Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1783
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Süß.

zen ausgezeichnet seyn. Seine ganz eigene Ma-nier zu stechen bestand darinn, daß er seine Schat-tenmassen aus geraden Strichen bildete/ die ermeist mit dem Lineal zog / und solche dann baldmit Einem/ bald noch mit zwey ähnlichen Stri-chen kreuzte / die er mit Punkten vermischte, umdem Ganzen mehr Rundung zu geben. SeineBlatter bezeichnete er mit einem verschlungenen1 U 8 . oder dann mit seinem Namen: Mrrüae/Lg. pi. et ssc. einmal auch Ln(vnlier),Mrc/rae/ u. s. f., eine Unterschrift/ die ihn so-mit zum Ritter stempelt. Noch giebt Srrurrzwey Bildnisse von ihm: Iohann's van Bromchont (wohl Bronkhorst's) und Herman Safkle-vens an / welche Barrsch wenigstens für unsicherhalt. Die Anmerkung des Lex., baß dieser Künst-ler mit M- Schoevaerrs derselbe seyn dürfte /ist um so viel mehr noch näherer Prüfung zuunterwerfen, da letztrer ganz andre Gegenständefür seine Arbeiten zu wählen schien. Indessenmüßte die Aehnlr'chkeit oder Unähnlichkeit der Bc-Handlungsweise noch weit mehr in Betrachtungkommen.

So eben erhalten wir von einem unserer Freundenoch ff. Zusatz:

„Don ihm, malerisch geetzt, kennen wir ver-schiedene Brustbildc, in kleinem Format, unterdem Eitel: Uiversas fnclS8 in U8UM z'uvenninet aliornm UelineatN per /l/rr/rae/eM Hre-ee-'ttUstuit. ?ict. etc. Ueuxellac »nuo (iZ.

Blatt mit dem Titel); dann einen gehnden nack-ten Mann, den Bogen in der Hand, der Köchermit den Pfeilen neben ihm an einem Baumstamm,in Fol. Nach ihm dann hat I. Troyen den Je-susknaben mit der Unterschrift: ^esu« a-lmirs-hili.-! in Fol. gestochen. Die Vermuthung desLexik., daß er mit M. Schoevaerrs derselbesey, ist ganz irrig. Uebrigens schreibt er sich aufgesammren obigen Blättern Grveeres nichtSnerrs.

Süß (Johann Georg). So hieß ein Landbau-meister des Churfürsten von Mainz 1791. Ehur-mainzisch. Hof- u. Staarskal. auf 1791.

Süße ( ). Ein solcher zeichnete eine Or-

gel als Titelkupfer, zu Andr. Werkmei-ster'« Orgelprobe. Leipzig 1754.

Gueßenbach( ). Auf der Dresdner Kunstausstellung von 1808. sah man von einemsolchenZeichnungen in schwarzer und weisser Kreide.

Süßmer (Ieremias), Bildhauer; arbeiteteum i68h. für den Churfürsten von Brandenburg marmorne Statuen. Mcolal.

* Süftris, s. Suster oder S»»strls.

Süver, s. unten Suvee.

* Sueur (B. N.). So heißt im winkler-schen Gantkatalog ein Künstler (wohl rein Andrer,als der Mclaus Blast»« le Sueur des Lex.),nach welchem I. C Felder 17^0. einen kleinenAsialenkopf im' Turban in Schwarztnschmaniergeetzt habe.

— — (C- A. le). In 1799. wurde in Frank-reich eine Gesellschaft unter dem Kapital» Bau-din abgesandt, um Neuholland in geographischerund nakurhistorischer Hinsicht zu untersuchen. Dieüble Behandlung des gedachten Kapitains machte,daß, auf Jsle de France, die beygegebnen Maleru. a. Personen der Expedition zurückblicken. Ausdiesem Grunde mußten zweye, le Sueur undPetit, die unter keinem besondern Titel mitge-nommen worden, die Stellen der Maler ver-treten. perlt wurde nun mit dem Zeichnen derMenschen und Trachten, der Wohnungen undKunstwerke beauftragt, le Sueur, der vertraute

2) Zu der seinigen gehören namentlich auch ein Theil d

die mitgebrachten Zoologischen Sammlungen. Tüb.

22) Iekt in einem eigenen Zimmer des EchaltungS-Senat

Marmor, blouv. äer> II. rbz.

