Suave,
ler von Toulouse , unter der Rubrick der Zeichnervon historischen Gegenständen, Bildnissen, Landsschaften u. Architektur, ohne sein besonderes Fachzu bestimmen.
* Suave (Johann), der im Lex. am Schlüssedes Art. der Künstler dieses Namens erscheint.Von ihm kennt man z. B. nach I. da Ponte eineAnbetung der Könige, und nach G. Reni eineMadonna, die das nackte Kind bedeckt. Wahr-scheinlich ist er derselbe mit dem sowohl im Lex. alsauch oben erscheinenden Johann Sauve.
* — — oder Suavius (Lambert), Ma-ler und Kupferstecher, geb. zu Lüttich (s. t>.zu Amsterdam , a. zu Luye, einer Stadt nichtweit von Mastricht) i 5 o 6 . (a. K. um i 5 iv.), undgest. um i 56 o. (a. ti. i 56 /. a. um i 5 /s.) „Manstimmt" (heißt es bey Rost V. 85 - 8 b.) „heutzu Tage ziemlich der Meynuug bey, daß derselbeein Schüler des Lamberr Gurermann, Lom-bard genannt, und nicht dieser Künstler selbstgewesen sey, wie solches hingegen Sandrarr be-haupten will *). In dieser Rücksicht hatte derH. von Heinecke (wie schon zum Theil des Lex.bemerkt) dadurch allen Zweifel gelöst, daß erbeweist, daß Lombard selbst niemals in Kupfergestochen habe**); und neben dem ein Blatt nennt,welches eine Charttas darstellt, und mit: Lamü.
luv. zugleich aber auch mit 1.. 8. alsdem gewöhnlichen Zeichen von L- Suavius be-zeichnet sey". In der That werden anderwertsnoch andre ähnliche Blätter angeführt; wie z. B.in dem (genauen) A)mklerschen Karolog : Eine-Auferweckung Lazari ( 4544 .), und die zwölf Si-byllen. Dann bey Rost selber (i,. c. 87.) (frey-lich meist minder genau): Jesus geht mit denbeyden Jüngern nach Emaus, und: Eine Grab-legung. Ferner: Psyche, mit dem Gefasse derProserpina (neben ihr Juno), nach Raphael.Dann wieder andre (ib.), nach seiner eigne» Erfin,düng; wie z. B. Christus und die zwölf Abostel (rZ.seltene BI.), ausdrücklich mit: 1 ^. 8uavir>8inv. er typo^r. i5s5— 48. 40. (daß er also auchVerleger war); eben so einen Heilands-und einenMarien-Kopf (r 554 — i 55 g.). Ferner mehrereBildnisse: Anna drraklen, lVlelck. 8cketi Lon-jux i 554 . und dieser Schet selber i 56 i. mit derUmschrift der (schon damals) großen Wahrheit:biunNus re^itur oplnlonibus ; M. A. Buona-rori's, und des Kardinals Granvelle . „DieseBildnisse" (sagt Rost) „besonders die kleinen"(die, welche er anführt, sind alle klein!) „voneiner überaus zarten und feinen Arbeit." Ueber-haupt nennt ihn vasari einen vortreflichen Ste-cher , und führt besonders mit großem Lob seineAuferstehung des Lazarus, entweder die schon er-wähnte oder dann eine zweyte an, welche beyN)lnkler mit: 1a franste Re8urrection äs I^a-2nrs: ^»«5 a morte
Ecitarit. Lamb. inv. //. (ocL exs.
rubrizirt, und auch bey Brandes ein schönesBlatt genannt wird. „Seine Figuren" (bemerktebenfalls Rost) „sind insgemein mager, und ihreBewegungen selten von guter Wahl, oder zu denVorstellungen schicklich." Ungefähr die nämliche
Subleyras. 1779
Rüge findet sich auch bey Malpe, dann nochüberdies diejenige von steifer und allzugebrochenerDrappirung. Dagegen findet er seine Figurenziemlich gut gezeichnet, rühmt endlich ebenfallsdie Reinlichkeit seines Grabstichels, und nennt vonihm, neben Anderm: Petrus und Paulus heilenden Lahmen an der Lempelpforte, ohne andernNamen als den seinigen,. und bloß mit 1 > be-zeichnet. Oonk. unten den Art. Lamberr Su-rermann ***).
* Sub (P ), eine Abkürzung des NamensSubleyras ; so z. B. auf dem H. Seraphin deAsculo, von Parrocel radirt.
