Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1787
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Sueu k.

blühenden Maler zu Paris , nach welchem Louvion:ls Ksnäe2-voll8 ä ls kontains, Sturutt die Un-klugheit des Königes Candaulcs, jemand in Mas-sard's Verlage l'^cmour dratis par sa msre,und ebenfalls ein Ungenannter den in seine Bild-säule verliebten Pygmalion gestochen habe.

Sueur (Julius le), ein neuerer Baumeisterzu Paris , Schüler von Lannoi und Percier. In180Z. erhielt derselbe (damals 22. I. alt) denersten Großen Preis für den Entwurf eines, aufeinem der vier vornehmsten Punkte des Französi-schen Reichs, und entweder am Meer, oder aneinem Hauptflusse gelegenen Kaiser!. Pallastes.Dörw. a. III.

— — (I. B.). Von einem solchen, nachG. Flinkgeetzt, kennt man ein kleines Oktav-Bild-niß von Rembrandt aus der Sammlung des Gra-fen von Baudouin.

— — (Ludwig le). So nennen Basan Kä.ses.

und Malpe einen Zeichner und Kupferstecher, geb.zu Paris 1746. und führen von ihm eine Folgevon Gegenden um Paris , und andre kleine Land-schaftsblätter nach eigener Erfindung an, welche er1772—76. mit viel Geschmack und Einsicht, meistbloß mit der Etznadel gefertigt, und bald mitseinem Namen, bald mit einem verschlungenen k. 8.bezeichnet habe. Hinwieder kennt man aus späthernTagen (1814.) nach ihm von Lefevre Marchand inKreidemanier geetzt vier Landschaften: Noulin äs8t. lZrics; Vns äes Usutsurs äs tu 1 . I..);

In kemrne; ls lVIoulin (a 1 . 5o. 6.). )Vor«v. äeL

VI. 120. Zj-j. S. auch unten den Kupfer-stecher le Sueur ohne Namen. Ob dieser Künst-ler mit den Formschneidern dieses Geschlechts inVerwandschaft stand, ist uns unbekannt.

* — — (Niclaus le), Formschneider in Holzund in Helldunkel, nach den Einen ein SohnMeters desAelrern, nach Andern, perersdes Jüngern, also immerhin Sohnssohn Pe-ters des Aelreften, der im Lex. unter dem Art.dieses seines Großvaters erscheint, geb. zu Paris 1690. (nicht 1727. und eben so wenig ein Bruderdes unken folgenden vincenz, wie Basan, Lä.sec. beydes ins Gelage hinein sagt). Derselbezeichnete sich unter allen Gliedern feiner zahlrei-chen Familie vornehmlich aus. Jene schönenBlätter, die sich von ihm in der alten Ausgabeder Sammlung von Crozat befinden, und nachden Zeichnungen mehrerer großen Meister in Hell-dunkel gearbeitet sind, versichern ihm eine bleibendeAchtung. Rost VIII. nennt 16. derselben; einVerzeichniß meines sel. Vaters an die 4 «. nachI. Baglioni, I. Bonati, P. Caldara, I. Cesari,R. del Colle, S. Conca, P. Farinato, L. Garzi,L. Gimignano, I. B. Lenardi, Maturino, F. Maz-zuoli, I. M. Morandi, A. A. Orazi, I. Paffari,I. F (a. 6. 8.) Penni, B. Peruzzi, P. de Pietri,B. Pinturicchio, I. Pipi, I. B. Rameyghi,Rembrandt , I. Robusti, D. Saiter, R. San-zio, T. Testa, T, del Dagha, F. Zucchero — alsoeben nicht immer nach den größten Meistern. Wirnennen hier nur die nach diesen letztem: NachCaldara die Messe; nach dem Fattore die Egypterim Meer ersauft; nach Peruzzi den Mensch undden Löwen in Gesellschaft; nach Pipi die Netzeziehenden Fischer; nach Sanzio Christus der St.Petern die Schlüssel ertheilt, Alexander und Ro-xane, die Verläumdung des Apelles, und einStudium nach der Schule von Athen; nach delVaga Timocles, vor Alexander gerechtfertigt. Alsbesonders schön nennt Malpö, neben der Ver-läumdung des Apelles, die Kreutzerfindung nachPinturicchio , den Fall Phaetons und den Raubder Aurora, nach P. Farinato. Mit Recht be-merkt übrigens Papillon, daß dieser Künstlerauf seine übrigen Schnitte nicht diejenige Sorg-falt, wie auf jene in Helldunkel wandte, weilihm vielleicht die gewöhnliche Arbeit seiner Kunst-gattung zu langweilig schien, und vermisse mannämlich darin die nöthige Abstufung von Licht