Sueur. -78Z

Freund eines der Mitgesellschaftcr (F. duperons, eines Zoologen), zeichnete vorzüglichThiere und Vogel, und unterstützte so seinenFreund bey dessen Beschäftigung. Unsre Reisen-den kehrten 18»,. nach Frankreich zurück. Vonder bewiesenen Thätigkeit und dem Eifer des jun-gen le Sueur, geben 960. seiner zurüchgebrach,ten Zeichnungen einen Begrif. voigr's Ma-gazin für Naturkunde XI. Stück I. 1806. S.71. ff. u. a. m.^ In I8n8. überreichten sie desKaisers Majestät die bekannte: Vo^s§e auxl'erres ))u 8 trs 1 e 8 als ihre gemeinschaftliche Ar-beit*). du peron starb bald nachher. SeinGrabmonument und Bildnis, beyde nach leSueur« Zeichnung, s. vor seinem LIc»§e birüo-rigue ?ari8 1811. cbe? Oubrar,. Der Unsrigelebte, unsers Wissens, noch zu Paris 1812.Fern//, pud/. S. auch unten den Blumenmalerdieses Geschlechts.

Sueur (Elisabeth le, Tochter des Formschnei-ders perer des jünger». Sie lebte noch 1782.und war damals verheirathet.

* — — (Eustachins le), eines BildhauersSohn, welcher ursprünglich von Mont-Didiergebürtig war. Bey seinem Meister, S. Vouet,machte er unerhört schnelle Fortschritte. Nochwahrend seiner Lehrzeit sah man von ihm acht ,große Bilder, welche den Traum des Polyphiluszum Gegenstand hatten. Noch vor Errichtungder Königlichen Akademie wurde er in diejenigevon St. Luc aufgenommen, und alsdann, beymAnbeginn der erster» (ib/,8.) zu einem ihrer zwölfAeltesten ernannt. Er starb, zwar seit 16)2. vcr-heurathet, doch, so viel wir wissen, unbeerht.Nur seine Kunst folgte ihm nach. Neben seinettdrey Hauptwerken (dem Leben von Sk. Brunobey den Karchäusern **), dem Musen-Saale ,Cabi'net der Liebe, und dem Bad-Cabinete, alleim Hotel Lambert), zählte man noch von jeher,unter so viel Schönem, zu seinem Schönsten,das Altarblatt in NoirelDame: St. Paul pre-digt zu Ephesus ; die Messe von St. Martinus,und die H. Jungfrau erscheint demselben, beydeim Kloster Marmouticr; die Marter von St.Loren;, einst in der Kirche St. Germain i'Auxerois,dann im Kabinet la Live; die beyden MärtyrerGebrüder, St. Geroasius kundj Protasius, in derKirche St. Gervais . Noch rechnet Gaulr deGt. Germain dahin: Antiochus , der die demGesetze getreuenJsraeliten martern läßt; Christusbey Martha und Maria; Christus, durch Josephvon Arimathea zu Grab getragen und von denH. Weibern beweint; endlich Alexander, derbenGiftbecher aus der Hand seines Arztes nimmt.Alle diese Meisterwerke befinden sich jetzt im Fran-zösischen Museum vereinigt; jenen St. Lorcnzausgenommen, der in neuern Tagen vermißtwurde, und, wie man glaubt, bey einem Feuer-brande zugrundging. Auch die alte KöniglicheGallerie besaß von ihm schon vier Bilder: EinenChristus an der Martersäule; Herkul, der sichauf die Tugend stützt, und das Laster mit Füßentrittet; das Verdienst, von der Tugend gekrönt,und eine (etwas dunkle- Allegorie: Eine gekrönteFigur hält in der einen Hand das Horn des Ue-berflusses, in der andern einen Bauplan. Ihrzur Seite schreibt die Geschichte in ein Buch,das Saturn ihr vorhält. Dann das Palais ^oxal:Wieder (?)Alexander, der von seinem Arzt „Philip-pus den bekannten Becher annimmt (wo solcheshingerathen seyn mag?). Bey dem SenatorLucian Bonaparre sieht man jetzt von ihm seinAufnahmsbild in die Akademie St. Luc: St.Paul, der die Kranken heilet. Umständliche Be-schreibungen, treffliche Beurtheilung, und Nach-bildungen im Umrisse aller dieser und noch mehr

r Zeichnungen für die Karten, und die Präparate fürMorgenbl. -8n. S. 156.

!, und darinn auf einer Kclonne sein Brustbild in weißem

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