S» barsch (G.). So heißt irgendwo einKupferstecher, von dem man das Bildniß desGeorg Faber von Rotenmann in 4° kenne.
Subenkorv( ), erscheint 1804. als Zei-chenmeistcr, an dem damals neu errichteten Gou-vernements-Gymnasium zu Lwer. Richte r'sRussische Miszellen 111 . 166.
* Subias (Don Franz und Don Ramond),s. Bayeu, zum Theil schon im Lex. vornehmlichaber in den künftigen Zusätzen.
* Subissari (Sempronius). Lanzi (Lst.ter2. 11 . 222.) nennt ihn gebürtig von Urbino ,Schüler von Maratti, der am Spanischen Hofegestorben sey. Ju seiner Vaterstadt soll sich vonihm einzig noch das Brustbild einer Sybille be-finden. Lont. i,n Lex. den Art. Dominic Sani.Gestochen nach seiner Zeichnung hat, wie schondas Lex. bemerkt, I. I. Frey das Grabmal Gre-gors XIII. von Cam. Rusconi.
Subleyras (Joseph). So nennt Milizia(Lei. ter?.) 1 l. 33 g. einen uns sonst ganz unbekannte»Baumeister des X VIII. Jahrhunderts, der seineKunst zu Rom mit reinem Geschmacke geübt ha-ben, und dabey ei» treflicher Mann gewesen seynsoll. Derselbe war einer der jungen Leuthe, dievon dem unten folgenden Marchese Teodoli zumStudium der Architektur aufgemuntert und darinunterrichtet wurde. Ob er etwa ein Sohn vonDerer Subleyras seyn mochte, wissen wir ebenso wenig, als ob es noch der nämliche dieses Ge-schlechts und Namens sey, der im AIm--nscwn.Rom 1810. S. 278. unter den dort lebenden Archi-tekten genannt wird — oder etwa der Vater die-ses letztem?
* — — (Peter). Einige nennen den
kleinen Flecken Gittas in Languedock als seinenGeburtsort. Bey Rivalz zu Toulouse blieb er vonseinem Siebenzehnten (a. K. Fünfzehnten) bis1724. (a. K. 172h. s. überhaupt fünf Jahre). Dorthatte er durch seine Talente und seinen sanftenCharakter sich allgemeine Achtung erworben. Allein,nun wollte er auch in Paris glänzen. Er nahmdaher dorthin eine Anzahl von Scizzen zu sei-nen großen zu Toulouse verfertigten Fresco-Ar-beiten mit sich, stellte solche bey mehrern Exhi-bitionen der Akademie aus, und erhielt 1727. denersten großen Preiß durch seinen Moses mit derehernen Schlange. Zu Rom dann machte er durch
*) Makpe (wohl aus Mißverstand) sagt von all' diesem - namentlich auch von Gandrarts Meynung hierü-ber — gerade das Gegentheil.
Das wäre baun freylich Beweises genug. Allein Hern ecke (Nachr. I. 330. not. »'), führt den seini-gen lediglich daher, daß Lampsomus, der Lambert Lombards Leben beschrieben, und eben so Carlvan Mander nirgends sagen, daß dieser letztre auch Kupferstecher gewesen sey.
Der Anfangs bemerkte Streit, ob unser Lambert Suavius und der unten folgende Lambert Sutermannzwey verschiedene Entia seyen, dürfte übrigens noch zur Zeit schwerlich zu schlichten seyn: Mittlerweile schlagenwir den — Vergliech vor: Daß (diese Verschiedenheit angenommen) alle diejenigen Blätter, welche mir:
inv. bezeichnet sind, wenn solche nicht zugleich das 1.. 8 . oder gar das mit
sich führen, als Stiche nach Sutermann, und hinwieder alle diejenigen, weiche mit l. 8urrv>un wirklich 6g-nirt sind, für Arbeit des unfrigen zu halten seyen. Auch würden wir z. D. zu diesen letztere ein großesBlatt mit vielen Figuren zählen, wo Martha dem Herrn aufmerksam zuhört, welches mit: L Victorexc. 1556. und einer Chlffer mit den verschlungenen Buchstaben AVK. und über denselben mit einem k.bezeichnet ist, dessen Urbild für die Arbeit von Franz Floris gehalten wird (XVmKlsr); und eben so ein anderes :Der Uebergang über das Rothe Meer, nach Bronzino (6L»äelii,'.>); und ein drittes (großes): Peter undPaul zu Athen , welches im Katalog von paigno» Dijonvak, ohne Bemerkung irgend eines Monogramms,angeführt wird.