt. In seiner Jugend befand er sichseit 1687. als Zögling in der Schulpiorte, derbekannttn Chursächsischen Landschule in Thüringen .A. ^rrtr-cüir Oüronicon ?ort6U8S ( ttip8. 1812.40. 1 'om. II. p. 220.)
— — ( ), Kupferstecher in Augsburg , wird1812. auswärtiges Mitglied der nalurforschendenGesellschaft zu Halle. Ob etwa hier auch von demgleich folgenden die Rede seyn möchte?
— — ( ). Das Verlagsverzeichniß desWiener-Industrie - Komplotts von 1804., führtvon einem solchen (in Roulettmanier gearbeitet)Wiener-Volkstrachten, nach Maillard an. Eswaren 12. Blatter in zwey Heften; jedes zu 1 fl.12 kr. — 16Gr. (kolor. 2 fl. 1 Rthl. 16 Gr.).
— — ( ). So heißt auch ein Professorder Bürgerlichen Baukunst zu Jena (wahrschein-lich Lehrer an dortiger Akademie) 1806. Ec.
— — (Die Gebrüder). So heißen bey Ver-such I. 119. vorzügliche Landschasksmaler an derKaiser!. Porcellanfabricke zu Wien um 1806.
Gturn (Johann Rudolf). Nach der Zeich-