S u r ch i.
er vielleicht mit dem oben angeführten Ph. W-(oder I.) Sr'rch Eine Person seyn durfte?
* Surchi (Ioh. Franz), genannt Dickst,nach Lanzi (L<l. rer^. V. 241.) Dielai. Dortwird sein Todesjahr erst um i 5 go. gesetzt, undheißt es von ihm daselbst: „Er war seinem Leh-rer Dossi Gehülfe, als dieser zu Belriguardo, inBelvedere, alle Giovecca und zu Cepario malte.Alle diese Palläste zeugen von ihrer beydseitigenKunst. Von beyden Brudern unterrichtet, wurdeer vielleicht der beßte Geschichtsmaler unter ihrenSchüler, und sicher der vorzüglichste Ornaliste un-xcr denselben. Indessen sind mehrere Beweise seinererstem, als seiner letzter» Kunst auf uns gekom-men. In der Geschlankheit, dem Leben und derGrazieseiner Figuren näherte er sich dem DoßoDoßi, und eben so in dem leichten natürlichenFaltenwurf. In der Kühnheit des Kolorits undder starken Beleuchtung dann wollt' er ihn sogarübertreffen, und gab darüber bisweilen (wie esjungen Leuthen zu geschehen pflegt, welche dieMaximen ihrer Schule karricaturiren wollen) bis-weilen ins Rohe und Unharmonische. Vorzüglichschätzt man zwey seiner Geburten zu Ferrara , dieeine bey den Benediktinern, die andre bey St.Eiovannino, in weicher letzter» das Bildniß desdamaligen berühmten Rechtsgelehrren Hippol. Ri-naldini erscheint. Man streitet, welches von die-sen Bildern das bessere sey; aber beyde sollenvortreflich seyn."
Sureau ( ). So nennt der Almanach
6es 6eaux-Art8 180Z. ohne Weiteres einen da-mals zu Paris lebenden Baumeister.
Surgis ( ). So heißt im ^lmsnack
äe Oommerce i8ii. ein damals zu Paris leben-des Flach-und Wagenmaler, welcher zugleich dasGlaserhandwerk trieb.
Surhonius (Jacob und Johann), zweyLandkartenzeichner, des XVI. Jahrhunderts. Indes Vrtelius: Pheatr. orbis rerrarurn findetman von ihrer Arbeit.
Surin ( ). Von einem mittelmäßigen
Maler dieses Namens führt Descamps G. 25 .in Beschreibung der Abteykirche von S. Martinzu Lerna» eine Himmelfahrt Mariä an.
Surini (Madame), s. Doucer-Surini inden gegenwärtigen Zusätzen. Auch FioriUo III.5-2Z. zählt sie, s. v. Surini, unter die Vorzügliche»der neuesten Miniaturmalerinnen zu Paris .
* Surmana (Anna), so findet man die AnnaMaria Schurmann irgendwo unrichtig genannt.
* Surugue (Ludwig). Nach Rost VIII.76. st. er 1769. 74. I. alt. Seines Lehrers B.Picart's (bey dem er sich lange in Holland auf-hielt) Manier im Zeichnen und Stechen machte ersich vollkommen zu eigen; und sein Styl ist sehrzu empfehlen, da er die Nadel mit dem Grabsti-chel ungemein geschickt zu verbinden wußte. Bild-nisse und Geschichte bearbeitete er mit gleichemErfolge, und lieferte in dieser letztem Gattung zuden meisten Galleriewerken, die zu seiner Zeit er-schienen waren, vorzügliche Blätter. So z. B. fürden Recueil von Crozak: St. Margaretha, die denDrachen mit Füßen tritt, nach Raphael; Jesusheilt die Aussätzigen, nach H. Genga; St. Hie-ronymus im Nachdenken, nach B> Peruzzi (die-ses letztre von N. Chateau gestochen, und bloßvon Surugue überarbeitet. Für die Dresdner-Gal-lerie das Opfer Abrahams, nach einem der schön-sten Bilder des A- dcl Sarto, nach einer Zeich-nung von Jnternari („sorgfältig und geschmack-voll", sagt Füßll I. 42.). Ueberdies ferner: DieGeburt Mariä, irach P. de Cortona; Moses zer-bricht die Gesetzestafeln nach Pouffin (von einemUngenannten geetzt, und von ihm mit dem Grab-stichel vollendet); Hagar von Abraham verstoßen,
Susanne. 1791
