Band 
Zweyter Theil [3].
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1792
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1792 Susemihl.

Mals zu Paris lebenden Bildhauer. Dort befander sich noch 1808. und hatte auf dem Salon des-selben Jahrs von seiner Arbeit ausgestellt. La»-«io»r 8alon 1808. p. 121.

Susemihl, Susemühl, Sussemihl,Gussimill*) (Johann), das erste soll die rich-tigste LeSart seyn; ein um 180g. noch lebenderMaler zu Darmstadt , geb. daselbst 1772. Schülervon Pforr, zeichnet besonders viersüssige Thiere inTusch - und Gouache - Manier, und studirte ei-nige Zeit, auf Kosten des Großherzogs von Hessen ,zu Paris . Meusel N. R-L.

(Johann Conrad, gewöhnlich Conrad),des Obigen älterer,um 1809. ebenfalls noch zu Darm­ stadt lebender Bruder, geb. zu Rainrod im Für-stenthum Oberhessen 1707. Kupferstecher. Vonihm nennt Mensel N. R L- Götz von Ber-lichingen, ein großes Blatt in Aquatinta, nachTischbein (6 fl); dann Ansichten von Bern undLausanne nach Aaberli (wohl Copien, jedes ä i fl.3 okr.); drey dergleichen von Neapel (ohne an-dern Namen als den seinigen, zusammen ä 4 fl.3 o kr.); vier Blatter von Oldenburgjschen, Fries-landischen, Spanischen und Arabischen Pferden,nach Pforr, von welchen es aber, leider! in Eben-dess. Arch. I. (,.) i 53 . heißt, daß solche, höchstbunt übermalt, als bloße Tapetenfabrik anzusehnseyen, und fast gar kein artistisches Verdienst ha-ben**). Dagegen werden seine Blatter, die erzu Drümpelmann's und Friebe's Abildungen undBeschreibung des Thierreichs aus dem nördlichenRußland (hauptsächlich Lieflands, Esthlands undCurlands) 18089. (Fol. Riga) gegeben hat,irgendwo vortreflich genannt. Endlich sind vonihm die Vogel zu der seit 1800. zu Darmstadt ,in Fol. Heftweise erscheinenden Ornithologie, umwelche er sich besondre Verdienste soll erworbenhaben. (Anderswo wird die Arbeit für dieses letz-tes Werk, beyden Brüdern, und mit der Bemer-kung zugeschrieben, daß solches, die Stiche be-treffend, von nichts Aehnlichem, als etwa Vail -lant's Oiseaux ll'^frique übertroffen werde).

Die noch genauere Litteratur über einen Theilder Arbeiten dieser beyden Brüder liefert unseine späterhin erhaltene Notiz;, wie folgt:

»Zu der Teutschen Ornithologie, herausge-geben von Borckhausen, Lichth ammer, C- W.Bekker, Lembeke und Dr. Bekker, wo-von Darmstadt in gr. Fol. 1809. das Heft X VIll.erschienen war, hat Conrad sämmtliche Tafeln,zum Theil nach eigner Zeichnung geetzt, und denKupferdruck und die Colorirung besorgt. Die an-dern Vogel dieses schönen Werks, sind (mit Aus-nahme zweyer Exemplare, welche Curtmann undLichthammer gemalt haben) von Johann ausge-malt , der auch einige Zeichnungen zu W ild u n-g en' s Taschenbuch für Forst- u. Jagdfreundegeliefert hat. In diesen neuern Tagen führte erden Titel eines Hofkupferstechers von Darmstadt .Geffenrl. bracht.

(Johann Heinrich). So heißt einKammeringenieur im Dienste von Mecklenburg-Schwerin, der in dem Staatskal. dieses Landesvon 1798. aufgeführt ist.

SuslNl oder Sussini ( ). In dem

Dresdner Anzeiger, Jahrg. 1807. S. 196.lesen wir die Ankündigung eines herumwandern-de», sich eben zu Dresden aufhaltenden Schwei-zers Melchior Triempy, welcher ein aus Wachsgefertigtes anatomisches Präparat eines weiblichen

S u st e r.

Körpers sehen ließ, das er die ^Frucht mehrjähri-ger Arbeit »des berühmten Susstni, ersten Wachs-poussirers der Königlichen Gallerie zu Florenz " be-nennt. An i8iZ. befand sich Triempy (oder viel-mehr Trumpy, ein Glarner ) mit seinem, wirk-lich sehr sehnswerthen, Kunstkram in der Schweitz .