Sueur. 1787

und Schatten, bisweilen auch die Richtigkeit derContoure. Auch de Fonrenai sagt: „Was leSueur aus eigenem Genie gab, war nur mit-telmäßig." Ueber 5 c». Jahre arbeitete er uner-müdet, und soll mehrere tausend Stöcke gelieferthaben. Irgendwo wird noch von ihm (dies ge-meinschaftlich mit Tardieu) die Ritterstatüe Lud-wig XI V. auf dem Vendome-PIatze angeführt. VonVignetten und andern Büchecverzierungen dannzählt Malpö zu seinem Beßten diejenigen zu demAtlas der HH. Robert, nach der Zeichnung vonvan Eisen. Seine Arbeiten bezeichnete er (baldverschlungen, bald unverschlungen) mit I.. 8.Lonk. Latsl. äs /'aiZnouDi/oMa/.

* Sueur (Niclaus Blasius le), geb. 1716.nach Einigen zu Paris , nach Andern im Langue-dok, und gest. 1780. Derselbe hatte zwar ver-schiedene Geschichten und Landschaften gemalt,zeigte aber doch seine größte Starke in Handzeich-nungeu. So z. B. in einer Danae nach Titian aus dem Cabinet zu Sanssouci , welche nachwertsin Holland gestochen wurde; in einer andern:Loth mit seinen Töchtern aus eben dieser Gallerte,von Preisler zu Kopenhagen gestochen. Von sei-ner eigenen Erfindung sind dann die Deckenstückedes sogenannten Sinesischen Pallastes zu Sans-souci. Eine Artemisia von Domenichino im Königl.Schlosse soll er gut wieder hergestellt, und ganz(desto schlimmer!) übermalt haben. Zum Direk-tor der Akademie zu Berlin wurde er um dieMitte des XVIll. Jahrhunderts berufen; durchfeine Betriebsamkeit kam dieselbe zuerst wieder ineinige Aufnahme. Sein Nachfolger war Rode.Von ihm besaß noch i8ug. H. Hof- und Land-gerichts-Assessor Schnndr zu Ziel: Christus, derden Wittwensohn erweckt, eine Scizze voll Lebenund Ausdruck. S. dessen Katalog N°. 1190.Gestochen nach ihm haben: M. Aubert Ludw. XV.zu Pferde; D. Bcrger; David und Bathseba,Pharao und Moses , ein Zeichenbuch von 12. Blät-tern , Köpfe in Roth-Kreidenmanier, u. a. I.Roos etwas uns Unbekanntes.

* — — (Peter le), der Aelreste. Seine

Judith nach Golzius (1670.) ist Copie eines ge-stochenen Blattes von van Sichern. Bey

diesem findet man, als sein Monogramm, ein ver-schlungenes k. I.- und 8.

* — — — — der Aeltere und Jüngere,welche im Lex. unter dem Art. ihres Varers,Peters des Aelreften erscheinen; der jüngerewar ein Sohn aus zweyter Ehe. De Dontermr.Von perec dem Aelrern nennt Makpö mehrereBlätter zur Vervollständigung von einer Bibel,welche Moni nach denjenigen des sogenanntenKleinen Bernards gegeben hat, und die zumTheil mit ?. I.. 8. bezeichnet sind; dann vieleVignetten, u. dgl. wie z. B. für das Dictionairder Akademie; ein Alpha und Omega, wo dieReligion und der Götzendienst vorgestellt sind; eineHimmelfahrt, den guten Hirt, und dann freylichseinen schon im Lex. erwähnten Todtenzettel, derbey L 7 !alpv ausführlich beschrieben ist. — VonPeter dem Jüngern dann (geb. zu Rouen 166g.)urtheilt dieser Schriftsteller gleich dem Lex.; nurrühmt er die Leichtigkeit seines Schnittes, undführt dann von ihm an: Die 12. Monathe füreinen Kalender (Kauen skesOursel); 22l.Aeso-pische Fapeln in kleinen Ovalen, die mit einemverbundenen k. und 1^. und dann einem 8. be-zeichnet sind.

— — (Peter le), ein noch jüngerer als alledieses Namens im Lex. wie es scheint ein Bildniß-maler zu Paris noch um 1760. Nach Gaulr deSt. Germam S. 287. war derselbe Mitgliedder Akademie, und sah man von seiner Arbeitschon auf den Salons von i7ji. und 48 - ausge-stellt. Nach ihm haben P. Chenu das Biidniß desWundarztes I. du Mont de Valdajon, und I.G. Wille des Arztes F. Chiconeau gestochen.