nach le Sueur; der den schönen Künsten zugestan-dene Schutz, nach le Brun; die Thaten des Her-kules ( 4 - Bl.) nach Ebendems. aus der GallerieLambert; Aeneas steigt in die Unterwelt, nach A.Coypel; Venus saugt die Liebesgöttin, nach Ru-bens (was auch C. Galle und Warelet gestochenund geetzt haben); den Helenenraub und den er-kannten Achill nach N Vleughel. Auf neuere Ge-schichte Zielendes: Emblem auf die VolljährigkeitLudwig X V., und Heinrich IV. giebt vom Himmelherab diesem König (vergebenen!) Unterricht,beyde nach de Troy; der Einzug des Portugiesi-schen Gesandten zu Versailles (1726.) nach Par-rocell- Dann war er Mitarbeiter an der: tlrsucis(lallerie 6e Versailles (1752.), und früher (1720.4 °-)sürJ. B. Monicarr's (unbedeutendes) Werk:Versailles imniortaliss etc. Weiter mancherleyGattungsstücke: le Utiilosopke en Lonterupla-tion , nach Rembrandt ; Oaviij 'seiner tHr öirsla donne ^venturs a sa kemms, nach Tcnier ;mehrere dergleichen nach I. B. S. Chardin , G.Douw., Santerre, Wateau und Pater; nach diesemletztem zwey zu der Folge von 16. Bl. die er,nebst seinem Sohne, gemeinschaftlich mit Audran,l'Epicie und Scokin aus dem Roman comiquevon Scarron gestochen hat; »ach Vleughels dasElement der Erde. Von Bildnissen z. B. diejeni-gen von L de Boulogne dem Vater, nach Mal-thieu (sein Aufnahmsstück in die Akademie 1735.),des Malers Jos. Christophe nach Drouais , unddes Bildhauers I. C. Deyrier, ohne uns bekann-ten Namen des Malers (selten); Ioh. Gersonsnach P. Picart, u. s. f. Rost 1 . c. 76 — 78.
Surugue (Peter Ludwig), der im Lex. un-ter dem Art. seines Vacers Ludwigs erscheint,nach Rost VIII. 78. geb. 1717. und gest. zu Pa-ris 1771. (a. Ii. 72.). Die Anfangsgründe seinerKunst lernte er im väterlichen Hause. Sein Stylhat viel Aehnlichkeit mit dem seines Vaters. Vonihm kennt man von Bildnissen, z. B. diejenigendes Bildhauers Guillain nach N. Coypel, unddes Malers Fremin nach de la Tour (seine beydenAufnahmst)!, in die Akademie 1747. deren Aggrergirter er schon seit 1741. war), und das aller-liebste der Mad. ** (de Mouchy) nach Ch. Coy-pel, das von Vielen irrig für der Mad. von Pom-padour gehalten wird; Rembrandts Vater, nachdemselben. Dann von Geschichtlichem: Die Nachtdes Correggio , (was GandeUini, aus Versehen,auch dem Vater zugeeignet) und Maria mit denHH. Hieronymus, Crispin und Crispinian, nachGuido, beyde für das Dresdner - Gallerie-Werk sdas erstere übrigens sehr unbefriedigend);das Urtheil des Paris nach H. Golzius; Rolanderfährt von den Hirten die Flucht von Angelikaund Medor, nach Ch. Coypel. Ferner: Gatkungs-stücke nach I. D. S. Chardin (der Maler und derAntiquar, als Affen), I. Jordaens (das Carne«val),CH. Coypel; dann (nebst mehr Andern) Blätter znDonquichotte; weiter nach P. Pater und D. Teniers ;nach diesem letztem auch die vier Jahreszeiten undzwey andereLandschaftsblälter. In 1770. erhieltdie-ser Künstler den Titel eines Römischen Ritters.Neben seinen Talenten machten auch seine persön-lichen Eigenschaften ihn bey jedermann sehr be-liebt. ste Rontmar.
Noch haben der Vater oder der Sohn gesto-chen, nach Courtin, I. Dumont, C. de le Fosse,Guntard, E. Jeurat, N. de Largilliere, P. Mig-nard, Paggi, Sanzio (einen St. Michael), I. vanSchuppen, Vanloo, N- Verkoiie, D. Zampieri(Nessns und Dejanira ). Dann scheint der Sohnein kleines Quartblatt nach dem Vater gefertigtzu haben, das den Herbst darstellt, und mit:
inv. et llel. Xrrr»§r<e sc. er exc.bezeichnet ist. Lonk. über die Künstler dieses Ge-schlechts auch den Katalog von Paig'ion-D'ic'n-val.
Susanne ( ). So nennt der ^lmanscli
<les Ueaux-^rrs i8oZ. ohne Weiteres, einen da-
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