Susinno (Franz), ein Maler von Messina .Von ihm ist uns nichts Anderes bekannt, als daßderselbe um 1724. ein Werk: Vlrs <ls kittoriNessinesi gefertigt habe, welches niemals in Druckerschien, und sich aber um 1768. im Besitze H.Achill Ryhiners zu Basel , in des Verf. eigenerHandschrift befand, aus welcher wir Mehreresfür gegenwärtige Supplemente entlehnt haben.

Susmann (Madame), zeigte auf derKusst-ausstellung zu Magdeburg 1811. Alexander undAristoteles nach Mich. Angelo, Amor und Psy,che nach Guido Reni , beydes in Sepia; dannden H. Sebastian nach von Dyk in Aquarell.

Su sse ( ). So heißt im ^lmansok lls

tüommerce i8il. ohne Weiteres ein damals zuParis lebender Graveur von trocknen Timbern,und auf alle Metalle.

* Susr (Friedrich). So wird etwa, irrig,

der nachfolgende (Auster oder Sustris geschrieben.* -

* Suster oder Sustris , auch Süstcis(Friedrich), mit dem verschiedentlichen Beynamendi Lamberro, Fiamingho und padovano.Unter diesem letzter» nennt ihn Lanzi (Lci. terr.)I. 216. Nach ihm lebte er noch in i 568 . undgenoß das Bürgerrecht zu Florenz . In Deutsch­ land besitzen von ihm, unsers Wissens, die ein-zige Gallerie zu München (einst zu Schleisheim)sein selbst verfertigtes Bildniß unter der Gestaltvon St. Lucas, wie er an dem der H. Jungfraumalt, halbe Figur in Lebensgröße. Dann H.Hof-und Landgerichts-Assessor Schmidt zu Riet(1809. noch ): Eine Magdalena, in einer Höhlebetend, beym aufgehenden. Monde. S. dessenKatalog N°. i 5 . Gestochen nach ihm haben Jo-hann Sadeler: Der Ewige befiehlt einem Engel,der Maria seine Geheimnisse zu verkündigen, wel-che in ihrem Zimmer mit Nähen beschäftigt ist;dann ein emblematisches Blatt von der Ehe:Licut amata 8uo ipss Oeus. (nach Brandeszwey schöne Blätter); Just. Sadeler ein Xolime tangere; Raph. Sadeler Herkul auf demScheideweg ***); ein Ungenannter ein Pfingstfest,,und D. Custos etwas uns Unbekanntes. DasHauptregister zu Hirsch ing's Nachr. von Ge-mälde - und Rupferstichsamml. nennt unsernKünstler auch Kupferstecher; und Liporvsky na,mentlich eine von ihm geetzte keusche Susanne.Dann eine von ihm gemalte Himmelfahrt Mariä am Hochaltar der ehemaligen Kapuzinerkirche zuLandshut . Bemerkenswerlh ist aber überdies,daß gedachter Schriftsteller, unter Anführung ver-schiedener Quellen, und doch vermuthlich ganzirrig, die Lebenszeit unsers Künstlers ordentlichum ein volles Jahrhundert späther ansetzt, als essonst alle übrigen Notizzen thun. Nach ihm näm-lich wäre er geb. zu Amsterdam 1624. und zuMünchen als Hofmaler und Baumeister gest- 1699.In Florenz habe er vornehmlich nach Correggio siudirt, und dann dort das Leichengerüst von Mi­ chael Angelo (st. 1564.) zieren geholfen (was wohlam Beßten den bemerkten Irrthum beweisen mag).

Zu diesem Art. giebt uns so eben einer unserer Freun-de noch folgenden Zusatz: »Wenn das Lex. meint,die Sadelers und D. Custos hätten 12. Tl. nach

*) Etwa gar ursprünglich Süßmilch? So wie sich einst der bekannte deutsche Gelehrte tieuchsenring zu Paris ,damit sein Name in welschen Ohren milder klinge ILisery genannt.

-"') Gelinder hingegen (ob aber auch gerechter?) liest man in der Dibl. f. r. u. b. Rünstelll. »ps-xx',vorzügliches Talent werde man auch in diesen Blättern (jedes zu r fl. zo kr.) nicht verkennen.

Rosi V. ,67. schreibt (wohl richtiger) auch die beyden letzten, Blätter dem I§h. Sadeler zu; und nochüberdies die sonderbare Composition einer H. Familie, wo man Engel sieht, welche Materialien für dieKirche der Jesuiten zu München herdepschleppen. Sie hätten sich die Mühe ersparen dürfen l